NachrichtenRohstoffe & ForexFX-Optionsverfälle für den 7. August, 10:00 Uhr New-York-Cut

FX-Optionsverfälle für den 7. August, 10:00 Uhr New-York-Cut

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die EUR/USD-Optionsverfälle auf dem Niveau von 1.1500 haben nur begrenzte technische Bedeutung und dürften die Kursbewegung vor dem US-Arbeitsmarktbericht kaum wesentlich beeinflussen.
  • EUR/USD ist unter den 100-Stunden-Durchschnitt bei 1.1529 gefallen und hat den 100-Tage-Durchschnitt bei 1.1567 nicht getestet; bei einem Rückgang nach schwachen Nonfarm-Payrolls rückt der 200-Stunden-Durchschnitt bei 1.1488 als mögliches Ziel in den Blick.
  • Händler gewinnen allmählich wieder Vertrauen darin, USD/JPY nach oben zu treiben, doch die wiederholten Warnungen der japanischen Behörden vor übermäßiger Yen-Volatilität machen ein Interventionsrisiko weiterhin relevant.
  • Der Nonfarm-Payrolls-Bericht dürfte der wichtigste marktbewegende Impuls sein, da er die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve direkt beeinflusst und oft zu deutlichen Positionsanpassungen bei Dollar-Paaren führt.
  • Ein EUR/GBP-Optionsverfall bei 0.8550 dürfte angesichts der vor der US-Datenveröffentlichung erwarteten gedämpften Handelsstimmung nur geringe Auswirkungen haben.
FX-Optionsverfälle für den 7. August, 10:00 Uhr New-York-Cut

Nur einige wenige Optionsverfälle sind heute bemerkenswert, wie unten hervorgehoben.

Der erste relevante Verfall betrifft EUR/USD auf dem Niveau von 1.1500. Größere Optionsverfälle können sich mitunter wie ein Preismagnet verhalten, wenn der Verfallstermin näher rückt — ein Effekt, der oft als „Pinning“ bezeichnet wird —, da Händler, die ihre Bücher absichern, den Kurs in Richtung des Strikes ziehen können. Diese konkreten Verfälle haben jedoch nur geringe technische Bedeutung und dürften kaum Einfluss ausüben — insbesondere, da das Paar heute in einer außergewöhnlich engen Spanne von nur 7 Pips gefangen ist, während die Märkte auf den US-Arbeitsmarktbericht warten. In der europäischen Morgensitzung könnte es zu einer gewissen Fortsetzung der Kursbewegung kommen, viel dürfte daraus aber nicht werden.

EUR/USD ist wieder unter den 100-Stunden-Durchschnitt bei 1.1529 gefallen, nachdem ein Test des 100-Tage-Durchschnitts bei derzeit 1.1567 nicht gelungen ist. Vor diesem Hintergrund könnten die Verfälle eine Art Untergrenze für weitere Abwärtsbewegungen bilden, während die technischen Marken darüber stärker im Fokus bleiben. Sollte der Nonfarm-Payrolls-Bericht eine Abwärtsbewegung auslösen, rückt der 200-Stunden-Durchschnitt bei 1.1488 in den Blick.

Die Dollar-Stimmung bleibt der entscheidende Faktor, wobei Händler allmählich wieder mehr Vertrauen fassen, USD/JPY nach oben zu drücken. Die japanischen Behörden haben wiederholt vor übermäßiger Währungsvolatilität gewarnt, und verbale oder direkte Intervention bleibt ein reales Risiko, wenn der Yen deutlich schwächer wird. Das Interventionsrisiko wird daher auch bis zum Wochenschluss ein zentrales Thema bleiben.

Hinzu kommt ein Verfall bei EUR/GBP auf dem Niveau von 0.8550. Angesichts der gedämpften Stimmung, die im europäischen Handel vor der Veröffentlichung der Nonfarm-Payrolls erwartet wird, ist hier jedoch kaum mit spürbaren Auswirkungen auf das Währungspaar zu rechnen. Auch die heutigen Verfälle dürften daher keine größere Marktbewegung auslösen.

Die Nonfarm-Payrolls zählen zu den US-Konjunkturdaten, die die Märkte pro Monat am stärksten bewegen, da sie die Erwartungen an die Politik der Federal Reserve direkt beeinflussen und in der Regel zu deutlichen Positionsanpassungen über Dollar-Paare hinweg führen. Bis zu dieser Veröffentlichung dürften die wichtigsten Währungen — unter sonst gleichen Bedingungen — ruhig und in einer Spanne bleiben.

Weitere Informationen dazu, wie diese Daten zu verwenden sind, finden Sie in diesem Beitrag hier: https://investinglive.com/Education/!/forexlive-education-option-contracts-their-impact-and-how-to-trade-off-them-20161116/