FX-Optionsverfälle am 8. September: Fokus auf EUR/USD bei 1.1650 beim 10-Uhr-New-York-Cut
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein großer EUR/USD-Optionsverfall beim Strike 1.1650 ist das herausragende Niveau unter den heutigen Verfällen zum 10-Uhr-New-York-Cut.
- •Absicherungen von Händlern um stark besetzte Strikes können zu klebrigeren oder volatileren Spot-Kursbewegungen in der Nähe des Niveaus führen.
- •Der 200-Tage-Durchschnitt bei 1.1631 wirkt seit letzter Woche als Widerstand und verstärkt den 1.1650-Verfall als Barriere.
- •Ein größerer Verfall bei 1.1700 könnte nur dann an Bedeutung gewinnen, wenn EUR/USD im Laufe der Sitzung deutlich ansteigt.
- •Ein beträchtlicher USD/JPY-Verfall bei 158.00 dürfte den Spot heute kaum beeinflussen, da der Kurs weit von diesem Strike entfernt notiert.

Ein Verfallsniveau sticht unter den heutigen Devisenoptionsverfällen zum 10-Uhr-New-York-Cut hervor: EUR/USD beim Niveau 1.1650.
Der 10-Uhr-New-York-Cut ist einer der am häufigsten genutzten Verfallszeitpunkte im FX-Optionsmarkt, und große auslaufende Strikes werden von Spot-Händlern genau beobachtet, da Händler, die ihre Optionsbücher absichern, dem Niveau beim Herannahen oft entgegenwirken. Auslaufende Optionen bei diesem Strike können zusätzliche Zwei-Wege-Flows anziehen, wenn sich der Spot dem Niveau nähert, was zu klebrigeren und/oder volatileren Kursbewegungen um 1.1650 führen könnte.
Auch ein technischer Faktor spielt eine Rolle. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.1631 und wirkt als Widerstand, der das Aufwärtspotenzial von EUR/USD seit letzter Woche begrenzt hat. Wenn ein stark besetzter Optionsstrike mit einem bekannten technischen Niveau zusammenfällt, können sich beide gegenseitig als Magnet oder Barriere für den Spot verstärken. Diese technische Barriere sollte zusammen mit den Verfällen dazu beitragen, die Kursbewegungen in der kommenden Sitzung einzudämmen – von größeren Überraschungen abgesehen.
Einen größeren Verfall gibt es beim Niveau 1.1700, der derzeit jedoch noch nicht unmittelbar relevant ist. Er könnte nur dann an Bedeutung gewinnen, wenn EUR/USD im Laufe der Sitzung deutlich anzieht, weshalb er im Blick zu behalten ist.
Neben den EUR/USD-Verfällen steht heute auch ein beträchtlicher USD/JPY-Verfall an der Tafel beim Niveau 158.00. Da der Spot jedoch weit von diesem Strike entfernt notiert, dürfte der Verfall unter normalen Bedingungen kaum praktischen Einfluss auf den heutigen Spot-Markt haben – die Größe allein reicht nicht aus. Grundsätzlich wird ein Verfall nur dann zum relevanten Spot-Marktfaktor, wenn der Spot nahe am Strike notiert; sein Einfluss verpufft, sobald die Option ausläuft und die zugehörigen Absicherungen abgebaut werden.
Weitere Hinweise zur Interpretation dieser Daten finden Sie im erläuternden Beitrag hier und/oder in der untenstehenden Q&A.