NachrichtenKryptoGnosis Chain erwägt im Rahmen von GIP-153 die Aufgabe ihres Validator-Sets zugunsten der Settlement auf Ethereum

Gnosis Chain erwägt im Rahmen von GIP-153 die Aufgabe ihres Validator-Sets zugunsten der Settlement auf Ethereum

Autor: DefiLiban·

Wichtige Erkenntnisse

  • GIP-153 ist eine formelle Vorlage im Gnosis-Governance-Forum, die fragt, ob Gnosis Chain sein eigenes Validator-Set aufgeben und die Settlement auf Ethereum durchführen sollte; sie ist weiterhin in Diskussion und weder genehmigt noch umgesetzt.
  • Gnosis Chain stützt sich derzeit auf ein relativ kleines Set von Validatoren, die GNO staken, um Blöcke zu erzeugen und abzusichern; die Vorlage würde die Sicherheit und Finalität der Kette stattdessen an die Ethereum-Settlement binden.
  • Das Redesign würde Validatoren, Node-Betreiber, Bridge-Betreiber, Anwendungsentwickler und Endnutzer betreffen, doch die Vorlage legt nicht fest, wie mit bestehenden gestakten GNO-Positionen verfahren würde.
  • Die Vorlage spiegelt eine breitere Ökosystem-Verschiebung hin zum Erben der Sicherheit von Ethereum wider, teilweise angetrieben durch die günstigeren Blob-Daten, die mit EIP-4844 im März 2024 eingeführt wurden; Celo gehört zu den Netzwerken mit ähnlichen Änderungen.
  • Die letztgültige Genehmigung läge bei GnosisDAO über GNO-gewichtete Snapshot-Abstimmungen; ein verbindlicher Zeitplan oder ein vollständig ausgearbeiteter Migrationsmechanismus wurde bislang nicht festgelegt.
Gnosis Chain erwägt im Rahmen von GIP-153 die Aufgabe ihres Validator-Sets zugunsten der Settlement auf Ethereum

Gnosis Chain erwägt eine Governance-Vorlage, das eigene Validator-Set aufzugeben und die Settlement auf Ethereum durchzuführen – ein Redesign, das das Netzwerk in die von seiner Governance als Ethereum-Wirtschaftszone bezeichnete Zone führen würde. Die Diskussion läuft über GIP-153, eine formelle Vorlage im Gnosis-Governance-Forum – keine abgeschlossene Migration.

GIP-153 – nummeriert innerhalb der Gnosis-Improvement-Proposal-Reihe, die Änderungen im gesamten Gnosis-Ökosystem regelt – fragt, ob Gnosis Chain in die Ethereum-Wirtschaftszone übergehen sollte. Im Zentrum der Änderung steht das bestehende native Validator-Set-Modell der Kette, das laut Vorlage der Ethereum-Settlement weichen würde. Auch Ethereum-verbundenes Design ist der Kette nicht fremd: Sie startete 2018 als xDai Chain, eine Ethereum-Sidechain, in der mit Stablecoins bezahlt wurde, und kam 2021 durch eine Fusion in das Gnosis-Ökosystem, aus der später die heutige Gnosis Chain hervorging. Es handelt sich weiterhin um eine Vorlage im Diskussionsstadium: Die verfügbaren Belege stützen eher die Einordnung als Governance-Prozess als eine abgeschlossene Transition, und die Debatte läuft weiter im Forum-Thread, darunter auf späteren Seiten der Diskussion.

Wie sich die Settlement auf Ethereum von einem nativen Validator-Set unterscheidet

Heute stützt sich Gnosis Chain zur Erzeugung und Absicherung von Blöcken auf ein eigenes Validator-Set – eine vergleichsweise kleine Gruppe, deren Betreiber GNO staken. Gemäß der Vorlage würde die Settlement auf Ethereum die Sicherheit und Finalität der Kette an Ethereum verankern statt an ein eigenständiges Validator-Set.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie die Vertrauensannahmen des Netzwerks verändert. Eine Kette, deren Settlement auf Ethereum erfolgt, erbt die Settlement-Garantien von Ethereum, statt von Nutzern zu verlangen, einer unabhängigen Validator-Gruppe zu vertrauen. Es ist zudem die Richtung, in die sich das breitere Ökosystem bewegt: Ethereums rollup-zentrierte Roadmap und die mit EIP-4844 im März 2024 eingeführten günstigeren Blob-Daten haben die Ökonomie der Datenveröffentlichung auf Ethereum neu geformt, und mehrere etablierte Netzwerke – darunter Celo – überarbeiten ihre Designs, um die Sicherheit von Ethereum zu erben, statt eigenständige Validator-Sets zu betreiben.

Das Redesign würde mehrere Gruppen gleichzeitig betreffen: bestehende Validatoren und Node-Betreiber, deren Rolle sich ändern würde, Bridge-Betreiber, Anwendungsentwickler und Endnutzer, die von der Finalität der Kette abhängen. Da Validatoren heute GNO staken, ist das Schicksal des Validator-Sets zugleich eine Frage der Staking-Ökonomie der Kette, auch wenn die Vorlage noch nicht ausführt, wie mit gestakten Positionen verfahren würde. Ethereums eigene Settlement-Schicht bleibt der Referenzpunkt des Redesigns, und ihre Base-Layer-Ökonomie entwickelt sich weiter – einschließlich bevorstehender Upgrades, die langjährige Gas-Annahmen neu beleuchten.

Über diese übergeordneten Auswirkungen hinaus ist der zugrunde liegende Mechanismus in der verfügbaren Recherche nicht vollständig beschrieben, weshalb die Einzelheiten der Migration als ungeklärt gelten sollten.

Worauf im weiteren Transitionsprozess zu achten ist

Der klarste Kontrollpunkt ist der Governance-Weg. GIP-153 müsste von der Forendiskussion zu einer formellen Abstimmung fortschreiten, wobei Snapshot – eine Off-Chain-Abstimmungsplattform, die für Governance-Entscheidungen von Token-Haltern weit verbreitet ist – als maßgeblicher Abstimmungsort dient. Das letzte Wort liegt bei GnosisDAO, deren GNO-gewichtete Snapshot-Abstimmungen über GIP-Ergebnisse entscheiden; das konkrete Signal ist also eine dort erscheinende GIP-153-Vorlage samt der darauffolgenden Umsetzungsmeilensteine – einschließlich des Umgangs mit bestehenden Validator-Positionen.

Da Infrastrukturveränderungen auf Ethereum zunehmend prägen, wie Teams bauen – vom Enterprise-Wallet-Tooling bis zum Settlement-Design –, würde das Ergebnis hier aufzeigen, wie sich eine etablierte Kette rund um Ethereum neu positioniert. Offizielle Informationen zur Kette finden sich auf der Gnosis-Website.

Der Zeitpunkt der Umsetzung bleibt unbestätigt. Die Recherche zu dieser Vorlage ist nur teilweise verifiziert und legt keinen verbindlichen Zeitplan fest, wann – oder ob – die Validator-Set-Änderung und die Ethereum-Settlement live gehen würden.