NachrichtenKryptogumi und SBI starten Krypto-Fonds über ¥3 Milliarden, während Japan den Weg für ETF-Produkte öffnet

gumi und SBI starten Krypto-Fonds über ¥3 Milliarden, während Japan den Weg für ETF-Produkte öffnet

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • SBI Crypto Fund I startet am 1. August 2026 und zielt auf ein verwaltetes Vermögen von rund ¥3 Milliarden ($18,3 Millionen); SBI Financial Services hält 51%, gC Labs 49%.
  • Japans Parlament hat Gesetze verabschiedet, die digitale Währungen ab 2027 als Finanzinstrumente einstufen und die Höchststrafe für nicht registrierte Krypto-Betreiber auf 10 Jahre Haft sowie die Geldbuße auf ¥10 Millionen anheben.
  • Gesetzgeber wollen den Krypto-Steuersatz von bis zu 55% auf 20% senken; die Änderung soll 2028 in Kraft treten.
  • SBI VC Trade meldete mehr als 2 Millionen registrierte Konten, etwa doppelt so viele wie 2025, angetrieben von Unternehmensnachfrage nach Bitcoin und XRP als Absicherung gegen einen schwachen Yen.
  • gumi hat die Einheit „Neo Crypto“ geschaffen, um seine Digital-Asset-Aktivitäten zu bündeln und sich auf mögliche Krypto-ETF-Genehmigungen in Japan vorzubereiten.
gumi und SBI starten Krypto-Fonds über ¥3 Milliarden, während Japan den Weg für ETF-Produkte öffnet

gumi Inc., ein japanisches Gaming- und Blockchain-Unternehmen, hat sich mit der SBI Group zusammengeschlossen, um den SBI Crypto Fund I aufzulegen. Der Betrieb soll am 1. August 2026 beginnen.

Der Fonds strebt ein Vermögen von rund ¥3 Milliarden ($18,3 Millionen) an und wird Staking, Hedging und Portfolio-Rebalancing als zentrale Anlagestrategien einsetzen. SBI Financial Services hält 51% der Anteile am Fonds, während gumi’s Tochtergesellschaft gC Labs die verbleibenden 49% besitzt. Zudem gehören die Daiwa Securities Group und die Yamada Securities Group zu den Investoren. Der Fonds investiert ausschließlich in Bitcoin und andere große Altcoins, die an anerkannten Börsen gehandelt werden.

gumi ist spätestens seit 2018 im Bereich digitaler Vermögenswerte aktiv. Zum 30. April 2026 beliefen sich die gesamten Krypto-Bestände des Unternehmens auf rund ¥14 Milliarden bzw. etwa $86 Millionen. Das Unternehmen will Japans größtes XRP-Treasury-Unternehmen werden.

SBI hält bereits rund 34% an gumi über eine 2022 geschlossene Kapital- und Geschäftspartnerschaft. gumi hat außerdem eine Einheit namens „Neo Crypto“ geschaffen, um alle Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte unter einem Dach zu bündeln. Die Sparte soll operative Erfahrung aufbauen und das Unternehmen auf eine mögliche Genehmigung von Krypto-ETFs in Japan vorbereiten.

gumi setzt auf Japans Krypto-Reformen

Japans Parlament hat neue Gesetze verabschiedet, die digitale Währungen nicht mehr nur als Zahlungsmittel, sondern als Finanzinstrumente einstufen. Die Gesetzesänderungen betreffen das Financial Instruments and Exchange Act sowie das Payment Services Act. Die Änderungen sollen 2027 in Kraft treten, wie Cryptopolitan bereits zuvor berichtete.

Die neuen Regeln öffnen die Tür für künftige Spot-Bitcoin-ETFs, auch wenn bislang keine solchen Produkte genehmigt wurden. Die Financial Services Agency erklärte, sie werde nun an einem geeigneten Rahmenwerk für Krypto-ETFs arbeiten.

【お知らせ】 当社子会社の株式会社gC Labsを通じて、SBIファイナンシャルサービシーズ株式会社と共同で組成した暗号資産運用ファンド「SBI Crypto Fund Ⅰ」の運営を2026年8月1日より開始することを決定いたしましたので、お知らせいたします。 — gumi公式 (@gumi_pr) July 28, 2026

【お知らせ】 当社子会社の株式会社gC Labsを通じて、SBIファイナンシャルサービシーズ株式会社と共同で組成した暗号資産運用ファンド「SBI Crypto Fund Ⅰ」の運営を2026年8月1日より開始することを決定いたしましたので、お知らせいたします。

— gumi公式 (@gumi_pr) July 28, 2026

Das Gesetz sieht zudem strengere Strafen vor. Wer eine nicht registrierte Krypto-Geschäftstätigkeit betreibt, muss nun mit bis zu 10 Jahren Haft rechnen, statt zuvor mit maximal drei Jahren. Die Höchststrafe wurde von ¥3 Millionen, rund $18.500, auf ¥10 Millionen erhöht. Außerdem wurden strengere Regeln gegen Insiderhandel eingeführt, und sowohl Krypto-Emittenten als auch Börsen müssen Anlegern und der Öffentlichkeit mehr Informationen offenlegen.

Gesetzgeber unterstützten zudem einen Plan, den Krypto-Steuersatz von bis zu 55% auf 20% zu senken, wobei diese Änderung erst 2028 wirksam wird. Nach dem neuen System gehen 15% der Steuer an die Zentralregierung und 5% an die Lokalregierungen.

Unternehmen und Nutzer treiben das Wachstum der Konten

SBI VC Trade, der Krypto-Börsenarm des in Tokio ansässigen SBI Holdings, teilte mit, dass seine registrierten Konten kürzlich die Marke von 2 Millionen überschritten haben. Das ist etwa doppelt so viel wie die 1 Million Konten im Jahr 2025. Das Unternehmen sagt, dass immer mehr Firmen Geld in Bitcoin und XRP umschichten, um ihre Exponierung gegenüber einem schwachen Yen zu verringern. Einige dieser Unternehmen geben Bitcoin oder XRP auch im Rahmen von Aktionärsvorteilsprogrammen aus.

Die Gesamtzahl der Konten umfasst sowohl die VCTRADE- als auch die BITPOINT-Plattform, die nach der Fusion von SBI VC Trade mit BitPoint Japan im April 2026 zusammengeführt wurden. Die beiden Marken sollen bis Ende Dezember vollständig zusammengeführt werden, was laut dem Unternehmen die Kosten senken und die Servicelevels angleichen soll.

Stablecoins waren ein weiterer Treiber des Wachstums. SBI VC Trade listete USDC im März 2025 und bezeichnete ihn als Japans erste Dollar-gestützte Stablecoin-Listung. Im Juni 2026 fügte die Börse Ripple’s RLUSD hinzu sowie JPYSC, einen an den Yen gekoppelten Token, den das Unternehmen als Japans ersten treuhandbasierten Yen-Stablecoin beschrieb. Zudem begann das Unternehmen, Kredite gegen Stablecoin-Bestände anzubieten.

Japans Kryptomarkt ist weiterhin kleiner als die Märkte in den Vereinigten Staaten und Südkorea, teilweise wegen der strengen Regulierung. Doch steigende Kontozahlen und wachsendes Unternehmensinteresse an Digital-Asset-Strategien deuten darauf hin, dass der Markt an Dynamik gewinnt.