„Es durchzuhalten“: Ibstock rutscht in die Verlustzone und kürzt Dividende inmitten der Baukrise
Wichtige Erkenntnisse
- •Ibstock meldete für das erste Halbjahr einen Verlust von £27m, nach einem Gewinn von £8m im Vorjahreszeitraum.
- •Der Umsatz sank um 15% auf £164m, und die Zwischendividende wurde von 1.5p auf 0.5p je Aktie gekürzt.
- •Das Unternehmen sagte, dass private Bautätigkeit und Instandhaltungsaktivität gedämpft bleiben und die Bedingungen kurzfristig herausfordernd bleiben dürften.
- •Ibstock warnte, dass Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt und das politische Umfeld in Großbritannien die Verbraucherstimmung und den Bausektor beeinflussen könnte.
- •Die Aktie hat in diesem Jahr 30% verloren, während Peel Hunt das Buy-Rating beibehielt.

Einer der größten britischen Ziegelhersteller hat den Wohnungsbaumarkt als „herausfordernd“ beschrieben, nachdem er die Dividende gekürzt und in die Verlustzone gerutscht ist.
Der in Leicestershire ansässige Konzern Ibstock, die laut gemeldetem Leerverkaufsinteresse von 12.9 per cent die zweitstärkst leerverkaufte Aktie in London ist, wies für die ersten sechs Monate des Jahres einen Verlust von £27m aus, nach einem Gewinn von £8m im Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz für den Zeitraum sank um 15 per cent auf £164m, während das Unternehmen seine Dividende von 1.5p auf 0.5p je Aktie verringerte.
Die Ergebnisse zeigen, wie sich eine Abschwächung im privaten Wohnungsbau nicht nur auf die Bauunternehmen selbst, sondern auch auf Zulieferer auswirken kann, da bei nachlassender Nachfrage sowohl die Absatzmengen als auch die Fixkosten unter Druck geraten.
„Private housebuilding and [maintenance] activity levels remain subdued, with conditions expected to remain challenging in the near term“, sagte Ibstock.
„With renewed uncertainty around the Middle East conflict coupled with a changing UK political backdrop, we are mindful of the potential near term effects on consumer confidence and the wider construction sector.
„Whilst volatility persists, we will continue to focus on managing capacity, inventory levels and costs and will adapt plans to market conditions.”
Die Aktie ist seit Jahresbeginn um 30 per cent gefallen und reiht sich damit in andere Namen aus dem Wohnungsbau wie Vistry, Taylor Wimpey und Barratt Redrow ein, die ebenfalls deutliche Kursrückgänge verzeichneten. Vistry ist laut Research Tree die am stärksten leerverkaufte Aktie in London, mit einem Leerverkaufsinteresse von 16.7 per cent.
Trotz der schwächeren Ergebnisse behielten Analysten von Peel Hunt ihre „buy“-Empfehlung für die Aktie bei und erklärten, das Unternehmen arbeite „in challenging markets“ weiter daran, sich durchzubeißen.
„The group continues to pull strategic levers to improve performance, but soft market volumes continue to consume these gains“, sagten die Analysten von Peel Hunt.
„When volumes recover, Ibstock’s operational gearing should drive a quick improvement in profitability.”