Kompakte Relevanz: Warum der Honda Brio RS weiterhin zählt
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Honda Brio RS gehört weiterhin zu den verbliebenen Kleinwagen mit Verbrennungsmotor in einem schrumpfenden Segment.
- •Der aktuelle Brio RS ist eine stark überarbeitete Version der laufenden Generation und behält ein sportliches Exterieur mit RS-spezifischen Details.
- •Der Innenraum ist schlicht, aber praktisch, und bietet trotz der kompakten Größe Platz für vier Erwachsene, ein Kleinkind, einen Kinderwagen und Reisetaschen.
- •Das Modell nutzt einen 1,2-Liter-i-VTEC-Motor mit CVT, leistet 89hp und 110Nm und bietet keine Honda-Sensing-Funktionen.
- •Im Metro-Manila-Verkehr erreichte er 10kpl und auf der Autobahn bis zu 15kpl, doch der Preis von P863,000 bringt ihn in die Nähe größerer Limousinen mit Hybridantrieb.

Warum der Honda Brio RS weiterhin zählt
Noch vor kurzer Zeit bedeutete grundlegende Mobilität oft einen kleinen Hatchback. Heute hat sich das geändert. Käufer wünschen sich zunehmend größere Fahrzeuge und achten zugleich stärker auf Nachhaltigkeit und Kraftstoffeffizienz. Dadurch ist das Interesse an einfachen Einstiegs-Kleinwagen deutlich gesunken, während immer mehr Hersteller größere Modelle zu fast demselben Preis anbieten.
Es gibt allerdings noch einige kleine Autos auf dem Markt, von denen viele inzwischen auf Elektroantrieb setzen. Andere bleiben beim Verbrennungsmotor, darunter der Honda Brio RS. Damit ist das Modell so etwas wie ein Prüfstein für ein Segment, das sich heute nicht nur über den Preis, sondern auch über Verpackung, Effizienz und Alltagstauglichkeit rechtfertigen muss.
Der Brio RS hat sich über zwei Generationen kaum verändert; die aktuelle Version ist eine stark überarbeitete und aktualisierte Ausführung der laufenden Generation. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn der Brio bleibt ein ansehnlicher Hatchback. Er besitzt modellierte Seitenlinien und eine sportliche Frontpartie. Das Heck wirkt klar und schlicht, während die RS-Topversion einen Heckspoiler und Seitenschweller erhält, die das Gesamtbild abrunden.
Ein bemerkenswertes Detail ist der Heckscheibenwischer, den nicht mehr alle Marken anbieten. Es ist erfreulich zu sehen, dass Honda auch in dieser Preisklasse noch Wert auf gute Sicht nach hinten legt. Die Farbe Electric Lime Metallic, die als tennisballgelb beschrieben wird, wirkt in natura nicht so gut wie auf Fotos.
Im Innenraum ist der Brio RS in jeder Hinsicht schlicht. Er bietet alles, was man braucht, und nichts darüber hinaus. Apple CarPlay und Android Auto sind vorhanden, aber der USB-Anschluss zum Verbinden des Telefons befindet sich im Handschuhfach. Das wirkt wie eine nachträgliche Lösung und führt zu einem unschön aus dem Fach herauslaufenden Kabel zum Smartphone. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine digitale Klimasteuerung und Bedienelemente am Lenkrad.
Ein Stärkenfeld des Brio ist das Platzangebot. Trotz seiner kompakten Hatchback-Abmessungen ist der Innenraum mehr als ordentlich. Vier Erwachsene und ein Kleinkind finden bequem Platz, ebenso wie ein Kinderwagen und Reisetaschen im Kofferraum. Für ein Fahrzeug dieser Größe ist das beachtlich und zeigt, warum kleine Autos für Käufer mit Bedarf an kompakten Außenmaßen weiterhin sinnvoll sein können, ohne auf Alltagstauglichkeit zu verzichten.
Angetrieben wird der Brio RS von einem 1,2-Liter-i-VTEC-Vierzylinder-Benziner mit 89hp und 110Nm Drehmoment. Die Kraft wird über ein CVT an die Vorderräder übertragen. Honda-Sensing-Funktionen sind im Brio RS nicht enthalten, dafür gibt es die grundlegenden Sicherheitsausstattungen wie ABS und Airbags.
Fahren ist der Bereich, in dem der Brio besonders überzeugend auftritt. Honda legt seit Langem Wert darauf, dass sich seine Fahrzeuge zumindest „engagiert“ fahren lassen, und der frontgetriebene Brio erfüllt genau das. Das CVT gehört zu den besseren Vertretern seiner Art und arbeitet sanft sowie recht zügig beim Beschleunigen. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch das Fehlen eines manuellen Modus. Auf ein Schaltgetriebe kann man verzichten, der Brio RS würde aber von Schaltwippen profitieren.
Dafür entschädigt er beim Handling. Die Lenkung ist überraschend gut gewichtet und vermittelt viel Gefühl, während Fahrwerk und Chassis so zusammenarbeiten, dass sich der Brio souverän durch Kurven bewegen lässt. Die Federung ist etwas straff, aber nicht unangenehm hart — verständlich, da das Unterbodenlayout für unsere schlechten Straßen verstärkt werden musste.
Der wichtigere Teil ist jedoch die Antriebseinheit. Der 1,2-Liter-Motor arbeitet gut; selbst mit vier Insassen und Gepäck hatte er mehr als genug Leistung. Schnell ist er nicht, aber ausreichend und sehr sparsam. In einem Fall steckte ich zwei Stunden im Metro-Manila-Stau, und dennoch wurden beeindruckende 10kpl angezeigt; auf der Autobahn sind bis zu 15kpl möglich. Auch wenn das nicht an Hybrid-Effizienz heranreicht, ist es für einen einfachen Verbrennungsmotor stark.
Am Ende bleibt die Frage: Hat der Brio RS noch einen Markt, und ist er für heutige Fahrer attraktiv genug? Die Antwort lautet ja und nein. Wer einen spaßigen, einfachen und ordentlich ausgestatteten Kleinwagen sucht, findet im Brio RS einen der besten Vertreter. Allerdings liegt er mit P863,000 preislich gefährlich nahe an größeren Limousinen — und einige davon bieten Hybridantriebe und mehr Ausstattung.
Letztlich hängt alles davon ab, was man möchte und braucht. Doch als grundlegende Mobilitätslösung mit einem Hauch Honda-Magie bleibt der Brio RS eine unterhaltsame, kompromisslose A-nach-B-Option.