HMRC sagt, 17.600 britische Steuerzahler hätten £1,38 Milliarden an Krypto-Gewinnen gemeldet
Wichtige Erkenntnisse
- •17.600 britische Steuerzahler erklärten für das am 5. April 2025 endende Jahr £1,38 Milliarden an steuerpflichtigen Kryptowährungsgewinnen, darunter 240 Personen mit jeweils mehr als £1 Million.
- •Dies ist das erste Mal, dass HMRC Kryptowährungsgewinne als eigenständige Kategorie ausgewiesen hat; der durchschnittliche steuerpflichtige Gewinn lag bei £78.000, und fast 90% der Meldenden waren Männer.
- •HMRC erwartet ab 2027 Daten im Rahmen des Crypto-Asset Reporting Framework der OECD, während britische Vorschriften betroffene Dienstleister verpflichten, ab Anfang 2026 Kundendaten zu erfassen.
- •Der jährliche Freibetrag für die Kapitalertragsteuer für Privatpersonen sank ab April 2024 auf £3.000, wodurch auch vergleichsweise kleinere Krypto-Veräußerungen steuerpflichtig werden, und HMRC behandelt Token-zu-Token-Swaps als Veräußerungen.
- •Die Compliance- und Bildungsaktivitäten von HMRC brachten im Haushaltsjahr 2024-25 zusätzliche £168 Millionen an Kapitalertragsteuer ein, während FCA-Forschung schätzt, dass rund 12% der britischen Erwachsenen Krypto halten.

HMRC sagt, 17.600 britische Steuerzahler hätten £1,38 Milliarden an Krypto-Gewinnen gemeldet
HM Revenue and Customs teilte mit, dass 17.600 britische Steuerzahler für das am 5. April 2025 endende Jahr £1,38 Milliarden an steuerpflichtigen Kryptowährungsgewinnen erklärt haben. Nach den am 27. August veröffentlichten Zahlen meldeten 240 Personen jeweils mehr als £1 Million an Krypto-Kapitalgewinnen.
Krypto-Gewinne erscheinen erstmals separat
Die Mitteilung ist das erste Mal, dass HMRC Kryptowährungsgewinne nach Einführung eines eigenen Abschnitts in der britischen Self-Assessment-Erklärung als eigenständige Kategorie ausgewiesen hat. Die Behörde erklärte, der durchschnittliche steuerpflichtige Gewinn aus digitalen Vermögenswerten unter den Meldenden habe bei £78.000 gelegen, während fast 90% der Steuerzahler in den Daten Männer gewesen seien.
Auf die 240 größten Meldenden entfielen £717 Millionen der Gesamtsumme. Diese Zahlen beziehen sich auf erklärte steuerpflichtige Gewinne und nicht auf das Handelsvolumen oder den gesamten in Großbritannien gehaltenen Kryptobestand. Anleger müssen weiterhin beurteilen, ob Veräußerungen, Swaps oder andere Aktivitäten Meldepflichten auslösen, wie in unserem umfassenderen Krypto-Steuerleitfaden beschrieben. Diese Frage hat sich verschärft, seit der jährliche Freibetrag für die Kapitalertragsteuer für Privatpersonen ab April 2024 auf £3.000 gesunken ist und damit vergleichsweise kleinere Veräußerungen in den steuerpflichtigen Bereich rückt; zudem behandelt HMRC den Tausch eines Tokens gegen einen anderen als eigenständige Veräußerung.
Internationaler Datenaustausch beginnt 2027
HMRC setzt den Crypto-Asset Reporting Framework der OECD um, der teilnehmende Krypto-Dienstleister verpflichtet, Kundeninformationen an Steuerbehörden zu übermitteln. Die britische Behörde erwartet, diese Daten ab 2027 zu erhalten, was ihr eine neue Möglichkeit gibt, Plattformaufzeichnungen mit Angaben einzelner Steuerzahler zu vergleichen. Der Rahmen tritt in einer Phase in Kraft, in der mehr regulierte Plattformen den Zugang zu digitalen Vermögenswerten in Großbritannien ausweiten. Zu den jüngsten Produktentwicklungen zählt das gebündelte Krypto- und Aktienangebot von Coinbase für britische Nutzer, was das Aktivitätsvolumen erhöht, das künftig durch standardisierte Meldungen erfasst werden könnte.
Compliance-Arbeit generiert bereits Einnahmen
HMRC erklärte, dass ihre Compliance- und Bildungsaktivitäten im Haushaltsjahr 2024-25 zusätzliche £168 Millionen an Kapitalertragsteuer generiert hätten. Die Behörde teilte nicht mit, wie viel dieser zusätzlichen Einnahmen speziell auf Kryptofälle entfiel.
Die neue Aufschlüsselung gibt Regulierern und Steuerzahlern dennoch eine klarere Grundlage für den Umfang der erklärten Krypto-Gewinne. Da die Meldungen durch Dienstleister noch mehr als ein Jahr entfernt sind, beruhen die aktuellen Zahlen weiterhin vor allem auf Informationen aus persönlichen Steuererklärungen. Künftige Offenlegungen könnten daher einen breiteren Datensatz liefern, sobald Börsen und Verwahrer standardisierte Aufzeichnungen direkt an teilnehmende Steuerbehörden senden.