NachrichtenAktienDiana Shipping reduziert Genco-Beteiligung unter 10 Prozent

Diana Shipping reduziert Genco-Beteiligung unter 10 Prozent

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Diana Shipping verkaufte am 1. und 2. September 275.000 Genco-Aktien für rund 7,26 Mio. USD und senkte damit seine Beteiligung auf etwa 9,5 %.
  • Die SEC-Einreichung bestätigt, dass Diana nicht mehr 10-%-Begünstigter ist, was die laufenden Berichtspflichten beim Ausstieg aus der Position verringert.
  • Seit der Aufgabe des Übernahmeversuchs am 14. August hat Diana rund 2,13 Mio. Genco-Aktien für etwa 56,8 Mio. USD verkauft und seine Beteiligung von 6,26 Mio. auf 4,13 Mio. Aktien reduziert.
  • Analysten der SEB zufolge ist Genco seit dem Rückzug des Angebots um rund 4 % gestiegen und liegt damit hinter Trockenmassenfracht-Peers wie Star Bulk, CMB.TECH und Himalaya Shipping zurück, die zwischen 8,5 % und 9,7 % zulegten.
  • Diana beendete seine neunmonatige Übernahmekampagne nach gescheiterten Bewertungensgesprächen; die verbliebene Position könnte die kurzfristige Aktienperformance von Genco weiter belasten.
Diana Shipping reduziert Genco-Beteiligung unter 10 Prozent

Diana Shipping hat seine Beteiligung an Genco Shipping & Trading unter 10 % reduziert und setzt damit den raschen Abbau der Position nach dem Scheitern des Übernahmeversuchs im vergangenen Monat fort.

Eine aktuelle SEC-Einreichung zeigt, dass Diana am 1. und 2. September weitere 275.000 Genco-Aktien für rund 7,26 Mio. USD verkaufte. Der in Athen ansässige Reeder veräußerte am 1. September 125.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 26,02 USD, gefolgt von zwei Blöcken zu je 75.000 Aktien zu 26,64 USD und 26,73 USD am Folgetag.

Nach den Transaktionen hält Diana noch rund 4,13 Mio. Genco-Aktien, was etwa 9,5 % des Unternehmens entspricht. Die SEC-Einreichung weist ausdrücklich darauf hin, dass Diana nicht mehr ein 10-%-Begünstigter (Beneficial Owner) ist, und dient als Abschlussmeldung nach den einschlägigen Meldevorschriften. Das Unterschreiten dieser Schwelle ist für die Berichterstattung relevant: Nach US-Vorschriften müssen Anleger, die mehr als 10 % eines börsennotierten Unternehmens halten, Transaktionsberichte unverzüglich einreichen; der Abstieg unter diese Marke verringert Dianas laufende Berichtspflichten bei der Fertigstellung des Ausstiegs.

Es handelt sich um die vierte Verkaufsrunder seit Diana sein Genco-Angebot am 14. August zurückzog. Wie Splash letzte Woche berichtete, verkaufte Diana am 21. und 24. August 1,2 Mio. Aktien für gut 32 Mio. USD und reduzierte damit seine Position von rund 14,4 % auf 11,62 %. Anschließend wurden am 25. August weitere 648.256 Aktien sowie am 27. und 28. August 10.707 Aktien verkauft, bevor die jüngste Veräußerung über 275.000 Aktien folgte.

Insgesamt hat Diana seit der Aufgabe der Übernahme rund 2,13 Mio. Genco-Aktien verkauft und dabei auf Basis der gemeldeten Transaktionspreise etwa 56,8 Mio. USD eingenommen. Sein Bestand sank in weniger als drei Wochen von rund 6,26 Mio. Aktien auf 4,13 Mio.

Analysten der SEB erklärten, dass sich die Verkäufe in Gencos relativer Aktienperformance bemerkbar machen. Seit Diana sein Angebot am 14. August zurückzog, legte Genco um rund 4 % zu – verglichen mit Anstiegen zwischen 8,5 % und 9,7 % bei ausgewählten Trockenmassenfracht-Peers wie Star Bulk, CMB.TECH und Himalaya Shipping. Die Bank sagte, Dianas verbliebene Position von 4,1 Mio. Aktien könnte die kurzfristige relative Performance von Genco weiter belasten, falls der Verkauf fortgesetzt wird.

Diana beendete im August seine neun Monate dauernde Übernahmeoffensive, nachdem es den Parteien nicht gelungen war, eine große Bewertungslücke zu überbrücken. Der griechische Reeder erklärte, Gencos Gegenvorschlag habe etwa 36,91 USD je Aktie betragen, während Genco Dianas Darstellung der vorgeschlagenen Bedingungen bestritt. Das gescheiterte Angebot und der anschließende Ausstieg beschließen einen seltenen öffentlichen Konsolidierungsversuch im fragmentierten Trockenmassenfrachtsektor, in dem die meisten Reeder fest in Familienbesitz sind und unternehmensübergreifende Fusionen historisch selten waren. Für Beobachter der griechischen Schifffahrt signalisiert das Tempo von Dianas Verkäufen, dass die Beteiligung vor allem ein Vehikel für den Deal war und keine langfristige strategische Beteiligung. Künftige Entwicklungen hängen nun davon ab, wie Diana die eingenommenen rund 56,8 Mio. USD einsetzt.

Quelle: Splash247