NachrichtenRohstoffe & ForexGoldman Sachs erwartet Brent-Öl im Bereich von 80 bis 90 Dollar angesichts der USA-Iran-Unsicherheit

Goldman Sachs erwartet Brent-Öl im Bereich von 80 bis 90 Dollar angesichts der USA-Iran-Unsicherheit

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Goldman Sachs erwartet, dass Brent-Öl zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel bleibt, bis Klarheit über die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran herrscht.
  • Die Ölexporte aus dem Golf sind im Vergleich zum Vorkriegsniveau deutlich zurückgegangen, was zu einer Verknappung der weltweiten Rohölverfügbarkeit beiträgt.
  • Die russischen Rohöllieferungen sind aufgrund westlicher Sanktionen und Preisobergrenzen zurückgegangen, die nach der Invasion der Ukraine verhängt wurden.
  • Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit dem Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen von 2015 eine beständige Quelle von Volatilität auf dem Ölmarkt.
  • Die Produktionsentscheidungen der OPEC+ bleiben eine zusätzliche Variable, die Marktteilnehmer neben den aktuellen Angebotsstörungen verfolgen.
Goldman Sachs erwartet Brent-Öl im Bereich von 80 bis 90 Dollar angesichts der USA-Iran-Unsicherheit

Goldman Sachs hat prognostiziert, dass die Brent-Ölpreise in einer Spanne von 80 bis 90 Dollar pro Barrel verbleiben werden, bis größere Klarheit über den Verlauf der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran herrscht.

Nach Einschätzung der Bank wird diese Preisspanne voraussichtlich Bestand haben, solange der Ausblick auf die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ungelöst bleibt. Die Prognose unterstreicht, wie die geopolitische Unsicherheit rund um die Atomgespräche weiterhin als Schlüsselvariable wirkt, die die globalen Energiemärkte beeinflusst. Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit dem Austritt der USA aus dem Atomabkommen von 2015 im Jahr 2018 eine beständige Quelle von Volatilität auf dem Ölmarkt gewesen, wobei periodische Eskalationen immer wieder Risikoaufschläge bei der Ölpreisbildung ausgelöst haben.

Die physischen Ölmärkte haben sich spürbar verengt, so Goldman Sachs, angetrieben durch reduzierte Lieferströme aus mehreren kritischen Förderregionen. Die Ölexporte aus dem Golf sind im Vergleich zu ihrem Vorkriegsniveau erheblich zurückgegangen, was die weltweite Verfügbarkeit von Rohöl einschränkt. Auch die russischen Rohöllieferungen verzeichnen einen aktuellen Rückgang, was das weltweite Angebot weiter einschränkt und zum Preisausblick des Instituts beiträgt. Die russische Förderung wurde durch westliche Sanktionen und Preisobergrenzen beeinträchtigt, die nach der Invasion der Ukraine verhängt wurden, was eine strukturelle Komponente der Angebotsbeschränkungen hinzufügt, die keine Anzeichen einer kurzfristigen Lösung erkennen lässt.

Die Kombination aus rückläufigen Golf-Exporten und geringeren russischen Lieferströmen hat die Verknappung am physischen Markt verschärft, selbst wenn nachfrageseitige Faktoren für Händler und Analysten, die die globale Energiebilanz beobachten, weiterhin im Fokus stehen. Die Produktionsentscheidungen der OPEC+, die derartige Störungen in der Vergangenheit entweder verstärkt oder ausgeglichen haben, bleiben eine weitere Variable, die Marktteilnehmer neben diesen Verschiebungen im Angebot verfolgen.

Die Prognose von Goldman Sachs spiegelt ein Marktumfeld wider, das von sich überlagernden Angebotsstörungen geprägt ist. Brent-Öl, der internationale Benchmark für Ölpreise, wird weitläufig zur Preisgestaltung von etwa zwei Dritteln der weltweiten Rohölversorgung herangezogen und gilt als wichtiger Stimmungsbarometer für die globalen Energiemärkte.

Quelle: Economic Times Markets