NachrichtenKryptoFireblocks-Umfrage zeigt: Europäische und britische Institutionen bevorzugen Full-Stack-Krypto-Infrastrukturlösungen

Fireblocks-Umfrage zeigt: Europäische und britische Institutionen bevorzugen Full-Stack-Krypto-Infrastrukturlösungen

Autor: Coinfomania·

Wichtige Erkenntnisse

  • Europäische und britische Institutionen verlagern sich hin zu Full-Stack-Infrastrukturlösungen für digitale Vermögenswerte, die Verwahrung, Transfer, Handel und Compliance-Funktionen unter einheitlichen Architekturen konsolidieren, anstatt sich auf verschiedene separate Anbieter zu verlassen.
  • Etwa 67 % der kontinentaleuropäischen Institutionen identifizieren Verwahrung und Wallet-Governance als ihre oberste Priorität bei der Auswahl eines Infrastrukturanbieters.
  • Sicherheit und Belastbarkeit rangieren bei 68 % der britischen Institutionen als wichtigstes Kriterium, dicht gefolgt von Verwahrungsdienstleistungen.
  • Die institutionelle Verschiebung hin zu umfassenden Lösungen erfolgt parallel zu wichtigen regulatorischen Entwicklungen, darunter die MiCA-Verordnung der EU und der Financial Services and Markets Act 2023 des Vereinigten Königreichs.
  • Die wachsende institutionelle Nachfrage nach integrierten Plattformen könnte eine Konsolidierung im Sektor der Infrastruktur für digitale Vermögenswerte vorantreiben, da Anbieter um End-to-End-Fähigkeiten konkurrieren.
Fireblocks-Umfrage zeigt: Europäische und britische Institutionen bevorzugen Full-Stack-Krypto-Infrastrukturlösungen

Fireblocks hat Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, die eine bemerkenswerte Verschiebung bei der Auswahl von Infrastrukturanbietern für digitale Vermögenswerte durch europäische und britische Institutionen aufzeigen. Laut der Analyse des Unternehmens bevorzugen Institutionen in beiden Regionen zunehmend Full-Stack-Lösungen gegenüber Punktlösungen – ein Trend, der die Wettbewerbslandschaft der Krypto-Infrastruktur neu gestalten könnte, indem er die Nachfrage nach integrierten Systemen mit erweiterten Sicherheits- und Governance-Funktionen antreibt. Die Verschiebung erfolgt, während europäische Institutionen sich auf die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) vorbereiten, die ab 2024 schrittweise in Kraft trat, und britische Unternehmen sich in einer sich entwickelnden regulatorischen Landschaft zurechtfinden, die nach dem Financial Services and Markets Act 2023 digitale Vermögenswerte unter eine klarere regulatorische Aufsicht gestellt hat.

Regionale Prioritäten weichen voneinander ab

Die Erkenntnisse zeigen, dass etwa 67 % der kontinentaleuropäischen Institutionen Verwahrung und Wallet-Governance bei der Bewertung von Infrastrukturanbietern priorisieren. Im Vereinigten Königreich platzieren 68 % der Institutionen Sicherheit und Belastbarkeit an oberster Stelle ihrer Kriterien, dicht gefolgt von Verwahrungsdienstleistungen.

Diese Betonung umfassender Lösungen signalisiert eine wachsende institutionelle Nachfrage nach integrierten Dienstleistungen, die sowohl Sicherheit als auch betriebliche Effizienz bieten. Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem der breitere Kryptomarkt gemischte Signale sendet, was die Verschiebung der institutionellen Prioritäten besonders bemerkenswert macht. Die Vorliebe für Full-Stack-Lösungen spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, bei dem Banken, Vermögensverwalter und Zahlungsunternehmen versuchen, mehrere Funktionen – Verwahrung, Transfer, Handel und Compliance – unter einheitlichen Architekturen zu konsolidieren, anstatt mit verschiedenen separaten Anbietern zu arbeiten.

Kernpunkte des Berichts

Die Ergebnisse von Fireblocks unterstreichen mehrere zentrale Themen: die Migration institutioneller Kunden hin zu Full-Stack-Lösungen, die 67 % der europäischen Institutionen, die Verwahrungs-Governance als vorrangig einstufen, die 68 % der britischen Institutionen mit Fokus auf Sicherheit, eine institutionelle Anforderung an nachweisbares Preis-Leistungs-Verhältnis und eine breitere Nachfrage nach integrierten Dienstleistungsangeboten.

Keine direkten Auswirkungen auf den Preis

Es gibt keine spezifischen Preisbewegungen oder mit Vermögenswerten verbundene Entwicklungen, die mit dem Bericht von Fireblocks in Verbindung stehen. Der Fokus liegt vollständig auf institutionellen Strategien und Infrastrukturpräferenzen.

Die Erkenntnisse weisen jedoch auf ein größeres Muster innerhalb des Kryptomarktes hin: Da Institutionen robuste, umfassende Lösungen anstelle von stückweisen Angeboten suchen, könnte der Infrastruktursektor heranreifen. Dieser strategische Ansatz bei der Einführung von Infrastruktur könnte zu einer stabileren Grundlage für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten beitragen.

Fireblocks ist ein führender Anbieter von Infrastruktur für digitale Vermögenswerte und bietet sichere Verwahrungs- und Wallet-Governance-Lösungen, die für institutionelle Kunden konzipiert sind. Das Unternehmen, das in einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 mit 8 Milliarden Dollar bewertet wurde, nutzt Multi-Party-Computation-Technologie (MPC) zur Sicherung von Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten und bedient weltweit bedeutende Finanzinstitute. Seine Forschung hat in der Kryptobranche erhebliches Gewicht, insbesondere da Institutionen regulatorische Komplexitäten und Marktschwankungen navigieren.

Weiterreichende Implikationen für den Sektor

Da Institutionen zunehmend Full-Stack-Lösungen annehmen, könnte es im Anbieterumfeld zu einer Konsolidierung bei den Unternehmen kommen, die den umfassenden institutionellen Anforderungen gerecht werden. Wettbewerber wie Anchorage Digital, Coinbase Custody und BitGo haben ebenfalls ihr Dienstleistungsangebot erweitert, um die institutionelle Nachfrage zu bedienen, was einen breiteren Branchentrend hin zu integrierten Plattformen widerspiegelt. Die inhärente Volatilität des Kryptomarktes bleibt ein Faktor, der das Tempo der institutionellen Adoption beeinflussen könnte. Weitere Entwicklungen bei den Infrastrukturpräferenzen von Institutionen könnten als Indikatoren für breitere Trends bei der Marktstabilität und der Branchenreife dienen.