Hyperliquid Policy Center fordert SEC und CFTC auf, die Regeln für Perpetual-Kontrakte zu vereinheitlichen
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Hyperliquid Policy Center argumentiert, dass Perpetual-Kontrakte auf Grundlage ihrer wirtschaftlichen Funktionsweise reguliert werden sollten und nicht danach, ob sie auf Kryptowährungen, Rohstoffe oder Aktien referenzieren.
- •Die CME Group verklagte die CFTC, nachdem die Kommission die ersten US-Perpetual-Kontrakte für Coinbase und Kalshi genehmigt hatte, während CME und Intercontinental Exchange Bedenken bezüglich möglicher Marktmanipulationen auf Plattformen wie Hyperliquid äußerten.
- •Die CFTC genehmigte die ersten Perpetual-Produkte im Mai; anschließend eröffneten beide Bundesbehörden öffentliche Anhörungen dazu, wie bestehende Derivatevorschriften auf neuere Instrumente anzuwenden sind.
- •Hyperliquid verarbeitete 2025 rund 3 Billionen US-Dollar an Nennwertvolumen und hat in diesem Jahr bereits mehr als 1,5 Billionen US-Dollar abgewickelt – über Krypto, Rohstoffe, Devisen, Aktien und ETFs hinweg.
- •Hyperliquids hauseigener Hype-Token stieg um 40 %, nachdem Präsident Trump erklärt hatte, dass CFTC-Vorsitzender Michael Selig daran arbeite, die Plattform auf vollständig konforme und legale Weise in die US-Märkte zu bringen.

Das Hyperliquid Policy Center hat ein offizielles Stellungnahmeschreiben eingereicht, in dem es die US-Finanzaufsichtsbehörden auffordert, einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Produkte auf Basis von Perpetual-Kontrakten zu schaffen. Nach Angaben der Organisation sollten die Securities and Exchange Commission und die Commodity Futures Trading Commission identische Finanzinstrumente einheitlich behandeln – unabhängig davon, welche Behörde die Zuständigkeit hat.
LATEST: The Hyperliquid Policy Center is urging the SEC and CFTC to adopt a unified framework for perpetual contracts, arguing perps should be classified by economic structure rather than by underlying asset. pic.twitter.com/3XRagYWNRf — CoinMarketCap (@CoinMarketCap) August 24, 2026
Anders als traditionelle Futures-Kontrakte mit festen Verfallsterminen sind Perpetual-Kontrakte für den kontinuierlichen Handel angelegt. Sie nutzen periodische Finanzierungsmechanismen (Funding Rates), um die Preise an den Wert des zugrunde liegenden Referenzvermögenswerts zu koppeln. Diese Struktur, so das Argument der Organisation, führt zu Klassifizierungsschwierigkeiten im geltenden US-Finanzrecht.
Das Hyperliquid Policy Center erklärte, Perpetual-Kontrakte sollten anhand ihrer wirtschaftlichen Funktionsweise eingeordnet werden und nicht nach der Art des Vermögenswerts, auf den sie sich beziehen. Nach diesem Ansatz würden Perpetuals auf Kryptowährungen, Rohstoffe oder Aktien dieselbe rechtliche Behandlung erhalten, selbst wenn sich die zugrunde liegenden Märkte unterscheiden. Die Gruppe schlug zudem vor, dass bar abgerechnete Aktien-Perpetuals mit futuresähnlichen Merkmalen unter die Kategorie der Security Futures fallen könnten, die bereits im Zuständigkeitsbereich beider Behörden anerkannt ist.
Unklare Regeln können dazu führen, dass Börsen, Marktteilnehmer und Aufsichtsbehörden mit unterschiedlichen Annahmen über dasselbe Produkt arbeiten – ein Grund, warum die Klassifizierungsdebatte so intensiv geführt wird, je näher Perpetuals der regulierten US-Überwachung rücken. Das HPC erklärte, dass das Fehlen eindeutiger Standards die Wahrscheinlichkeit von Streitigkeiten darüber erhöht, welche Börsen welche Produkte listen dürfen, und dass solche Streitigkeiten vor Gericht enden könnten. Es argumentierte, dass harmonisierte Regeln es Handelsplattformen ermöglichten, sich durch Markttiefe und Ausführungsqualität zu differenzieren, statt regulatorische Unsicherheit auszunutzen.
Dieses Risiko hat sich in der Praxis bereits gezeigt. Die CME Group reichte Klage gegen die CFTC ein, nachdem die Kommission im vergangenen Juni die ersten US-Perpetual-Kontrakte für Coinbase und Kalshi genehmigt hatte. CME und Intercontinental Exchange äußerten zudem Bedenken, dass Plattformen wie Hyperliquid Marktmanipulationen ermöglichen könnten.
Der Rohstoffregulierer genehmigte diese ersten Perpetual-Produkte im Mai. Danach eröffneten beide Aufsichtsbehörden öffentliche Anhörungsverfahren zur Frage, wie bestehende Derivatevorschriften auf neue Produkte anzuwenden sind.
Das Hyperliquid Policy Center forderte die Aufsichtsbehörden außerdem auf, den Börsen einen gewissen Ermessensspielraum bei der Entscheidung einzuräumen, ob sie Produkte listen. Erste Orientierung könnte demnach durch Auslegungsverlautbarungen oder Entscheidungen auf Mitarbeiterebene erfolgen, denen ein vollständiges formelles Regelsetzungsverfahren folgen könnte.
Hyperliquid verarbeitete im Jahr 2025 rund 3 Billionen US-Dollar an Nennwertvolumen und hat im laufenden Jahr bereits die Marke von 1,5 Billionen US-Dollar überschritten. Zu den Märkten der Plattform gehören Bitcoin, Ethereum, Rohöl, Edelmetalle, Devisenpaare, Aktienindizes, einzelne Wertpapiere und börsengehandelte Fonds.
Präsident Trump erwähnte die Handelsplattform kürzlich in Äußerungen und erklärte, CFTC-Vorsitzender Michael Selig arbeite daran, Hyperliquid auf „vollständig konforme und legale Weise“ in die US-Märkte zu bringen.
Nach der Erklärung des Präsidenten stieg der hauseigene Hype-Token von Hyperliquid um 40 %, wie aus Marktpreisdaten von The Block hervorgeht.
Selig hat die Frage als eine der geografischen Zuständigkeit für Perpetual-Märkte dargestellt und nicht als Frage der grundsätzlichen Tragfähigkeit der Produkte. Die CFTC prüft derzeit, wie sich diese Instrumente mit ihrer bestehenden Rechtsgrundlage in die US-Handelsinfrastruktur einbinden lassen.
Die Einreichung des Hyperliquid Policy Center ergänzt das laufende öffentliche Stellungnahmeverfahren, während die Aufsichtsbehörden erörtern, wie der schnell wachsende Perpetual-Markt in das US-Finanzsystem integriert werden kann.