DBS und Citi ermöglichen rund um die Uhr grenzüberschreitende USD-Zahlungen mit tokenisierten Einlagen auf Swifts Ledger
Wichtige Erkenntnisse
- •DBS und Citi haben eine Partnerschaft angekündigt, um sofortige, rund um die Uhr mögliche grenzüberschreitende US-Dollar-Zahlungen mittels tokenisierter Einlagen auf Swifts Blockchain-basiertem Ledger zu ermöglichen.
- •Das Zahlungsmodell nutzt tokenisierte Bankeinlagen, die Ansprüche gegenüber regulierten Banken bleiben, und verbindet verteilte Ledger-Technologie mit dem bestehenden rechtlichen Rahmen des Geschäftsbankwesens.
- •Das System soll mit dem bestehenden Swift-Netzwerk kompatibel bleiben, das weltweit Tausende Finanzinstitute verbindet.
- •Beide Banken bringen Vorerfahrung mit: DBS pilotierte tokenisierte Einlagenzahlungen auf eigener Blockchain-Infrastruktur, und Citi erprobte tokenisierte Einlagen in früheren Tests für grenzüberschreitende Überweisungen.
- •Die breitere Wirkung der Initiative hängt von einer Ausweitung auf weitere Banken und der regulatorischen Zustimmung für das klassische Korrespondenzbankgeschäft ab.

DBS und Citi haben eine Partnerschaft angekündigt, um sofortige, rund um die Uhr mögliche grenzüberschreitende US-Dollar-Zahlungen mittels tokenisierter Einlagen zu ermöglichen, die auf Swifts Blockchain-basiertem Ledger erfasst werden. Die Initiative soll internationale Zahlungen modernisieren, indem teilnehmende Finanzinstitute Transaktionen 24/7 abwickeln können – und damit Verzögerungen reduzieren, die durch traditionelle Banköffnungszeiten und herkömmliche grenzüberschreitende Zahlungssysteme entstehen.
Die Zusammenarbeit spiegelt den breiteren Trend der Blockchain-Adoption in der globalen Bankenbranche wider, da große Institute zunehmend digitale Alternativen zu bestehenden Zahlungsinfrastrukturen erproben. Sie baut zudem auf früheren Arbeiten beider Banken auf: DBS hat tokenisierte Einlagenzahlungen auf eigener Blockchain-Infrastruktur pilotiert, und Citi hat tokenisierte Einlagen in früheren Branchentests für grenzüberschreitende Überweisungen erprobt.
Tokenisierte Einlagen ermöglichen Echtzeit-Abwicklung
Das neue Zahlungsmodell basiert auf tokenisierten Bankeinlagen – digitalen Abbildungen traditioneller Bankeinlagen, die auf Blockchain-fähiger Infrastruktur ausgegeben werden. Da diese Token weiterhin Ansprüche gegenüber regulierten Banken und keine eigenständigen digitalen Vermögenswerte darstellen, verbindet der Ansatz die Vorteile verteilter Ledger-Technologie mit dem bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmen des Geschäftsbankwesens.
Durch die Nutzung von Swifts Blockchain-basiertem Ledger soll das System Geschwindigkeit und Effizienz internationaler USD-Überweisungen verbessern und zugleich die Kompatibilität mit dem bestehenden Swift-Netzwerk wahren, das weltweit Tausende Finanzinstitute verbindet und als Rückgrat des globalen Interbank-Messaging gilt. Diese Kompatibilität ist für die Adoption bedeutsam: Swift experimentiert damit, Blockchains an sein Messaging-Netzwerk anzubinden, und Interoperabilität mit bestehender Infrastruktur gilt weithin als Voraussetzung für tokenisierte Zahlungen im institutionellen Maßstab.
Tokenisierte Einlagen haben bei großen Finanzinstituten als mögliche Alternative zu herkömmlichen Zahlungsinfrastrukturen an Aufmerksamkeit gewonnen, da sie schnellere Abwicklung ermöglichen, ohne Gelder außerhalb des regulierten Bankensystems zu bewegen. Ähnliche Initiativen sind andernorts in der Branche entstanden, darunter von Notenbanken koordinierte Projekte zu tokenisiertem Korrespondenzbankgeschäft sowie Pilotprojekte von Geschäftsbanken mit Einlagen-Tokens für Firmenkunden.
NEW: DBS and Citi partner to enable instant, 24/7 cross-border USD payments using tokenized deposits on Swift's blockchain-based ledger. pic.twitter.com/x0kP5wDFi7 — Cointelegraph (@Cointelegraph) September 7, 2026
https://x.com/Cointelegraph/status/2096901453566578979
Banken treiben digitale Finanzwesen weiter voran
Die Partnerschaft zwischen DBS und Citi unterstreicht die beschleunigte Adoption von Blockchain-Technologie im traditionellen Finanzwesen. Da Banken weiter in Tokenisierung und Lösungen für Echtzeit-Abwicklung investieren, könnten Kooperationen dieser Art die Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen neu gestalten. Die Branchenteilnehmer werden beobachten, wie sich die Initiative entwickelt – ob sie über die teilnehmenden Institute hinaus auf ein breiteres Bankennetzwerk ausgedehnt wird und ob Regulierungsbehörden das Modell für das klassische Korrespondenzbankgeschäft befürworten – und ob ähnliche Modelle im globalen Finanzsystem breiter übernommen werden.