NachrichtenRohstoffe & ForexGold steigt auf 3-Monats-Hoch dank schwächerem Dollar und bullischer Charttechnik

Gold steigt auf 3-Monats-Hoch dank schwächerem Dollar und bullischer Charttechnik

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Gold erreichte den höchsten Stand seit drei Monaten und legte die dritte Woche in Folge zu.
  • Analysten sahen nach dem Ausbruch über wichtige gleitende Durchschnitte ein bullisches Signal.
  • Die Nachfrage nach Gold und goldgedeckten ETFs stieg während der Rally an.
  • Silber und Platin verzeichneten im selben Handel deutlichere Gewinne.
  • Marktteilnehmer achten auf U.S.-Inflationsdaten und Fed-Entscheidungen als Hinweise für Dollar und Zinsen.
Gold steigt auf 3-Monats-Hoch dank schwächerem Dollar und bullischer Charttechnik

Gold steigt auf 3-Monats-Hoch dank schwächerem Dollar und bullischer Charttechnik

Gold kletterte am Freitag auf ein Drei-Monats-Hoch und setzte damit seine Gewinnserie mit dem dritten Wochenanstieg in Folge fort, nachdem ein schwächerer U.S.-Dollar — belastet durch Treasury-Repo-Rückkaufstrategien — dem Edelmetall Rückenwind verlieh.

Analysten stuften den Anstieg als bullisches Signal ein und verwiesen auf den deutlichen Ausbruch über wichtige gleitende Durchschnitte. In der technischen Analyse glätten gleitende Durchschnitte die Kursdaten über bestimmte Zeiträume, und ein klarer Sprung über viel beachtete Durchschnittslinien wird üblicherweise als Zeichen für zunehmendes Aufwärtsmomentum gewertet.

Die Nachfrage der Anleger nach Gold und damit verbundenen börsengehandelten Fonds (ETFs) nahm während der Rally ebenfalls zu. Mit Gold hinterlegte ETFs ermöglichen Anlegern ein Engagement in Gold, ohne das Metall physisch zu übernehmen; Veränderungen bei den Beständen werden weithin als Echtzeitindikator für die Positionierung der Anleger verfolgt. Unter den anderen Edelmetallen verzeichneten auch Silber und Platin deutliche Kursgewinne in der Sitzung.

Ein schwächerer Dollar wirkt sich in der Regel positiv auf Gold aus: Das Metall wird an den globalen Märkten in U.S.-Dollar gehandelt, sodass ein Rückgang der Währung die Kosten für Halter anderer Währungen senkt. Die Dollarschwäche stand im Zusammenhang mit U.S.-Treasury-Buyback-Strategien — Programmen, bei denen das Finanzministerium ausstehende Wertpapiere zurückkauft und damit die Liquiditätsbedingungen am Treasury-Markt beeinflusst.

Gold gilt weithin als Wertspeicher und Absicherung gegen Währungsabwertung und Inflation; sein Preis wird daher genau als Indikator für die allgemeinen Marktbedingungen beobachtet. Über Finanzinvestoren hinaus sind Notenbanken in den vergangenen Jahren laut Daten des World Gold Council beständige Nettokäufer von Gold gewesen, was der ETF-Nachfrage eine strukturelle Nachfragekomponente hinzufügt. Da Gold selbst keine Zinserträge abwirft, wird das Metall in der Marktkommentierung auch an den vorherrschenden Zinsewartungen gemessen. Silber und Platin, die sowohl Edelmetall- als auch industrielle Nachfragetreiber aufweisen, werden häufig im Gleichlauf mit Gold gehandelt. Für die weitere Entwicklung stehen üblicherweise frische U.S.-Inflationsdaten und die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve im Fokus, da beide den Dollar und das Zinsumfeld prägen, vor dessen Hintergrund unverzinsliches Gold bewertet wird.

Source: Economic Times Markets