NachrichtenKryptoIllinois' 0,2-%-Kryptosteuer sieht sich zweiter Branchenklage gegenüber

Illinois' 0,2-%-Kryptosteuer sieht sich zweiter Branchenklage gegenüber

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • Illinois hat unter Public Act 104-0468 eine 0,2-%-Steuer auf den Wert bestimmter Kryptotransaktionen verabschiedet.
  • Die Blockchain Association und der Crypto Council for Innovation geben an, Klage sowie eine formelle Beschwerde gegen das Gesetz eingereicht zu haben.
  • Das erklärte Ziel der Verbände ist es, ein Inkrafttreten der Steuer in ihrer jetzigen Form zu verhindern.
  • Eine zweite Klage bedeutet, dass der Rechtsstreit andauert, und vor einer Klärung der Zukunft der Steuer ist eine gerichtliche Entscheidung erforderlich.
  • Falls die Abgabe Bestand hat und von Plattformen weitergegeben wird, könnten Kryptonutzer in Illinois geringe zusätzliche Transaktionskosten tragen.
Illinois' 0,2-%-Kryptosteuer sieht sich zweiter Branchenklage gegenüber

Die neue 0,2-%-Steuer auf Kryptotransaktionen in Illinois sieht sich einer zweiten Branchenklage gegenüber, während Kryptowirtschaftsverbände ihren rechtlichen Kampf gegen das Digital Asset Tax Act des Bundesstaats eskalieren.

Was ist mit Illinois' 0,2-%-Kryptosteuer passiert?

Illinois hat ein Gesetz verabschiedet, das eine 0,2-%-Steuer auf den Wert bestimmter Kryptotransaktionen einführt. Die Maßnahme ist im Illinois Public Act 104-0468 verankert, dem Digital Asset Tax Act des Bundesstaats. In Illinois' Zitiersystem ist ein „Public Act“ die Nummer, die einem Gesetzentwurf nach seiner Verabschiedung zugewiesen wird; die Referenz bezieht sich also auf Gesetzgebung, die in Illinois bereits in Kraft ist.

Einfach ausgedrückt funktioniert die Steuer wie eine kleine Gebühr. Für je 1.000 US-Dollar an erfasster Kryptoaktivität würde die Regelung eine Abgabe von etwa 2 US-Dollar vorsehen. CoinLineup hat zuvor erläutert, wie sich die 0,2-%-Abgabe auf den erfassten Transaktionswert bezieht, als die Regelung erstmals bekannt wurde.

Die Steuer ist nun Ziel einer zweiten Branchenklage. Damit wird Illinois zu einem Brennpunkt im breiteren Konflikt zwischen Kryptounternehmen und den Aufsichtsbehörden der Bundesstaaten.

Warum Kryptoverbände die Steuer anfechten

Die juristische Initiative wird von Kryptowirtschaftsverbänden angeführt. Die Blockchain Association, eine in Washington, D.C. ansässige Branchenvereinigung, die Unternehmen der Kryptobranche vertritt, und der Crypto Council for Innovation, eine von der Industrie getragene Politikorganisation, geben an, Klage gegen Illinois wegen des Digital Asset Tax Act eingereicht zu haben. Die Verbände geben außerdem an, eine formelle Beschwerde gegen das Gesetz eingereicht zu haben. Ihr erklärtes Ziel in der Beschwerde ist es, ein Inkrafttreten der Steuer in ihrer jetzigen Form zu verhindern.

Es ist wichtig, das Bestätigte vom noch Unklaren zu trennen. Gesichert sind die Existenz des Gesetzes und die Branchenklagen dagegen. Die detaillierten rechtlichen Argumente und die Frage, wie ein Gericht sie bewerten wird, sind noch nicht geklärt.

Diese zweite Klage baut auf einer früheren Welle des Widerstands auf. Der Streit hat sich bereits mit Fragen um ein Aussetzen der Steuer befasst, was CoinLineup im Rechtsstreit um die einstweilige Verfügung gegen die Illinois-Digital-Asset-Steuer behandelt hat. Eine einstweilige Verfügung – der Rechtsbehelf, der in dieser Phase eine Rolle spielte – ist eine gerichtliche Anordnung, die die Vollziehung eines neuen Gesetzes aussetzen kann, während der zugrunde liegende Fall verhandelt wird.

Was kommt als Nächstes für Illinois und Kryptounternehmen

Als Nächstes ist der Zeitplan vor Gericht zu beobachten. Eine zweite Klage signalisiert, dass der Rechtsstreit andauert und nicht beigelegt ist, und dass ein Richter entscheiden muss, bevor die Zukunft der Steuer klar ist. Konkrete verfahrensrechtliche Wegmarken sind etwa Entscheidungen über ein Aussetzen der Vollziehung, die Frage, wie die beiden Fälle parallel behandelt werden, und die Schriftsätze, die beide Seiten in den kommenden Monaten einreichen.

Bis dahin sehen sich Kryptofirmen, die in Illinois tätig sind, mit Unsicherheit konfrontiert. Sie wissen noch nicht, ob die 0,2-%-Steuer Bestand haben, ausgesetzt oder gekippt wird, was Planung und Compliance erschwert.

Die Unsicherheit könnte auch gewöhnliche Nutzer erreichen. Falls die Abgabe besteht und Plattformen sie weitergeben, könnten Einwohner von Illinois, die Krypto kaufen oder transferieren, schließlich geringe zusätzliche Kosten pro Transaktion tragen.

Kryptosteuerstreitigkeiten auf Ebene der Bundesstaaten werden häufiger, und Illinois steht in einem breiteren Flickenteppich: Die Bundesstaaten haben sich bei digitalen Vermögenswerten in unterschiedliche Richtungen bewegt, von blockchainfreundlichen Rahmenbedingungen wie denen Wyomings bis hin zu strengeren Lizenzregimen wie New Yorks BitLicense. Diese Divergenz spiegelt breitere regulatorische Debatten wider, etwa das bundesweite Vorstoßen für den CLARITY Act, das auf dem Krypto-Gipfel im Weißen Haus diskutiert wurde. Das praktische Fazit vorerst: Beobachten Sie den Gerichtskalender in Illinois, bevor Sie davon ausgehen, dass die 0,2-%-Steuer endgültig ist.

Quelle: CoinLineup

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Vermögensmärkte bergen erhebliche Risiken. Führen Sie immer eigene Recherchen durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.