Britische FCA und HTX in Vergleichsgesprächen wegen angeblich illegaler Krypto-Werbung
Wichtige Erkenntnisse
- •Die britische FCA leitete im Oktober 2025 rechtliche Schritte gegen HTX ein, weil diese angeblich gegen die 2023 festgelegten Regeln für finanzielle Krypto-Werbung verstoßen hatten.
- •Der High Court in London hat die Klage ausgesetzt, um der FCA und HTX die Verhandlung eines möglichen Vergleichs vor einer Frist Ende August zu ermöglichen.
- •Die Krypto-Marketingvorschriften der FCA verlangen von Unternehmen, dass sie autorisiert sind oder ihre Werbung genehmigt wird, dass sie klare Risikohinweise anzeigen und keine Anreize wie Empfehlungsboni anbieten.
- •Seit Inkrafttreten der Werberegeln im Oktober 2023 haben mehrere große Kryptowährungsbörsen ihre Angebote im Vereinigten Königreich geändert oder sich zur Einhaltung der Vorschriften vollständig vom Markt zurückgezogen.
- •Die Lösung dieses Falles könnte einen Präzedenzfall für die Durchsetzung der Vorschriften durch die FCA bei Offshore-Krypto-Börsen schaffen und Hinweise auf die finanziellen Zugeständnisse geben, die die Aufsichtsbehörde von nicht konformen Plattformen fordert.

Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) befindet sich in Vergleichsgesprächen mit der Kryptowährungsbörse HTX über den Vorwurf, die Plattform habe digitale Vermögenswerte unrechtmäßig bei britischen Verbrauchern beworben, wie von WuBlockchain berichtet wurde.
Die FCA hatte im Oktober 2025 ursprünglich eine Klage gegen HTX eingereicht und der Börse vorgeworfen, gegen die 2023 eingeführten britischen Vorschriften für Krypto-Marketing verstoßen zu haben. Der High Court in London hat die Verfahren ausgesetzt, um beiden Parteien die Verhandlung einer möglichen Einigung zu ermöglichen, wobei eine Frist für Ende August gesetzt wurde.
Der Fall dreht sich um die Vorschriften der FCA für finanzielle Werbung bei Krypto-Assets. Diese schreiben Unternehmen, die sich an britische Verbraucher richten, vor, dass sie autorisiert sein müssen oder ihre Werbung von einer autorisierten Partei genehmigt werden muss. Diese im Jahr 2023 festgelegten Regeln verlangen klare Risikohinweise und verbieten Anreize wie Empfehlungsboni. Das rechtliche Vorgehen der FCA gegen HTX, früher bekannt als Huobi Global, unterstreicht das Engagement der Aufsichtsbehörde für die Durchsetzung dieser Anforderungen im Sektor der digitalen Vermögenswerte und reiht die Börse in eine wachsende Liste von Plattformen ein, die unter diesem Rahmenwerk unter regulatorischen Druck geraten sind.
Die Vorwürfe gegen HTX spiegeln einen allgemeineren Trend zunehmender regulatorischer Überwachung von Kryptowährungsbörsen wider, die auf dem britischen Markt tätig sind. Die FCA, die in Großbritannien für die Aufsicht über Finanzdienstleistungen zuständig ist und das Mandat hat, Verbraucher zu schützen und die Marktintegrität zu wahren, hat eine zunehmend proaktivere Haltung bei der Überwachung von Werbepraktiken nicht registrierter Krypto-Unternehmen eingenommen. Seit Inkrafttreten der Werberegeln im Oktober 2023 haben mehrere große Börsen entweder ihre Angebote im Vereinigten Königreich angepasst, den Zugang zu bestimmten Dienstleistungen eingeschränkt oder sich zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften vollständig vom Markt zurückgezogen.
Wichtige Fakten
- Die britische FCA hat im Oktober 2025 Klage gegen HTX eingereicht.
- Die Vorwürfe umfassen Verstöße gegen die im Jahr 2023 festgelegten britischen Regeln für finanzielle Krypto-Werbung.
- Der High Court in London hat die Verfahren ausgesetzt, um Vergleichsverhandlungen zu erleichtern.
- Beide Parteien haben bis Ende August Zeit, um eine Einigung zu erzielen.
- Der Ausgang könnte beeinflussen, wie die FCA bei ähnlichen Durchsetzungsmaßnahmen gegen andere Krypto-Börsen vorgeht.
Regulatorischer Kontext
Die FCA übernahm im Oktober 2023 die Aufsicht über die Werbung für Krypto-Assets, als die britische Regierung das Marketing für digitale Vermögenswerte in das Rahmenwerk der Aufsichtsbehörde für finanzielle Werbung aufnahm. Nach diesen Regeln muss jedes Unternehmen, das Krypto-Produkte bei britischen Verbrauchern bewirbt, strenge Anforderungen erfüllen. Dazu gehören die Anzeige deutlicher Risikohinweise, die Vermeidung irreführender Aussagen und die Gewährleistung, dass Werbemaßnahmen von autorisierten Personen durchgeführt oder von einem FCA-autorisierten Unternehmen genehmigt werden.
Seit Inkrafttreten der Regeln hat die FCA zahlreiche Warnungen an Krypto-Unternehmen ausgesprochen, die gegen die Vorschriften verstoßen haben, und Durchsetzungsmaßnahmen gegen mehrere Plattformen ergriffen. Der Fall HTX stellt eines der bedeutenderen juristischen Verfahren dar, die im Rahmen dieses Regelwerks eingeleitet wurden.
Der Ausgang der Vergleichsgespräche zwischen der FCA und HTX wird von Branchenteilnehmern genau beobachtet. Er könnte signalisieren, wie aggressiv die Aufsichtsbehörde gegen nicht konforme Börsen vorgehen wird, und einen Präzedenzfall für zukünftige Fälle im Zusammenhang mit Krypto-Marketingpraktiken in Großbritannien schaffen. Ein Vergleich könnte auch Aufschluss über die finanziellen und betrieblichen Zugeständnisse geben, die die FCA möglicherweise von Offshore-Börsen verlangt, die den Zugang zu britischen Kunden aufrechterhalten möchten.