NachrichtenRohstoffe & ForexGold setzt Rückgang fort, da hawkische Jackson-Hole-Äußerungen von Warsh weiter belasten

Gold setzt Rückgang fort, da hawkische Jackson-Hole-Äußerungen von Warsh weiter belasten

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Spotgold fiel am Freitag nach hawkischen Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh um mehr als 3 % auf rund 4.450 US-Dollar je Unze.
  • Die Schwäche am Montag wird durch Fortsetzungsverkauf getragen; ein neuer Nachrichtenimpuls fehlt.
  • Warsh sagte, die Fed brauche klare und ausreichende Fortschritte bei der zugrunde liegenden Inflation, bevor sie Vertrauen in den Zielpfad habe.
  • Höhere Erwartungen an eine Zinserhöhung im September ließen US-Staatsanleiherenditen und den Dollar steigen und setzten Gold unter Druck.
  • Die kommenden US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten dürften entscheiden, ob die Bewegung bei Gold vom Freitag anhält.
Gold setzt Rückgang fort, da hawkische Jackson-Hole-Äußerungen von Warsh weiter belasten

Gold wird am Montag erneut niedriger gehandelt und setzt den kräftigen Ausverkauf vom Freitag fort, ohne dass neue Nachrichten die Bewegung antreiben.

Die Schwäche scheint eine einfache Fortsetzung der Freitagssitzung zu sein, als das Spotgold nach hawkischen Äußerungen von Federal Reserve Chair Kevin Warsh in Jackson Hole um mehr als 3 Prozent auf rund 4.450 US-Dollar je Unze fiel. Der Rückgang vom Freitag machte die Wochengewinne von Gold zunichte und unterbrach eine starke August-Rally, die das Edelmetall vor der Rede auf Kurs für die beste Monatsperformance dieses Jahrhunderts gebracht hatte. Vor der Rede war Gold im Monat um mehr als 13 Prozent gestiegen.

Warshs Äußerungen unterstrichen den Fokus der Notenbank auf die Rückführung der Inflation zum Zielwert. Er sagte, die Fed brauche Zuversicht, dass sich die zugrunde liegende Inflation klar und mit ausreichender Geschwindigkeit ihrem Ziel nähert. Händler reagierten darauf, indem sie ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung im September anhoben, was die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben trieb und den Dollar stärkte, wodurch die Opportunitätskosten für das Halten von Gold ohne laufende Erträge stiegen.

Da über das Wochenende und bis in die heutige Sitzung hinein kein neuer Katalysator aufgetaucht ist, dürfte die anhaltende Schwäche bei Gold eher auf weitere Positionsanpassungen als auf eine neue Entwicklung zurückgehen. Händler scheinen den Preisanpassungen vom Freitag weiterhin nachzugehen: Einige reduzieren noch immer die während der August-Rally aufgebauten Long-Positionen, während andere angesichts weiterer Unsicherheit über den Zinspfad abwarten. Damit werden die nächsten US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten besonders wichtig für die kurzfristige Positionierung, da diese Veröffentlichungen wahrscheinlich bestimmen werden, wie viel von der Bewegung vom Freitag Bestand hat.

Der Blick richtet sich nun auf die bevorstehenden August-Daten zu Beschäftigung und Inflation, die den entscheidenden Test dafür darstellen, ob Warshs hawkische Einordnung bestätigt wird oder ob schwächere Werte den Weg für ein Verharren der Federal Reserve im September wieder öffnen. Bis dahin dürfte Gold empfindlich auf Veränderungen der Zinserwartungen und die Stärke des Dollar reagieren, wobei die heutige Sitzung kaum mehr als eine Fortsetzung der Bewegung vom Freitag liefert.