Hashdex schließt Bitcoin-ETF DEFI nach ausbleibender Skalierung
Wichtige Erkenntnisse
- •Hashdex wird seinen in den USA notierten Bitcoin-ETF DEFI in diesem Monat schließen und liquidieren, nachdem er keine ausreichende Skalierung erreicht hat.
- •Der letzte Handelstag des Fonds ist für den 17. August angesetzt; die Anteilseigner erhalten später im August nach dem Verkauf der verbleibenden Bitcoin-Bestände Bargeld.
- •DEFI hält etwa 225 BTC und verwaltet rund 14,26 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten, was ihn zu einem der kleineren US-Spot-Bitcoin-ETFs macht.
- •Hashdex nannte geringe Handelsliquidität, Betriebskosten und Anlegerinteresse als Hauptgründe für die Schließung.
- •Die Schließung spiegelt einen breiteren Markttrend wider, bei dem sich Krypto-ETF-Vermögenswerte auf wenige große Fonds mit stärkerer Liquidität und Markenbekanntheit konzentrieren.

Hashdex schließt seinen Bitcoin-ETF (DEFI), nachdem der Fonds nicht genügend Vermögenswerte, Handelsaktivität und Anlegernachfrage anziehen konnte.
Die Schließung verdeutlicht eine breitere Herausforderung im Markt für Kryptowährungs-ETFs: Kleinere Fonds haben es schwer, mit größeren Bitcoin-ETFs zu konkurrieren, die mehr Liquidität, niedrigere Gebühren und eine stärkere Markenbekanntheit bieten.
Warum Hashdex den DEFI-Bitcoin-ETF schließt
Hashdex wird seinen in den USA gelisteten Hashdex Bitcoin ETF (DEFI) in diesem Monat liquidieren, nachdem der Fonds nicht genügend Anlegernachfrage aufbauen konnte. In einer regulatorischen Einreichung vom 3. August erklärte der Krypto-Asset-Manager, dass Handelsliquidität, Betriebskosten und Anlegerinteresse die Hauptgründe für die Schließung seien.
Nach dem letzten Handelstag am 17. August wird Hashdex die verbleibenden Bitcoin-Bestände des Fonds verkaufen und den Barbetrag später im August an die Anteilseigner ausschütten.
Der Fonds hält derzeit etwa 225 BTC und verwaltet rund 14,26 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten, was ihn zu einem der kleineren US-Spot-Bitcoin-ETFs macht.
Warum DEFI keine Skalierung erreichte
Das Problem von DEFI war nicht mangelndes Interesse an Bitcoin-ETFs. Die Nachfrage nach Bitcoin-Anlageprodukten ist seit der Genehmigung von Spot-Bitcoin-ETFs durch die US-Aufsichtsbehörden im Jahr 2024 robust geblieben.
Das Problem war der Wettbewerb. DEFI wird an der NYSE Arca unter dem Tickersymbol DEFI gehandelt und verfügt über etwa 200.000 ausstehende Anteile. Die im Vergleich kleine Vermögensbasis, die höhere Verwaltungsgebühr und die geringe Handelsaktivität erschwerten jedoch den Wettbewerb mit größeren Fonds.
Der ETF erhebt eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,94 %, die über der vieler großer Bitcoin-ETFs liegt. Laut Stockanalysis.com betrug das jüngste Handelsvolumen von DEFI nur 132 Anteile, was auf eine geringe Marktaktivität und Liquidität hinweist.
Das Produkt wurde ursprünglich 2022 als Bitcoin-Futures-ETF aufgelegt und im März 2024 nach der Genehmigung von Spot-Bitcoin-Fonds in einen Spot-Bitcoin-ETF umgewandelt. Dennoch reichte der Übergang nicht aus, um ein nennenswertes Wachstum zu erzielen.
DEFI erreichte im Mai 2025 mit rund 17,54 Millionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen seinen Höchststand, bevor die Bestände wieder zurückgingen.
Warum kleinere Bitcoin-ETFs unter Druck stehen
Die Schließung von DEFI spiegelt einen breiteren Trend im Krypto-ETF-Markt wider: Vermögenswerte konzentrieren sich zunehmend auf eine kleine Zahl großer Fonds.
Laut Stockanalysis.com sind derzeit 145 kryptobezogene ETFs am US-Markt gelistet. Davon verwalten 99 Fonds mehr als 10 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten, 46 haben die Marke von 100 Millionen US-Dollar überschritten und nur 12 haben mehr als 1 Milliarde US-Dollar erreicht.
Die Lücke zwischen den größten und den kleinsten Fonds ist erheblich. Der iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) und der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) sind die einzigen Spot-Bitcoin-ETFs mit mehr als 10 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten und verwalten ungefähr 46,5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 10,8 Milliarden US-Dollar.
Zusammen kommen IBIT und FBTC auf mehr als 57 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten – ein Größenvorteil, den kleinere Wettbewerber nur schwer erreichen können.
Welche Bitcoin-ETFs stehen unter dem größten Druck?
Die Schließung von DEFI bedeutet nicht, dass der Bitcoin-ETF-Markt schwächer wird. Vielmehr zeigt sie, dass das Überleben zunehmend von Größe, Liquidität und Bekanntheit bei Anlegern abhängen kann.
Besonders anfällig für Druck dürften Fonds mit folgenden Merkmalen sein:
- geringem verwaltetem Vermögen,
- begrenzter täglicher Handelsaktivität,
- höheren Kostenquoten,
- und kaum Differenzierung gegenüber größeren Konkurrenzprodukten.
Da Anleger weiterhin die größten und liquidesten ETFs bevorzugen, könnten kleinere Fonds zunehmend unter Druck geraten, entweder erheblich neues Vermögen anzuziehen oder eine Schließung in Betracht zu ziehen.
Warum das wichtig ist
Die Schließung des Hashdex Bitcoin ETF (DEFI) ist ein Beispiel für einen breiteren Konsolidierungstrend im Markt für Kryptowährungs-ETFs. Die Nachfrage nach Bitcoin-Anlagen bleibt stark, doch die Fähigkeit zu bestehen hängt zunehmend von Größe, Liquidität, Gebühren und Bekanntheit bei Anlegern ab.
Für kleinere Bitcoin-ETFs besteht die Herausforderung nicht mehr nur darin, ein Produkt auf den Markt zu bringen – sondern in einem Markt zu konkurrieren, in dem die größten Fonds bereits einen erheblichen Vorteil haben.