DEX-Handelsvolumen erreicht Rekordstand von 24 % des CEX-Volumens im Juli 2026, berichtet WuBlockchain
Wichtige Erkenntnisse
- •Das DEX-Handelsvolumen erreichte im Juli 2026 24 % des CEX-Volumens – das höchste seit Beginn der Erfassung im Jahr 2019 gemessene Verhältnis.
- •Das DEX-zu-CEX-Verhältnis lag während eines Großteils des Jahres 2024 unter 10 % und erreichte im Jahr 2026 zuvor einen Durchschnitt zwischen 18 % und 21 %, bevor es den neuen Rekord markierte.
- •Zentrale Börsen machen seit 2019 durchgängig etwa 95 % des gesamten Kryptowährungshandelsvolumens aus.
- •Händler nennen niedrigere Gebühren, weniger Handelsbeschränkungen und die Möglichkeit der Selbstverwahrung von Geldern als Vorteile, die die DEX-Adoption vorantreiben.
- •Der Zusammenbruch von FTX im November 2022 und anschließende Durchsetzungsmaßnahmen gegen große CEX-Betreiber verschärften die Diskussionen über Selbstverwahrung und On-Chain-Handel.

Das Handelsvolumen an dezentralen Börsen (DEX) erreichte im Juli 2026 24 % des Volumens zentraler Börsen (CEX), wie aus einem Tweet von @WuBlockchain hervorgeht. Dies markiert das höchste DEX-zu-CEX-Verhältnis seit Beginn der Erfassung im Jahr 2019.
Daten hinter dem Meilenstein
Die von The Block und DefiLlama zusammengestellten Zahlen zeigen, dass das DEX-Volumen im Juli 2026 auf 24 % des CEX-Volumens anstieg – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Werten unter 10 % während eines Großteils des Jahres 2024. Das DEX-Volumen verzeichnete im Jahr 2025 ein stetiges Wachstum, wobei das Verhältnis im Jahr 2026 durchschnittlich zwischen 18 % und 21 % lag, bevor es den neuen Rekord erreichte.
Die DEX-Handelsvolumina werden durch die Aggregation von On-Chain-Swap-Ereignissen mithilfe der Methodik von DefiLlama erfasst. Zentrale Börsen hingegen haben den Kryptowährungshandel stets dominiert und machen seit 2019 etwa 95 % des gesamten Handelsvolumens aus.
Strukturelle Unterschiede zwischen DEX und CEX
Dezentrale Börsen ermöglichen den direkten Peer-to-Peer-Handel ohne Vermittler und ermöglichen es den Nutzern, während des gesamten Transaktionsprozesses die Verwahrung ihrer Gelder zu behalten. Dieses Modell steht im Gegensatz zu zentralen Börsen, bei denen Nutzer ihre Vermögenswerte an einen Drittverwahrer übertragen müssen, um Trades auszuführen. Der Anstieg der DEX-Nutzung geht mit einem allgemeinen Interesse an dezentralen Finanzdiensten (DeFi) einher, da Händler Faktoren wie niedrigere Gebühren und weniger Handelsbeschränkungen als Vorteile dezentraler Plattformen anführen.
Die DEX-Landschaft hat sich seit der Popularisierung des Automated-Market-Maker-Modells (AMM) durch Uniswap in den Jahren 2018 und 2019 deutlich weiterentwickelt. Dieses Modell ersetzte traditionelle Orderbücher durch Liquiditätspools und algorithmische Preisfindung. Nachfolgende Innovationen, darunter die konzentrierte Liquidität, die 2021 mit Uniswap v3 eingeführt wurde, ermöglichten es Liquiditätsbereitstellern, Kapital innerhalb bestimmter Preisspannen zuzuweisen und die Kapitaleffizienz zu verbessern. Plattformen wie Curve, PancakeSwap und verschiedene Layer-2-DEXs haben seitdem die Auswahl an Handelsorten über mehrere Blockchains hinweg erweitert.
Marktkontext
Die Verschiebung hin zu dezentralen Börsen erfolgt vor dem Hintergrund gemischter Bedingungen auf dem breiteren Kryptowährungsmarkt. Die verschärfte Überprüfung zentraler Börsen nach dem Zusammenbruch von FTX im November 2022 und anschließende Durchsetzungsmaßnahmen gegen große CEX-Betreiber verstärkten die Diskussionen über Selbstverwahrung und On-Chain-Handel. Der wachsende DEX-Anteil an der gesamten Handelsaktivität spiegelt sich wandelnde Präferenzen der Händler wider, obwohl die genauen Treiber hinter diesem Trend mehrere Faktoren umfassen. Zentrale Börsen bleiben nach wie vor die wichtigsten Handelsorte für Kryptowährungen nach Gesamtvolumen.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.