Goldpreise steigen um 7 % – bester Wochengewinn seit acht Monaten
Wichtige Erkenntnisse
- •Gold verzeichnete einen Wochengewinn von 7 % – seine stärkste Leistung seit acht Monaten – angesichts einer Kombination unterstützender makroökonomischer Faktoren.
- •Weiche US-Arbeitsmarktdaten ließen die Erwartung möglicher Zinssenkungen der Federal Reserve steigen, was nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Gold historisch begünstigt.
- •Zentralbanken weltweit hielten ihre Goldkäufe aufrecht, wobei Daten des World Gold Council ein netto-offizielles Kaufvolumen auf historisch hohem Niveau ausweisen.
- •Gold erreichte 2024 Rekordhochstände, angetrieben durch anhaltende Zentralbankkäufe und den Appetit der Investoren auf Portfolio-Absicherungen inmitten globaler politikbezogener Unsicherheiten.
- •Zu den Hauptrisiken für den Aufschwung gehören ein stärkerer US-Dollar, unerwartete Verschiebungen in der Geldpolitik der Federal Reserve, nachlassende geopolitische Spannungen oder ein Rückgang der Zentralbanknachfrage.

Die Goldpreise stiegen diese Woche um 7 % und verzeichneten damit ihre stärkste Wochenleistung seit acht Monaten. Ein Zusammenspiel aus fallenden Rohölpreisen, schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten und robuster Zentralbanknachfrage stärkte die Attraktivität des Edelmetalls für Investoren.
Wesentliche Treiber des Wochengewinns
Mehrere Faktoren kamen zusammen, um den Goldpreis in der Woche nach oben zu treiben:
- Fallende Rohölpreise: Niedrigere Ölpreise verringerten in einigen Volkswirtschaften den Inflationsdruck und spiegelten gleichzeitig breitere Marktbewegungen wider, die sich für sichere Häfen wie Gold positiv auswirkten.
- Schwache US-Arbeitsmarktdaten: Weiche Arbeitsmarktzahlen ließen die Erwartung steigen, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) auf Zinssenkungen zusteuern könnte – ein Szenario, das nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Gold typischerweise begünstigt. Die Märkte beobachten US-Beschäftigungsindikatoren genau, da diese die geldpolitische Doppelauftrag der Fed hinsichtlich Inflation und Beschäftigungsmaximum beeinflussen.
- Zentralbanknachfrage: Die Goldkäufe von Zentralbanken weltweit blieben robust und stützten die Preise nachhaltig. Zentralbanken sind in den letzten Jahren stetige Käufer von Goldreserven im Rahmen breiterer Diversifikationsstrategien gewesen, wobei Institutionen wie die People's Bank of China, die Reserve Bank of India und weitere Zentralbanken aus Schwellenländern ihre Bestände aufbauten. Dieser Trend hielt auch angesichts steigender Goldpreise an, und Daten des World Gold Council zeigen ein netto-offizielles Kaufvolumen auf historisch hohem Niveau.
- Geopolitische Risiken: Anhaltende geopolitische Unsicherheiten stärkten weiterhin die Attraktivität des Goldes als sicherer Hafen.
- Hoffnungen auf Zinssenkungen: Die Markterwartung, dass die Geldpolitik weiter gelockert werden könnte, sorgte für zusätzliche Unterstützung, da niedrigere Zinsen die Opportunitätskosten der Haltung von Gold senken.
Friedensoptimismus und nachlassender Druck
Nachgebende Preise auf bestimmten Märkten angesichts von Optimismus hinsichtlich möglicher Friedensentwicklungen trugen ebenfalls zu dem sich wandelnden makroökonomischen Umfeld bei, das Gold begünstigte. Das Zusammenspiel von Rohstoffmärkten, Währungsbewegungen und geopolitischen Entwicklungen schaffte Bedingungen, die dem wöchentlichen Anstieg des Metalls förderlich waren.
Analysten sehen Potenzial für eine Wiederaufnahme des Bullenmarktes
Angesichts der Kombination unterstützender Faktoren sehen Analysten Potenzial dafür, dass Gold seinen langfristigen Bullenmarkt wieder aufnimmt. Gold gilt historisch als Absicherung gegen Inflation, Währungsabwertung und geopolitische Instabilität. Das Edelmetall erreichte 2024 Rekordhochstände, angetrieben unter anderem durch anhaltende Zentralbankkäufe und den Appetit der Investoren auf Portfolio-Absicherungen inmitten globaler politikbezogener Unsicherheiten. Beobachter achten auf die anstehenden Veröffentlichungen US-amerikanischer Wirtschaftsdaten, darunter Inflationszahlen und Arbeitsmarktberichte, als Signale für den Zeitpunkt und das Tempo möglicher Zinsanpassungen der Federal Reserve.
Risiken für den Aufschwung
Trotz der starken Wochenleistung bleiben Risiken für den Goldaufschwung bestehen. Ein stärkerer US-Dollar, unerwartete Verschiebungen in der Geldpolitik der Federal Reserve oder ein Nachlassen geopolitischer Spannungen könnten einen Abwärtsdruck auf die Preise ausüben. Darüber hinaus könnte eine Verlangsamung der Zentralbankkäufe eine wichtige Nachfragequelle schwächen.
Quelle: Economic Times Markets