EURUSD gibt von 1.1585 Widerstand nach, während der 100-Tage-Durchschnitt entscheidend bleibt
Wichtige Erkenntnisse
- •Der EURUSD stieg zum zweiten Freitag in Folge über seinen 100-Tage-Durchschnitt, doch der Ausbruch konnte sich erneut nicht halten.
- •Das Paar erreichte 1.1585 und damit fast den Widerstandsbereich bei 1.1586, der durch ein Swing-Hoch und die 50%-Korrektur definiert ist.
- •Nach dem gescheiterten Ausbruch vom vergangenen Freitag fiel der EURUSD zuvor auf 1.1511 zurück, blieb damit aber über der Unterstützung bei 1.1500.
- •Der 100-Tage-Durchschnitt bleibt der zentrale Referenzpunkt, um zu beurteilen, ob sich der jüngste Anstieg fortsetzen kann oder in einer Spanne bleibt.
- •Erholt sich der EURUSD über den 100-Tage-Durchschnitt, richten sich die Blicke zunächst auf 1.1586 und danach auf den 200-Tage-Durchschnitt nahe 1.1627.

Der EURUSD stieg während der europäischen und frühen nordamerikanischen Sitzungen deutlich an, traf dabei jedoch auf eine vertraute technische Hürde.
Zum zweiten Freitag in Folge kletterte das Paar über seinen 100-Tage-Durchschnitt, konnte die Dynamik aber nicht halten. Diesmal trieben Käufer den Wechselkurs in den nächsten wichtigen Zielbereich nahe 1.1586, wo sich die Oberseite eines Swing-Bereichs mit der 50%-Korrektur deckt. Das Hoch erreichte 1.1585 und testete dieses Niveau damit praktisch punktgenau, bevor Verkäufer das Kommando übernahmen.
Die anschließende Umkehr hat den EURUSD wieder unter den 100-Tage-Durchschnitt gedrückt und den Aufwärtsversuch damit erneut gefährdet. Damit ist der Durchschnitt mehr als nur ein weiteres Chartniveau: Er ist die Linie, anhand derer Händler beurteilen, ob sich der jüngste Anstieg ausdehnen kann oder ob das Paar weiter in derselben Spanne bleibt, die in ebenso vielen Wochen bereits zweimal begrenzt wurde.
Das Kursverhalten ähnelt stark dem Handel vom vergangenen Freitag. Auch damals stieg der EURUSD über den 100-Tage-Durchschnitt, doch der Ausbruch scheiterte. Die darauf folgende Schwäche zog das Paar schließlich gestern auf 1.1511 zurück. Dennoch blieb dieses Tief über der wichtigen Swing-Unterstützung rund um die Marke von 1.1500.
Zum Wochenausklang bleibt der 100-Tage-Durchschnitt der wichtigste Bezugspunkt. Ein Schlusskurs in der Nähe dieses Niveaus würde die Entscheidung praktisch in die kommende Woche verlagern, wobei Händler ihn wahrscheinlich als Trennlinie zwischen einem eher bullischen und einem eher bärischen technischen Bild verwenden würden.
Auf der Oberseite würde ein erneuter Anstieg über den 100-Tage-Durchschnitt 1.1586 wieder in den Fokus rücken. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde die bullische Tendenz stärken und den Weg in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts bei 1.1627 öffnen.
Auf der Unterseite würde ein Verbleib unter dem 100-Tage-Durchschnitt die Käufer unter Druck halten. Die nächsten Unterstützungszonen liegen bei den 100- und 200-Stunden-Durchschnitten nahe 1.1539, gefolgt von 1.1524. Ein Bruch darunter würde den Fokus wieder auf die wichtige Swing-Zone 1.1498–1.1506 lenken.
Vorerst ist der 100-Tage-Durchschnitt das Schlachtfeld. Oberhalb davon erhalten Käufer eine weitere Chance. Unterhalb davon steigt das Risiko, dass der Freitagsausbruch zu einem weiteren Fehlschlag wird.