Deutschland könnte Steuervorteil für langfristige Krypto-Anleger abschaffen
Wichtige Erkenntnisse
- •Das deutsche Finanzministerium hat eine pauschale Steuer von 25 % auf Gewinne aus Kryptowährungen vorgeschlagen, die 2028 in Kraft treten soll.
- •Nach den geltenden deutschen Regeln können Privatpersonen Kryptowährungen nach einer Haltedauer von mehr als 12 Monaten steuerfrei verkaufen.
- •Die geplante Regelung würde für Krypto-Vermögenswerte gelten, die am oder nach dem 1. Januar 2027 erworben wurden; frühere Käufe könnten möglicherweise unter den bisherigen Regeln Bestandsschutz genießen.
- •Deutschland erwartet, dass die überarbeiteten Regeln zusätzliche Einnahmen von 2,3 Milliarden US-Dollar aus der Besteuerung von Kryptowährungen generieren.
- •Da es sich weiterhin um einen Gesetzesentwurf handelt, könnten sich sein endgültiger Geltungsbereich und seine Umsetzung vor dem Inkrafttreten ändern.

Deutschland bereitet das Ende eines bedeutenden Steuervorteils für langfristige Kryptowährungsanleger vor. Das Finanzministerium schlägt laut einem von Die Welt berichteten Gesetzesentwurf ab 2028 eine pauschale Steuer von 25 % auf Gewinne aus Kryptowährungen vor.
Nach den geltenden Regeln können Privatpersonen Kryptowährungen in der Regel steuerfrei verkaufen, wenn sie diese länger als 12 Monate gehalten haben. Diese Regelung hat Deutschland zu einem attraktiven Standort für langfristige Anleger in Bitcoin und andere Kryptowährungen gemacht.
Die geplante Regelung würde für Krypto-Vermögenswerte gelten, die am oder nach dem 1. Januar 2027 erworben wurden. Vermögenswerte, die vor diesem Datum gekauft wurden, könnten laut dem berichteten Gesetzesentwurf unter den bisherigen Regeln Bestandsschutz genießen.
Da es sich weiterhin um einen Gesetzesentwurf handelt, könnten sich sein endgültiger Geltungsbereich und seine Umsetzung ändern, bevor neue Regeln in Kraft treten. Sollte die Regelung angepasst werden, erwartet Deutschland zusätzliche Einnahmen von 2,3 Milliarden US-Dollar aus der Besteuerung von Kryptowährungen. Die Änderung würde den langjährigen Steuervorteil des Landes für Anleger beseitigen, die ihre Vermögenswerte länger als ein Jahr halten, und die deutsche Regelung stärker an andere große europäische Märkte angleichen, in denen Gewinne aus Kryptowährungen unabhängig von der Haltedauer besteuert werden.