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Goldman Sachs bevorzugt Won, Taiwan-Dollar und Ringgit trotz Rückgängen 2026

Autor: BeInCrypto·

Wichtige Erkenntnisse

  • Goldman Sachs bevorzugt den südkoreanischen Won, den Taiwan-Dollar und den malaysischen Ringgit aufgrund KI-bezogener Export- und Investitionstrends.
  • Die Bank erwartet, dass sich Südkoreas Leistungsbilanzüberschuss in diesem Jahr nahezu auf etwa $300 Milliarden bzw. 13.9% des BIP verdoppelt.
  • Goldman prognostiziert, dass Taiwans Leistungsbilanzüberschuss 25% des BIP erreichen wird, gestützt durch Halbleiterexporte und einen größeren Handelsüberschuss.
  • Währungen von Energieimporteuren, darunter der thailändische Baht, die indonesische Rupiah und der philippinische Peso, haben schwächere Aussichten aufgrund von Faktoren wie Ölpreisen, politischen Bedenken und niedrigeren Realzinsen.
  • Trotz einer besseren Entwicklung als Energieimporteure haben alle von Goldman bevorzugten KI-bezogenen Währungen gegenüber einem Dollarindex nachgegeben, der 2026 um nahezu 3% gestiegen ist.
Goldman Sachs bevorzugt Won, Taiwan-Dollar und Ringgit trotz Rückgängen 2026

Goldman Sachs hält an einer optimistischen Einschätzung für den südkoreanischen Won, den Taiwan-Dollar und den malaysischen Ringgit fest und erklärt, der Investitionsboom im Bereich künstliche Intelligenz (KI) sei zu einem wichtigen Faktor an den asiatischen Devisenmärkten geworden.

Die Bank stuft diese drei Währungen besser ein als jene von Energieimporteuren, darunter der thailändische Baht und die indonesische Rupiah, bei denen sie weiterhin eine unterdurchschnittliche Entwicklung erwartet.

Chips und Öl spalten den Währungsausblick Asiens

Goldman nennt zwei wichtige Kräfte, die die asiatischen Makromärkte in diesem Jahr antreiben: einen Schock bei der Energieversorgung und KI-bezogene Investitionsausgaben.

Diese Unterscheidung hat eine Trennlinie zwischen Volkswirtschaften geschaffen, die Chips verkaufen, und solchen, die Öl kaufen. Für Chip-Exporteure kann eine stärkere Auslandsnachfrage Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse ausweiten und damit Zuflüsse in Fremdwährungen erhöhen. Für Ölimporteure können höhere Energiekosten die Außenbilanzen belasten, weil mehr inländisches Einkommen für importierte Brennstoffe ausgegeben wird. Goldman erwartet, dass diese Divergenz anhält, solange die KI-Investitionen intakt bleiben.

Südkorea weist nach Einschätzung der Bank den stärksten positiven Fall auf. Goldman-Ökonomen prognostizieren, dass sich der Leistungsbilanzüberschuss des Landes in diesem Jahr nahezu auf etwa $300 Milliarden verdoppeln wird, was 13.9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht.

“Reduced foreign equity outflows has lessened offset to surging current account surplus, paving way for [the won’s] rally,” schrieb die Bank in einem Bericht.

Goldman Sachs erwartet außerdem, dass sich der Taiwan-Dollar besser entwickeln wird, gestützt durch steigende Halbleiterexporte und einen wachsenden Handelsüberschuss. Die Bank prognostiziert, dass Taiwans Leistungsbilanzüberschuss in diesem Jahr 25% des BIP erreichen wird.

Obwohl die Zinssätze voraussichtlich unverändert bleiben, erwartet Goldman, dass starke Technologieexporte und hohe US-Dollar-Einlagen die Währung weiter stützen werden.

Der malaysische Ringgit ist die dritte Währung, für die die Bank optimistisch ist. Goldman nannte widerstandsfähiges, von KI getragenes Wirtschaftswachstum, eine starke Exportentwicklung und anhaltende ausländische Direktinvestitionen als Faktoren, die den Ringgit voraussichtlich unterstützen werden.

In anderen Teilen der Region sieht die Bank schwächere Aussichten. Sie erklärt, fallende Goldpreise und niedrigere Realzinsen belasteten Thailands Baht.

Indonesien steht trotz Maßnahmen zur Anziehung ausländischen Kapitals vor Fragen zu Governance und Politik. Goldman sieht zudem den philippinischen Peso weiterhin als empfindlich gegenüber hohen Ölpreisen an.

KI-bezogene Währungen sind weniger gefallen, statt gestiegen

Marktdaten zeigen, dass eine bessere Entwicklung unter den von Goldman bevorzugten Währungen keine absoluten Gewinne bedeutet. Jede Währung, die die Bank mit KI in Verbindung bringt, hat gegenüber dem Dollarindex nachgegeben, der 2026 um nahezu 3% gestiegen ist.

Der Singapur-Dollar ist in diesem Jahr um 0.28% gefallen. Der Ringgit liegt 0.67% im Minus, der Won ist um 1.64% gefallen, und der Taiwan-Dollar hat 3.05% verloren.

Energieimporteure haben sich schlechter entwickelt. Der Peso ist um 4.48% gefallen, der Baht um 5.97% und die Rupie um 6.01%. Indonesiens Rupiah verzeichnet mit 7.30% den stärksten Rückgang. Selbst die schwächste KI-bezogene Währung hat den stärksten Energieimporteur um mehr als einen Prozentpunkt übertroffen.

China bleibt die Ausnahme. Der Yuan hat in diesem Jahr 3.32% gewonnen und ist damit die einzige asiatische Währung, die gegenüber dem Greenback höher notiert. Goldman hält an einer 12-Monats-Prognose für USD/CNY von 6.50 fest und verweist auf eine Unterbewertung sowie Pekings Bemühungen, die Währung zu internationalisieren.

Nicht alle positiven Währungseinschätzungen von Goldman sind an KI gebunden. Die Bank erwartet, dass Maßnahmen der Reserve Bank of India und niedrigere Ölpreise die indische Rupie stützen werden.

Beim Singapur-Dollar bleibt Goldman neutral, nachdem die Monetary Authority of Singapore ihre Politik unverändert gelassen hat.

Der KI-Fall der Bank gilt daher speziell für drei Währungen. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil dieselben Export- und Investitionskanäle, die Won, Taiwan-Dollar und Ringgit stützen, wichtige Indikatoren wären, falls sich der KI-Investitionszyklus verändert.