NachrichtenMakroBerichte verweisen auf Führungs- und Fundraising-Probleme von DNC-Chef Ken Martin vor den Zwischenwahlen 2026

Berichte verweisen auf Führungs- und Fundraising-Probleme von DNC-Chef Ken Martin vor den Zwischenwahlen 2026

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • The New York Times berichtete, dass der D.N.C.-Vorsitzende Ken Martin innerhalb der Parteiorganisation zunehmend isoliert sei.
  • Ein mutmaßlicher Vorfall Anfang Juli mit Martin und einem Junior-Mitarbeiter führte zu einer formellen Beschwerde bei der Personalabteilung des D.N.C.
  • Das D.N.C. steht wegen seiner verzögerten und unvollständigen Aufarbeitung der Präsidentschaftswahl 2024 in der Kritik.
  • Das D.N.C. ist mit $2 million verschuldet, während das Republican National Committee über $128.5 million an Barmitteln verfügt.
  • Demokratische Quellen äußerten außerdem Bedenken zu Wahltechnologie, Schutzmaßnahmen für Briefwahl und Sicherheitsrisiken für Datensysteme der Partei.
Berichte verweisen auf Führungs- und Fundraising-Probleme von DNC-Chef Ken Martin vor den Zwischenwahlen 2026

Präsident Donald Trump und die Republikanische Partei gehen dem Quellartikel zufolge politisch geschwächt in den Zwischenwahlzyklus 2026, doch die Demokraten sehen sich internen Problemen gegenüber, die mit berichteten Turbulenzen unter dem Vorsitzenden des Democratic National Committee, Ken Martin, verbunden sind.

Shane Goldmacher und Reid J. Epstein von The New York Times berichteten am Sonntag, dass der 53-jährige Martin innerhalb der Parteiorganisation zunehmend isoliert sei. „At the center is Ken Martin, the 53-year-old party chairman, who has found himself increasingly isolated, gripped by the fear that he will lose his job and relying on a vanishingly small circle of people he trusts, according to interviews with more than two dozen Democrats, including current and former D.N.C. officials and members,“ schrieben sie. „Most of them spoke on the condition of anonymity to discuss the party’s troubled state of affairs.“

Goldmacher und Epstein berichteten außerdem über einen Vorfall Anfang Juli mit einem Junior-Mitarbeiter. „Mr. Martin’s fraying nerves are showing. In a pique of frustration in early July, he threw his phone at the desk of a junior aide while upbraiding the person. The phone-tossing incident resulted in a formal complaint to the D.N.C.’s human resources department.“

Der Times zufolge führte die mutmaßliche Episode mit dem geworfenen Telefon dazu, dass Vertreter der Personalabteilung des D.N.C. mit Martin über die Angelegenheit sprachen. Der Bericht beschrieb den Vorfall als eines von mehreren Problemen während Martins kurzer Amtszeit an der Spitze der Organisation. Er wurde dafür kritisiert, die Veröffentlichung einer Aufarbeitung der Präsidentschaftswahl 2024 verzögert und anschließend eine unvollständige, kommentierte Fassung veröffentlicht zu haben. Er ist nur selten in den Medien aufgetreten, die Stimmung unter den Beschäftigten wird weithin als schlecht beschrieben, und die Organisation ist von Leaks betroffen. Martin soll zudem ständig die Befürchtung haben, entlassen zu werden.

Die Finanzlage des D.N.C. ist ein weiteres wichtiges Problem, insbesondere weil Ressourcen der nationalen Partei während Zwischenwahlzyklen dazu beitragen können, Wähleransprache, Datenoperationen und die Unterstützung von Wahlkampfausschüssen im Kongress zu finanzieren.

„None of the party’s problems are more acute than money,“ berichtete die Times. „For more than a decade, the D.N.C. has transferred millions of dollars every election to sister committees responsible for winning the House and Senate. But the national party is now so short on cash — even after taking out a $15 million loan last year — that officials have privately conveyed to congressional leadership that there will be no such transfers in 2026.“

Die Republikaner liegen den Angaben der Times zufolge trotz schwacher Umfragewerte beim Fundraising deutlich vor den Demokraten.

„New financial reports released this week revealed the depth of the D.N.C.’s financial hole,“ berichtete die Times. „The party is $2 million in debt, while the Republican National Committee has $128.5 million in cash on hand. The party that holds the White House almost always raises more money into its party coffers, but this year’s chasm is extraordinarily large.“

Quellen, die im Juni mit AlterNet sprachen, äußerten ebenfalls Bedenken hinsichtlich Martins Führung der Demokratischen Partei. Eine anonyme Quelle, beschrieben als langjähriges Mitglied des DNC Women’s Caucus, sagte AlterNet, Martin habe nichts unternommen, um die Briefwahl vor Trumps berichteten Versuchen zu schützen, sie zu unterdrücken. Die Quelle sagte außerdem, Martin habe es abgelehnt, von elektronischer Stimmabgabe auf Papierbelege umzustellen, was nach Ansicht der Quelle für Trump und andere Republikaner schwerer zu manipulieren wäre.

Die „Autopsie“ der Partei vom Mai räumte Bedenken hinsichtlich der Technologie ein und stellte fest, dass „any assessment of the state of technology in the Democratic party would be incomplete without an acknowledgement that comprehensive data warehouses like Phoenix represent an irresistible target for hackers and other bad actors seeking to undermine the integrity of the modern political process.“