NachrichtenAktienDell steigt wegen AI-Server-Nachfrage, während GitLab zulegt und Palo Alto fällt

Dell steigt wegen AI-Server-Nachfrage, während GitLab zulegt und Palo Alto fällt

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • Dell Technologies meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von $47 billion, hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf rund $192 billion an und erhöhte die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie auf $25.50.
  • Dell sagte, im Quartal etwa $60 billion an AI-Server-Bestellungen erhalten zu haben und mit einem Auftragsbestand von nahezu $95 billion abgeschlossen zu haben.
  • Die Quartalszahlen von GitLab übertrafen die Erwartungen, mit einem Umsatz von $286.3 million und einem Rekord bei den gross bookings.
  • Credo Technology fiel trotz 115% Umsatzwachstum um etwa 20%, da sich Anleger auf die niedrigere Bruttomarge und den kurzfristigen Ausblick konzentrierten.
  • Palo Alto Networks sank nach Übertreffen der Gewinnerwartungen und der Ankündigung der Übernahme der AI-Sicherheitsplattform Console um rund 9% bis 11%.
Dell steigt wegen AI-Server-Nachfrage, während GitLab zulegt und Palo Alto fällt

Die Wall Street beendete am Mittwoch eine dreitägige Verlustserie, angeführt von starken Ergebnissen von Dell Technologies und GitLab.

Der Dow legte um etwa 0,6% zu, während der S&P 500 und der Nasdaq jeweils rund 0,5% gewannen. Nvidia stieg um 4% bis 5%, gestützt von Dells starken Zahlen im AI-Server-Geschäft.

Nicht alle Technologieaktien schlossen sich der Rally an. Credo Technology und Palo Alto Networks fielen beide deutlich und unterstrichen, wie schnell Anleger selbst in Bereichen, die von hohen AI-Ausgaben profitiert haben, jede Form von nachlassender Dynamik bestrafen.

Dells AI-Server-Geschäft treibt Rekordzahlen an

Dell Technologies war der wichtigste Marktimpuls des Tages. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von $47 billion, ein Plus von 58% gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Erwartungen der Wall Street.

Dell erhöhte den Jahresumsatzausblick um $25 billion und setzte die Prognose damit auf rund $192 billion. Auch die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf $25.50 angehoben.

Ein großer Teil des Wachstums wird vom AI-Server-Geschäft getragen. Das Unternehmen sagte, es habe im Quartal etwa $60 billion an AI-Server-Bestellungen erhalten und das Quartal mit einem Auftragsbestand von nahezu $95 billion beendet.

Die Dell-Aktie sprang nach den Nachrichten zeitweise um bis zu 11% nach oben. Auch Nvidia legte zu, da Dells AI-Server stark auf Nvidia-Chips angewiesen sind und damit die Hardware-Lieferkette für Anleger, die die Nachfrage nach AI-Infrastruktur verfolgen, im Fokus bleibt.

GitLab legt zu, da Befürchtungen über AI-Störungen nachlassen

Die Aktie von GitLab stieg um 12% bis 15%, nachdem das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt hatte, die die Erwartungen übertrafen.

Der Umsatz erreichte $286.3 million und lag damit 21% höher als im Vorjahr. GitLab meldete außerdem einen Rekord bei den gross bookings sowie ein Wachstum des net annual recurring revenue von mehr als 40%.

Anleger hatten das Unternehmen inmitten einer anhaltenden Debatte genau beobachtet, ob AI-Tools die Nachfrage nach Softwareentwicklungsplattformen verringern werden.

CEO Bill Staples widersprach dieser Sorge und sagte, dass mehr AI-generierter Code den Bedarf an Sicherheits-, Governance- und Orchestrierungstools tatsächlich erhöht.

Die Zahlen gaben Anlegern eine positivere Sicht auf Softwareunternehmen, die mit AI-bezogenem Wettbewerb konfrontiert sind, insbesondere da der Markt nach Hinweisen darauf sucht, ob die AI-Adoption die Softwarenachfrage verändert oder lediglich neue Risiken hinzufügt.

Credo und Palo Alto geben trotz starker Zahlen nach

Credo Technology meldete einen Umsatz von $479 million, ein Plus von 115% gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei $1.20, was das siebte Quartal in Folge mit dreistelligem Umsatzwachstum markiert.

Trotzdem fiel die Aktie um rund 20%. Anleger konzentrierten sich auf die Bruttomarge, die auf 68% sank, während das Unternehmen für das nächste Quartal 67% bis 69% in Aussicht stellte.

Die Kursbewegung verdeutlichte den Druck, unter dem hoch wachsende AI-Aktien stehen. Selbst starkes Umsatzwachstum reicht nicht aus, wenn die Ergebnisse hinter den hohen Erwartungen zurückbleiben.

Palo Alto Networks fiel ebenfalls um etwa 9% bis 11%, obwohl die Gewinnerwartungen übertroffen wurden. Das Unternehmen kündigte zudem die Übernahme der AI-Sicherheitsplattform Console an.

Der Rückgang bei Palo Alto setzte Cybersecurity- und Softwareaktien insgesamt unter Druck und zeigte, dass starke Schlagzeilenzahlen weiterhin von der Anlegerfokussierung auf Margen, Ausblick und die Umsetzung von Übernahmen überlagert werden können.

Die Märkte stehen weiterhin vor mehreren Gegenwinden. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt nahe 4.8%, die Ölpreise bleiben hoch, und einige Anleger preisen inzwischen eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve ein.

Vorläufig haben Dells Ergebnisse dem Thema AI-Infrastruktur neuen Auftrieb gegeben.