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Exmar übernimmt zweites Ammoniak-Dual-Fuel-Schiff

Autor: Ship & Bunker·

Wichtige Erkenntnisse

  • Exmar hat das 46.000 m³ große Ammoniak-Dual-Fuel-Schiff Arlon von HD Hyundai Heavy Industries übernommen; Eigentümer wird Exmar France sein.
  • Arlon ist das Schwesterschiff der Antwerpen, des weltweit ersten seetüchtigen Ammoniak-Schiffs, das im Juli seine erste kommerzielle Ammoniakfahrt von China nach Indien abgeschlossen hat.
  • Das Schiff ist das zweite in einer geplanten Serie von vier ammoniakbetriebenen Schiffen für Exmars Flotte.
  • Exmar berichtet, dass Arlon die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen um bis zu 90% senkt und damit die aktuellen IMO-Ziele übertrifft.
  • Ammoniak gilt als einer der führenden Kandidaten für die Dekarbonisierung der Hochseeschifffahrt, doch seine Toxizität und der Mangel an Bunker-Infrastruktur bleiben wesentliche Hürden.
Exmar übernimmt zweites Ammoniak-Dual-Fuel-Schiff

Das maritime Transportunternehmen Exmar hat sein zweites Ammoniak-Dual-Fuel-Mitteldruck-Gasschiff von HD Hyundai Heavy Industries in Südkorea übernommen.

Das 46.000 m³ große Schiff mit dem Namen Arlon wird Exmar France gehören, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem LinkedIn-Beitrag mit.

Arlon ist das Schwesterschiff der Antwerpen, das Exmar Anfang dieses Jahres als weltweit erstes seetüchtiges Schiff übernahm, das mit Ammoniak betrieben werden kann. Bereits im Juli berichtete Ship & Bunker, dass Antwerpen seine erste kommerzielle Fahrt mit Ammoniak-Kraftstoff abgeschlossen hatte und von China nach Indien segelte.

Exmar erklärte, Arlon „erfüllt die aktuellen IMO-Emissionsreduktionsziele und übertrifft sie, indem es die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen um bis zu 90% reduziert.“ Die International Maritime Organization verabschiedete 2023 eine überarbeitete Treibhausgasstrategie, die vorsieht, die Netto-Null-Emissionen der internationalen Schifffahrt bis etwa 2050 zu erreichen, mit Zwischenzielen einer Emissionssenkung um 20–30% bis 2030 und 70–80% bis 2040 gegenüber dem Stand von 2008.

Das neue Schiff ist das zweite in einer Serie von vier geplanten ammoniakbetriebenen Schiffen für die Flotte.

Da Ammoniak-Motoren inzwischen kommerziell verfügbar werden und Reeder beginnen, entsprechende Schiffe zu bestellen, bewegt sich die Schifffahrtsbranche schrittweise darauf zu, Ammoniak als marinen Kraftstoff zu nutzen. Da Ammoniak keinen Kohlenstoff enthält, erzeugt seine Verbrennung kein CO₂, wodurch es neben Methanol und Wasserstoff zu den führenden Alternativen für die Dekarbonisierung der Hochseeschifffahrt zählt. Allerdings bleibt noch erhebliche Arbeit beim Aufbau der Bunker-Infrastruktur, da Ammoniak giftig ist und beim Umschlag und bei der Lagerung strenge Sicherheitsvorkehrungen erfordert.