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Gold-Futures übersteigen 4.600 US-Dollar – Dollarschwäche befeuert die Gold-Rallye

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Gold-Futures stiegen auf rund 4.648 Dollar pro Unze, während Gold im Kassageschäft nahe 4.591 Dollar notierte, nachdem es ein Dreimonatshoch bei knapp 4.601 Dollar berührt hatte.
  • Gold steuert auf den dritten Wochenanstieg in Folge zu; die Preise liegen in dieser Woche um mehr als 4 Prozent im Plus.
  • Ein schwächerer Dollar und die ausgeweiteten Käufe längerlaufender Anleihen durch das US-Finanzministerium, die die langfristigen Renditen senkten, haben Gold für Anleger mit anderen Währungen verbilligt.
  • Zentralbanken, insbesondere in Schwellenländern, sind in den vergangenen Jahren stetige Goldkäufer gewesen, während sie ihre Reserven weg vom Dollar diversifizieren – ein vom World Gold Council dokumentierter Trend.
  • Anleger beobachten das Jackson-Hole-Symposium der Federal Reserve auf Zinssignale; Gold hat seinen 200-Tage-Durchschnitt überschritten, und die Händler konzentrieren sich auf den Bereich um 4.650 Dollar.
Gold-Futures übersteigen 4.600 US-Dollar – Dollarschwäche befeuert die Gold-Rallye

Gold-Futures stiegen am Freitag über 4.600 US-Dollar pro Unze, da ein schwächerer US-Dollar und erneute Unterstützung vom Markt für US-Staatsanleihen die Nachfrage nach Gold stärkten.

US-Gold-Futures kletterten auf rund 4.648 Dollar pro Unze, während Gold im Kassageschäft nahe 4.591 Dollar notierte, nachdem es zuvor ein Dreimonatshoch bei knapp 4.601 Dollar erreicht hatte. Der Anstieg bringt Gold auf Kurs für den dritten Wochenanstieg in Folge; die Preise liegen in dieser Woche um mehr als 4 Prozent im Plus.

Dollar- und Staatsanleihenentwicklung stützt Gold

Da Gold weltweit in US-Dollar bewertet und gehandelt wird, hat ein schwächerer Dollar das Edelmetall für Anleger mit anderen Währungen verbilligt und internationale Käufer in den Markt gezogen. Entwicklungen am Markt für US-Staatsanleihen sorgten für zusätzlichen Rückenwind.

Das US-Finanzministerium hat kürzlich seine geplanten Käufe längerlaufender Staatsanleihen ausgeweitet. Dieser Schritt drückte zunächst die langfristigen Renditen und schwächte den Dollar, was günstigere Bedingungen für nicht verzinsliche Anlagen wie Gold schuf.

Zugleich erfährt Gold weiterhin Unterstützung von Bedenken hinsichtlich der US-Staatsschulden und der fiskalischen Nachhaltigkeit. Diese Sorge geht über private Anleger hinaus: Zentralbanken, insbesondere in Schwellenländern, sind in den vergangenen Jahren stetige Goldkäufer gewesen, während sie ihre Reserven weg vom Dollar diversifizieren – ein vom World Gold Council dokumentierter Trend, der eine dauerhafte Schicht offizieller Nachfrage unter die Goldrallyen gelegt hat. Anleger betrachten Gold zunehmend als Absicherung gegen Währungs- und Politikrisiken, was die Preise selbst dann stabil hält, wenn einige Renditen von US-Staatsanleihen wieder gestiegen sind.

Der Fed-Ausblick wird zum nächsten Test

Die Rally steht nun vor einem wichtigen Test durch die US-Geldpolitik. Anleger beobachten die bevorstehende Jackson-Hole-Konferenz der Federal Reserve – das jährliche Symposium der Zentralbank in Wyoming, das frühere Fed-Verantwortliche zur Ankündigung großer politischer Kurswechsel genutzt haben – auf Signale zu den Zinsen und zum weiteren wirtschaftlichen Ausblick.

Niedrigere Zinsen stützen Gold im Allgemeinen, da sie die Opportunitätskosten des Haltens eines unverzinslichen Vermögenswerts senken. Anhaltende Inflation oder stärkere Konjunkturdaten könnten die Kreditkosten jedoch hoch halten und weitere Kursgewinne bremsen.

Vorerst bleibt das Momentum positiv. Gold hat zudem seinen 200-Tage-Durchschnitt überschritten, was das bullische technische Bild unterstreicht. Händler beobachten den Bereich um 4.650 Dollar genau, um Hinweise darauf zu erhalten, ob die Rally hin zu neuen Höchstständen ausgedehnt werden kann.