NachrichtenMakroWood Mackenzie: Geplante heimische Wechselrichterproduktion könnte US-Solarbedarf angesichts des FCC-Verbots ausländischer Produkte decken

Wood Mackenzie: Geplante heimische Wechselrichterproduktion könnte US-Solarbedarf angesichts des FCC-Verbots ausländischer Produkte decken

Autor: Solar Power World·

Wichtige Erkenntnisse

  • Wood Mackenzie prognostiziert, dass bis 2028 mehr als 100 GWAC neu angekündigte heimische Solarwechselrichter-Fertigungskapazität mit der Produktion beginnt, sofern alle geplanten Erweiterungen realisiert werden.
  • Die FCC verbot neue ausländische Wechselrichterimporte aufgrund nationaler Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Cybersicherheitsrisiken und Abhängigkeit von überseeischen Lieferanten.
  • Chinesische Wechselrichter hielten 2024 und 2025 einen Anteil von 50 % am US-Wechselrichtermarkt, während über 90 % der in US-amerikanischen Gewerbe- und Großprojekten eingesetzten Wechselrichter aus China und anderen ostasiatischen Quellen importiert wurden.
  • Heimische Wechselrichter werden kurzfristig voraussichtlich höhere Preise aufweisen als ausländische Importe, doch die Preisaufschläge könnten sich stabilisieren, wenn die Fertigungssteuergutschrift nach Section 45X ausläuft und der heimische Wettbewerb zunimmt.
  • Die aktuelle Verbotsdefinition der FCC konzentriert sich auf drahtlose Kommunikation, was Unklarheiten darüber lässt, ob verkabelte großtechnische Zentralwechselrichter und Firmware-Updates für bereits installierte ausländische Wechselrichter in ihren Geltungsbereich fallen.
Wood Mackenzie: Geplante heimische Wechselrichterproduktion könnte US-Solarbedarf angesichts des FCC-Verbots ausländischer Produkte decken

Heimische Hersteller könnten die US-Nachfrage nach Solarwechselrichtern decken, wenn alle geplanten Fertigungserweiterungen abgeschlossen sind, laut einer Marktanalyse von Wood Mackenzie. Die Bewertung folgt auf das Verbot der FCC für neue ausländische Wechselrichterprodukte, das nationale Sicherheitsbedenken hinsichtlich Cybersicherheit und wirtschaftlicher Abhängigkeit von überseeischen Lieferanten anführte.

Wechselrichter, die den von Solarpanels erzeugten Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom umwandeln, sind kritische Komponenten in Wohn-, Gewerbe- und großtechnischen Solaranlagen. Das Verbot stellt eine der aggressivsten US-Eingriffe in die Lieferkette dar, die auf eine spezifische Solar-Hardwarekategorie abzielen.

Mehr als 100 GWAC neu angekündigter Solarwechselrichter-Fertigungskapazität sollen vor 2028 mit der Produktion beginnen.

Joe Shangraw, Research Analyst bei Wood Mackenzie, wies auf die Unklarheiten hinsichtlich des Geltungsbereichs des Verbots hin. „Die Absicht der FCC ist hier klar. Die US-Regierung hat festgestellt, dass die Abhängigkeit der USA von ausländischen Wechselrichtern ein nationales Sicherheitsrisiko darstellt, und dabei sowohl Cybersicherheits- als auch wirtschaftliche Bedenken angeführt. Die aktuelle Definition von ‚Leistungswechselrichtern' im Verbot, die auf drahtlose Kommunikation ausgerichtet ist, lässt jedoch ernsthafte Fragen offen, wie umfassend sie angewendet wird, insbesondere bei großtechnischen Zentralwechselrichtern, die über Kabelverbindungen betrieben werden", sagte Shangraw.

„Künftige Leitlinien der FCC werden entscheidend sein, um das volle Ausmaß dieses Verbots zu verstehen. Führende Hersteller informieren ihre Kunden, dass sie davon ausgehen, dass ihre Produkte nicht in den Geltungsbereich dieses Verbots fallen, während Projektbetreiber befürchten, dass ihre vorhandenen Wechselrichter von kritischen Firmware-Updates ausgeschlossen werden könnten", fügte Shangraw hinzu.

Nach den Erkenntnissen von Wood Mackenzie wurden mehr als 90 % der 200 GWAC an PV-Wechselrichtern, die in US-amerikanischen Gewerbe- und Großprojekten eingesetzt wurden, aus China und anderen ostasiatischen Quellen importiert. Chinesische Wechselrichter hielten 2024 und 2025 einen Anteil von 50 % am US-Wechselrichtermarkt. Die Maßnahmen der FCC reihen sich in ein breiteres Muster von US-Restriktionen gegenüber mit China verbundener Technologie in den Bereichen Telekommunikation, Netzinfrastruktur und nun auch Solar-Hardware ein.

Kurzfristig geht das Unternehmen davon aus, dass in den USA produzierte Wechselrichter aufgrund höherer Arbeits- und Produktionskosten teurer sein werden als ausländische Importe. Da die in Rahmen des Inflation Reduction Act geschaffene Steuergutschrift für fortschrittliche Fertigung nach Section 45X jedoch ausläuft und der heimische Wechselrichterwettbewerb intensiver wird, könnten sich diese Preisaufschläge stabilisieren.

„Der Preisaufschlag für heimische Wechselrichter ist ein realer Gesichtspunkt für Projektbetreiber, aber er bietet Sicherheit in der Lieferkette — nicht nur hinsichtlich dieses FCC-Verbots, sondern auch hinsichtlich künftiger politischer Maßnahmen, die Importe weiter einschränken könnten", sagte Shangraw. „Wenn sich dies als eine bedeutende Marktverschiebung erweist, sind die USA besser positioniert als je zuvor, um die neue heimische Nachfrage zu bedienen. Wir prognostizieren, dass der heimische Markt für PV/PCS-Wechselrichterfertigung bis Ende 2027 mehr als 100 GW AC an Kapazität liefern kann."

Branchenbeteiligte warten nun auf die bevorstehenden Definitionsleitlinien der FCC, die bestimmen werden, ob das Verbot nur drahtlos verbundene Wechselrichter abdeckt oder auch auf verkabelte großtechnische Systeme erstreckt, und ob Firmware-Updates für bereits installierte ausländische Wechselrichter zugelassen werden.

Der ursprüngliche Artikel wurde von Solar Power World veröffentlicht, basierend auf einer Pressemitteilung von Wood Mackenzie. Weitere Hintergründe zum FCC-Verbot finden sich in der früheren Berichterstattung von Solar Power World.