Grasim bleibt der bevorzugte Cement-Titel von ICICI Securities, während die Branche kurzfristig unter Preisdruck steht
Wichtige Erkenntnisse
- •Navin Sahadeo, Analyst bei ICICI Securities, hat Grasim Industries als Top-Auswahl der Brokerage im Zementsektor benannt.
- •Grasim soll von anhaltend hohen Dividendenzahlungen durch UltraTech Cement profitieren, an dem es eine Kontrollbeteiligung hält.
- •Die sich verbessernde Performance im Farbgeschäft von Grasim und im B2B-E-Commerce stützt die Diversifizierung weg von zyklischen Zementrealisationen.
- •Für das Quartal Juli–September 2026 wird ein sequenzieller Rückgang der Zementrealisationen um 1–1,5 % prognostiziert, mit einem möglichen Rückgang des EBITDA pro Tonne um ₹200–250.

Grasim Industries ist laut Navin Sahadeo, Analyst bei der Brokerage, die bevorzugte Position von ICICI Securities im Zementsektor.
Sahadeo erklärte, er erwarte, dass UltraTech Cement, an dem Grasim eine Kontrollbeteiligung hält, weiterhin hohe Dividenden zahlen wird. Er verwies zudem auf die sich verbessernde Dynamik im Farbgeschäft von Grasim und im B2B-E-Commerce als stützende Faktoren für die Perspektive des Unternehmens. Für einen Konzern, der historisch in Zement und Fasern verwurzelt ist, stellen diese neueren Geschäftsbereiche eine breitere Diversifizierung dar, die die Abhängigkeit von zyklischen Zementrealisationen verringern soll.
Grasim Industries gehört zur Aditya Birla Group und ist in mehreren Geschäftsfeldern tätig, darunter Zement (über UltraTech Cement, Indiens größten Zementhersteller), Viskose-Stapelfaser, Chemikalien, Finanzdienstleistungen und Farben. UltraTech Cement verfügt über eine erhebliche installierte Produktionskapazität in ganz Indien und zählt weltweit zu den größten Zementherstellern nach Kapazität. Indiens Zementnachfrage ist eng mit Infrastrukturausgaben und Wohnungsbau verknüpft, wodurch die Profitabilität des Sektors sowohl von staatlichen Capex-Zyklen als auch von monsunbedingten saisonalen Abschwächungen der Aktivität abhängt.
Auf Sektorebene ist die kurzfristige Aussicht jedoch unter Druck. Den Einschätzungen des Analysten zufolge werden die Realisationen für das Quartal Juli–September 2026 (Q2FY27) voraussichtlich um 1–1,5 % gegenüber dem Vorquartal sinken, und das EBITDA pro Tonne könnte um ₹200–250 fallen. Eine solche sequenzielle Preisschwäche spiegelt typischerweise den Wettbewerbsdruck unter großen Produzenten und die schwächere Nachfrage im Monsunquartal wider – Faktoren, die Analysten beobachten, um einzuschätzen, ob der Margendruck vorübergehend ist oder in den Folgequartalen anhält.
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Quelle: CNBC-TV18