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Gold bleibt nach frühem Ausbruch über 4.200 $ stabil, während Käufer wichtige Widerstände im Blick haben

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Gold brach erstmals seit über sieben Wochen über die Marke von 4.200 $ aus und erreichte im Asienhandel ein Intraday-Hoch von 4.303 $, bevor es bei 4.260 $ schloss.
  • Der 100-Tage-Durchschnitt bei 4.393 $ und das 23,6%-Fibonacci-Retracement nahe 4.333 $ sind die wichtigsten technischen Widerstände, die weitere Zugewinne begrenzen könnten.
  • Die Dollar-Schwäche nach der gemeinsamen USD/JPY-Devisenintervention stützt Gold, da ein schwächerer Greenback das Metall für Nicht-Dollar-Halter günstiger macht.
  • Gold fiel seit dem Januar-Hoch um mehr als 28 %, bevor Käufer die Verluste nahe 4.000 $ begrenzen konnten, wodurch eine stärkere technische Verschlechterung vermieden wurde.
  • Die Asiensitzung, insbesondere Shanghai, ist wegen der wachsenden physischen Nachfrage in der Region zu einem immer wichtigeren Treiber der globalen Goldpreisfindung geworden.
Gold bleibt nach frühem Ausbruch über 4.200 $ stabil, während Käufer wichtige Widerstände im Blick haben

Gold steht in dieser Woche erneut im Zentrum der Marktaufmerksamkeit, nachdem es in der vorherigen Sitzung klar nach oben ausgebrochen war. Seit Ende Juni bewegte sich der Preis im Wesentlichen in einer Spanne zwischen 4.000 $ und 4.200 $, doch starke frühe Käufe gestern reichten aus, um Gold erstmals seit mehr als sieben Wochen über die Marke von 4.200 $ zu heben.

Im frühen Asienhandel heute sorgte eine weitere Kaufwelle für ein Intraday-Hoch von 4.303 $, bevor der Kurs wieder nachgab. Gold liegt am Tag weiterhin 0,3 % höher bei 4.260 $. Die Asiensitzung ist in den vergangenen Jahren zu einem immer wichtigeren Treiber der Goldpreisfindung geworden, wobei Shanghai und andere regionale Zentren einen wachsenden Anteil der weltweiten physischen Nachfrage ausmachen.

Das technische Bild wirkt nach dem Ausbruch über 4.200 $ konstruktiv und eröffnet kurzfristig weiteren Spielraum nach oben. Allerdings könnten mehrere nahe Widerstände die Gewinne begrenzen.

Die erste Marke ist das 23,6%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung von Januar bis Juli bei rund 4.333 $. Dieser Bereich ist nicht der wichtigste, dient Käufern aber weiterhin als Orientierungspunkt, falls sie die Dynamik von hier aus aufrechterhalten wollen. Die wichtigere Hürde ist derzeit der 100-Tage-Durchschnitt bei 4.393 $.

Gold war zuvor erstmals seit 2023 unter beide wichtigen gleitenden Tagesdurchschnitte gefallen. Dennoch gelang es Käufern, die Verluste nahe der 4.000-$-Marke einzugrenzen. Das Ausmaß des Rückgangs seit dem Januar-Hoch war erheblich, da Verkäufer den Preis um mehr als 28 % nach unten drückten, doch die technische Struktur verschlechterte sich nicht stärker.

Auf fundamentaler Seite hat sich wenig verändert. Die Lage zwischen den USA und Iran bleibt wechselhaft, und die Anleiherenditen bleiben nach dem Anstieg der Ölpreise im Juli erhöht. Golds traditionelle Rolle als sicherer Hafen bedeutet, dass geopolitische Unsicherheit dem Metall in der Regel Unterstützung bietet, während nachlassende Spannungen diese Nachfrage dämpfen können. Signale, dass die Trump-Regierung derzeit keine weitere Eskalation anstrebt, haben jedoch zu einer erneuten Risiko-on-Stimmung beigetragen, von der Gold ebenso wie andere Vermögenswerte profitiert hat.

Ein möglicherweise größerer Faktor ist der Rückgang des Dollars nach der gemeinsamen Intervention bei USD/JPY. Eine US-Beteiligung an Deviseninterventionen hat politische Implikationen, da sie faktisch signalisiert, dass die Regierung den Dollar für zu stark hält und einen schwächeren Dollar wünscht. Dieser Zusammenhang belastet die Dollarstimmung. Da Gold in Dollar notiert, macht ein schwächerer Greenback das Metall für Inhaber anderer Währungen in der Regel günstiger, was die gut dokumentierte inverse Beziehung zwischen beiden erklärt.

Mehrere Faktoren scheinen sich zu überlagern: der technische Ausbruch, robuste Käufe in der Asiensitzung, oberflächlich nachlassende Spannungen zwischen den USA und Iran, Dollar-Schwäche infolge der gemeinsamen Intervention und Rückkäufe nach der Juli-Konsolidierung.

Die technischen Grenzen haben sich nun verschoben. Käufer dürften die oben genannten Widerstände ansteuern, während Verkäufer Gold wieder unter 4.200 $ drücken müssten, um die aktuelle Dynamik zu stoppen.