Haushaltsausschuss bringt Strategic-Bitcoin-Reserve-Gesetz mit 28-21-Vote voran
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses stimmte mit 28 zu 21 für H.R. 8957, einen parteiübergreifenden Entwurf von Rep. Nick Begich mit dem demokratischen Co-Sponsor Rep. Jared Golden, der eine Strategic Bitcoin Reserve und einen Digital Asset Stockpile im Finanzministerium schaffen würde.
- •Das Gesetz würde dem Finanzministerium untersagen, Reserve-Bitcoin für mindestens 20 Jahre zu verkaufen, zu tauschen, zu versteigern oder anderweitig zu veräußern – im Gegensatz zur früheren Praxis, beschlagnahmte Bitcoin regelmäßig zu versteigern.
- •Bundesbehörden hätten nach Inkrafttreten 60 Tage Zeit, ihre digitalen Asset-Bestände dem Finanzministerium zu melden, das anschließend 180 Tage hätte, um die Reserve und den Stockpile einzurichten, bevor die Assets übertragen werden.
- •Das Gesetz fordert ein öffentliches kryptografisches Proof-of-Reserve-System mit jährlichen, von einem unabhängigen Auditor geprüften Berichten und Aufsicht durch den Comptroller General; Finanz- und Handelsministerium sollen zudem innerhalb von 180 Tagen budgetneutrale Wege für weitere Bitcoin-Käufe prüfen.
- •Die Ausschussabstimmung erfolgte einen Tag nach der 49-50-Verfahrensabstimmung, mit der der Senat den CLARITY Act blockierte; H.R. 8957 benötigt noch die Zustimmung von Haus, Senat und Präsident.

Der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses stimmte am 16. September mit 28 zu 21 Stimmen für den American Reserve Modernization Act, ein Gesetz, das bundeseigenes Bitcoin einer gesetzlichen Reserve des Finanzministeriums unterstellen würde.
H.R. 8957, eingebracht vom republikanischen Abgeordneten Nick Begich mit dem demokratischen Co-Sponsor Rep. Jared Golden, würde eine Strategic Bitcoin Reserve sowie einen separaten Digital Asset Stockpile im Finanzministerium schaffen. Der Ausschuss nahm vor der positiven Berichterstattung eine Ersatzänderung an und brachte den Bitcoin-Reserve-Vorschlag damit über die erste Ausschussphase hinaus.
Finanzministerium würde Reserve-Bitcoin 20 Jahre halten
Der vom Ausschuss gebilligte Text schreibt vor, dass qualifizierende Bundes-Bitcoin in die Strategic Bitcoin Reserve übertragen werden, und untersagt dem Finanzministerium, die Reserve-BTC für mindestens 20 Jahre zu verkaufen, zu tauschen, zu versteigern, zu belasten oder anderweitig zu veräußern. Eine so lange Haltedauer würde mehrere Wahlzyklen umfassen und stünde im Gegensatz zur früheren Praxis der Regierung, beschlagnahmte Bitcoin in regelmäßigen Abständen über öffentliche Versteigerungen von Behörden wie dem U.S. Marshals Service zu veräußern.
Bundesbehörden hätten nach Inkrafttreten 60 Tage Zeit, dem Finanzministerium eine vollständige Aufstellung der Bitcoin und anderen digitalen Assets vorzulegen, die sie halten, beschlagnahmen oder kontrollieren. Das Finanzministerium hätte anschließend 180 Tage, um die Reserve und den Digital Asset Stockpile einzurichten, bevor die in Frage kommenden Assets in die zentralisierten Strukturen übertragen werden.
Das Gesetz baut auf der Exekutivanordnung von Präsident Donald Trump vom März 2025 auf, die das Finanzministerium anies, verfallene Bitcoin als Reserve-Assets zu halten, statt sie routinemäßig zu verkaufen. H.R. 8957 würde diese Struktur in Bundesgesetz festschreiben und zugleich Berichts- und Verwahrungsanforderungen ausweiten.
Jährlicher Proof of Reserve erfordert unabhängige Prüfung
Nach dem Gesetz müsste das Finanzministerium ein öffentliches kryptografisches Proof-of-Reserve-System einrichten – einen Mechanismus, der mithilfe kryptografischer Nachweise die Kontrolle über On-Chain-Bestände belegt – und einen Jahresbericht veröffentlichen, der die Reservebestände, Transaktionen und die Kontrolle über die privaten Schlüssel detailliert. Ein unabhängiger, auf kryptografische Attestierungen spezialisierter Drittauditor würde den Bericht prüfen, während der U.S. Comptroller General eine laufende Aufsicht ausübt.
Die geänderte Fassung beauftragt das Finanz- und das Handelsministerium zudem, innerhalb von 180 Tagen mögliche weitere Bitcoin-Käufe zu untersuchen. Jeder vorgeschlagene Mechanismus muss budgetneutral sein und darf nicht auf neuer Kreditaufnahme, Besteuerung oder Defizitausgaben beruhen. Die Studie kann Verfallserklärungen, Transaktionen mit nicht-Bitcoin-Staatsvermögen sowie Kooperationsvereinbarungen mit Bundesstaaten oder privaten Stellen umfassen.
Rep. Bill Foster sprach sich während der Ausschusssitzung, in der Mitglieder Gesetze debattieren, ändern und darüber abstimmen, gegen den Reserve-Vorschlag aus und stellte angesichts seiner Volatilität die Eignung von Bitcoin als staatliches Reserve-Asset in Frage. Befürworter im Ausschuss argumentierten, dass die zentralisierte Verwahrung durch das Finanzministerium und die langfristige Haltung der Regierung einen konsistenteren Rahmen für Assets bieten würde, die sie bereits durch Verfall erlangt hat.
Abstimmung nach Rückschlag für den CLARITY Act im Senat
Die Ausschussentscheidung erfolgte einen Tag, nachdem der Senat den CLARITY Act in einer Verfahrensabstimmung mit 49 zu 50 Stimmen blockiert hatte, womit dem breiteren US-Paket zur Regulierung der Krypto-Marktstruktur die nach den Senatsregeln erforderlichen 60 Stimmen zur Beendigung der Debatte fehlten.
Die beiden Gesetze behandeln unterschiedliche Bereiche der bundesstaatlichen Kryptopolitik. Der CLARITY Act konzentriert sich auf die regulatorische Zuständigkeit und Regeln für Märkte digitaler Assets, während H.R. 8957 den Bundeseigentum und das Management von Bitcoin und anderen beschlagnahmten digitalen Assets regelt.
H.R. 8957 kann nun dem gesamten Repräsentantenhaus vorgelegt werden. Eine Plenumsabstimmung ist noch nicht angesetzt, und die Ausschusszustimmung garantiert diese nicht, da die Fraktionsführung des Hauses die Tagesordnung kontrolliert. Das Gesetz benötigt noch die Zustimmung des Repräsentantenhauses, des Senats und die Unterschrift Präsidenten, um in Kraft zu treten.
Quelle: Crypto Adventure