NachrichtenMakroBerichte über laute Explosionen in Jordanien, vermutlich Abfangen iranischer Raketen

Berichte über laute Explosionen in Jordanien, vermutlich Abfangen iranischer Raketen

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Über dem Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq in Jordanien gemeldete Explosionen waren vermutlich iranische Raketen, die über dem Norden des Landes abgefangen wurden.
  • Al-Azraq ist ein wichtiger Knotenpunkt für US- und Koalitionstruppen; zuvor wurde auch ein Angriff auf Jordaniens wichtigsten Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq al Salti gemeldet.
  • Die USA haben auf Irans präemptive Angriffe bislang nicht reagiert und stehen vor drei Tagen geschlossener Märkte.
  • WTI-Öl notierte 32 Cent tiefer bei 91,01 USD; die Märkte achten auf weitere Angriffe oder Lieferstörungen an der Straße von Hormuz.
  • Laut Axios entwickelt Trumps Team eine Nachkriegsstrategie zur Eindämmung Irans und zur Ausweitung der Normalisierung Israels mit seinen Nachbarn.
Berichte über laute Explosionen in Jordanien, vermutlich Abfangen iranischer Raketen

Über dem jordanischen Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq wurde eine Welle lauter Explosionen gemeldet, wie unter anderem Berichte von Ynet bestätigen. Bei den Detonationen handelte es sich vermutlich um iranische Raketen, die über dem nördlichen Teil des Landes abgefangen wurden. Al-Azraq dient als wichtiger Knotenpunkt für US- und Koalitionstruppen in der Region und ist damit ein strategisch bedeutsamer Ort im Zuge der Eskalation.

Zuvor gab es auch Berichte über Angriffe auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq al Salti, Jordaniens wichtigste Einrichtung der Luftwaffe.

Von US-amerikanischer Seite gibt es bislang keine Reaktion, was möglicherweise daran liegt, dass die Märkte geöffnet sind. Der Iran führt nun präemptive Angriffe durch, und die USA hätten drei Tage mit geschlossenen Märkten zur Verfügung, um zu reagieren, falls sie sich dazu entschließen.

An den Ölmärkten notierte WTI zuletzt 32 Cent tiefer bei 91,01 USD, nachdem die Preise im volatilen Handel an diesem Tag zwischen 88,72 USD und 92,17 USD geschwankt hatten. In der breiteren Betrachtung testen die Preise die Obergrenze der jüngsten Spanne. Der verschärfte Konflikt mit dem Iran, einem wichtigen Ölproduzenten, der an der Straße von Hormuz liegt – einem Nadelöhr für einen erheblichen Teil des weltweit gehandelten Rohöls –, hält die Energiemärkte in Anspannung. Händler achten auf weitere Angriffe oder Störungen der Lieferrouten.

Unterdessen berichtet Axios, dass Trumps Team an einer Nachkriegsstrategie arbeitet, die auf eine regionale Anstrengung zur Eindämmung Irans und auf eine Ausweitung der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und seinen Nachbarn abzielt – ein Ansatz, der auf bestehenden Abkommen nach Art der Abraham Accords in der Region aufbauen würde.

Quelle: Investinglive