Einkommen, das für ein durchschnittliches US-Haus benötigt wird, bleibt mit 109.796 USD nahe Rekordhoch, laut Redfin
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Einkommen, das für die Bezahlbarkeit eines durchschnittlichen US-Hauses erforderlich war, lag im Juni bei 109.796 USD und damit 0,5 % unter dem im Vorjahr erreichten Allzeithoch von 110.382 USD.
- •Eine Lücke von 22.197 USD besteht weiterhin zwischen dem typischen amerikanischen Haushaltseinkommen von 87.599 USD und dem Einkommen, das für den komfortablen Kauf eines medianpreisigen Hauses benötigt wird.
- •Der Anteil erschwinglicher Hausangebote stieg im Juni von 31 % im Vorjahr auf 34 %, liegt aber immer noch dramatisch niedriger als in der Zeit vor 2022, als mehr als die Hälfte aller Angebote erschwinglich war.
- •Von 46 analysierten Metropolregionen wiesen nur St. Louis, Indianapolis und Pittsburgh typische Haushaltseinkommen auf, die über dem für die Bezahlbarkeit eines medianpreisigen Hauses erforderlichen Betrag lagen.
- •Seattle, San Jose und Portland verzeichneten die größten Jahresverbesserungen bei der Bezahlbarkeit, wobei die erforderlichen Einkommen um 7,4 %, 6,5 % bzw. 4,5 % sanken.

Die Immobilienbezahlbarkeit bleibt eine anhaltende Herausforderung für potenzielle Hauskäufer in den gesamten Vereinigten Staaten, da das für den Kauf eines durchschnittlichen Hauses erforderliche Einkommen in der Nähe historischer Höchststände verharrt — weit über dem, was die meisten amerikanischen Haushalte verdienen. Dennoch deuten aktuelle Daten von Redfin auf eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr hin.
Die Hauspreise stiegen während der Jahre 2022 und 2023 stark, angetrieben durch eine starke Nachfrage nach der Pandemie, während sich die Hypothekenzinsen etwa verdoppelten, als die Federal Reserve die Leitzinsen zur Bekämpfung der Inflation anhob. Ein landesweit chronischer Mangel an verfügbaren Häusern zum Verkauf hält die Preise auch nach einem Rückgang der Kreditkosten unter Druck und begrenzt das Ausmaß, in dem sich die Bezahlbarkeit verbessern kann.
Laut einem neuen Bericht von Redfin lag das Einkommen, das benötigt wird, um sich ein durchschnittliches US-Haus auf dem Markt leisten zu können, im Juni bei 109.796 USD — ein Rückgang von 0,5 % gegenüber dem im Vorjahr erreichten Allzeithoch von 110.382 USD.
Vor einem Jahr verdiente der typische amerikanische Haushalt 26.125 USD weniger, als für die Bezahlbarkeit eines medianpreisigen Hauses erforderlich war. Zwei Jahre zuvor war diese Lücke mit 28.834 USD noch größer. Redfin führte die schrumpfende Lücke darauf zurück, dass das Einkommenswachstum in den letzten Jahren die Steigerung der Wohnkosten übertraf.
Obwohl das für die Bezahlbarkeit eines Hauses erforderliche Einkommen seit Oktober 2025 rückläufig ist, fielen die Rückgänge vergleichsweise moderat aus. Der Schwellenwert liegt weiterhin 22.197 USD über dem typischen Haushaltseinkommen von 87.599 USD.
Im Jahresvergleich stieg der mediane Hausverkaufspreis im Juni um 2,2 %, während die Hypothekenzinsen leicht in den Bereich der mittleren 6 % zurückgingen. Im selben Zeitraum stieg das mediane Haushaltseinkommen um 4 %.
„Das für den Kauf eines Hauses erforderliche Einkommen hat sich nach mehreren Jahren der Verschlechterung stabilisiert, aber das bedeutet nicht, dass Häuser für den durchschnittlichen Amerikaner erschwinglich sind“, sagte Redfin-Seniorökonom Yingqi Xu. „Es gibt immer noch eine zweistellige Lücke zwischen dem, was ein typischer Haushalt verdient, und dem, was er braucht, um komfortabel ein Haus zu kaufen. Das hält viele potenzielle Erstkäufer auf der Seitenlinie. Aber selbst wenn der Markt nicht wesentlich erschwinglicher wird, wird er für Haussuchende ein wenig überschaubarer.“
Redfin definiert ein erschwingliches Angebot als eines, bei dem die monatliche Hypothekenrate des Käufers 30 % seines Einkommens nicht überschreitet. Nach dieser Maßgabe stieg der Anteil erschwinglicher Angebote auf dem Markt von 31 % vor einem Jahr auf 34 % im Juni.
Dennoch stellt der Bericht fest, dass erschwingliche Angebote deutlich seltener sind als in der Vergangenheit. Vor dem Anstieg der Hypothekenzinsen im Jahr 2022 waren in nahezu jedem Monat in Aufzeichnungen, die bis 2013 zurückreichen, mehr als die Hälfte aller US-Hausangebote für den typischen amerikanischen Haushalt erschwinglich.
Redfins Analyse umfasste 46 Metropolregionen und fand in 24 davon eine Verbesserung der Bezahlbarkeit. Seattle verzeichnete die größte Verbesserung, wobei das für die Bezahlbarkeit eines medianpreisigen Hauses erforderliche Einkommen im Jahresvergleich um 7,4 % auf 221.831 USD sank. San Jose erzielte den zweitgrößten Rückgang mit 6,5 % auf 423.840 USD, gefolgt von Portland an dritter Stelle mit einem Rückgang von 4,5 % auf 153.844 USD.
Trotz dieser Gewinne bleibt die Bezahlbarkeit für viele lokale Einwohner außer Reichweite. In San Jose liegt das mediane Haushaltseinkommen von 176.401 USD noch immer etwa 250.000 USD unter dem, was für den Kauf eines typischen Hauses in der Region benötigt wird.
Nur drei Metropolregionen in der Analyse wiesen typische Haushaltseinkommen auf, die über dem für ein medianpreisiges Haus erforderlichen Betrag lagen: St. Louis, Indianapolis und Pittsburgh. Die Kluft zwischen teuren Küstenmärkten und erschwinglicheren Metropolregionen im Mittleren Westen unterstreicht, wie ungleichmäßig sich die Bezahlbarkeitskrise im Land verteilt, wobei verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Kombinationen aus Preisniveaus, Einkommenswachstum und lokalen Angebotsbedingungen konfrontiert sind.