Analyst: Wale sammeln XRP an, während Kleinanleger verkaufen
Wichtige Erkenntnisse
- •XRP-Wallets mit 100.000 bis 100 Millionen Token haben ihre Bestände innerhalb von fünf Wochen um 2,8 % aufgestockt, während die kleinsten Wallets ihre XRP-Bestände um 5,2 % reduzierten, laut Santiment-Daten, die von Mickle zitiert wurden.
- •Mickle behauptet, dass Kunden von Franklin Templeton XRP im Wert von 5,66 Millionen US-Dollar gekauft und Fidelity approximately 23 Millionen US-Dollar in Bitcoin erworben haben, wobei das Video diese Transaktionen jedoch nicht unabhängig dokumentierte.
- •Bitcoin handelte kurzzeitig unter seinem 200-Wochen-einfachen gleitenden Durchschnitt in der Nähe von 59.000 US-Dollar – einem Niveau, das historisch über mehrere Marktzyklen hinweg mit attraktiven langfristigen Einstiegspunkten korrelierte.
- •Mickle schätzt, dass der vorgeschlagene Clarity Act eine weniger als 50-prozentige Chance hat, in diesem Jahr verabschiedet zu werden, und warnt davor, dass ein legislatives Scheitern die Krypto-Preise kurzfristig weiter drücken könnte.
- •Der Artikel weist darauf hin, dass Wal-Akkumulation zwar auf Vertrauen bei größeren Haltern hindeuten kann, jedoch keinen Beweis dafür darstellt, dass die Preise einen dauerhaften Boden erreicht haben.

Der Krypto-Kommentator Mickle erklärt, dass große Halter XRP, XLM und Bitcoin (BTC) aufbauen, während kleinere Privatanleger in die jüngste Marktschwäche verkaufen. Er beschreibt diese Divergenz als mögliches Spätphasen-Signal eines Bärenmarktes.
In einem YouTube-Video bezog sich der Moderator auf angebliche Käufe von Kunden der Franklin Templeton und Fidelity sowie auf On-Chain-XRP-Wallet-Daten. Die Präsentation dokumentierte die zugrunde liegenden Transaktionen hinter diesen behaupteten Käufen jedoch nicht unabhängig.
Mickle erklärte, Kunden von Franklin Templeton hätten kürzlich XRP im Wert von 5,66 Millionen US-Dollar gekauft, während Fidelity approximately 23 Millionen US-Dollar in Bitcoin erworben habe. Er präsentierte diese Käufe als Beleg dafür, dass institutionelles Kapital sich für einen zukünftigen Krypto-Zyklus positioniere, anstatt den Markt zu verlassen. Beide Unternehmen haben in den letzten Jahren ihre Krypto-bezogenen Angebote öffentlich ausgebaut, darunter physische Bitcoin-ETFs und Initiativen für tokenisierte Fonds, was den behaupteten Engagements Plausibilität verleiht – sie aber nicht bestätigt.
XRP-Wal-Wallets sollen Bestände innerhalb von fünf Wochen um 2,8 % erhöht haben
Die konkretiste im Video zitierte Marktstatistik stammte aus Santiment-Daten. Laut Mickle haben XRP-Wallets, die zwischen 100.000 und 100 Millionen Token halten, ihre Bestände innerhalb von fünf Wochen um 2,8 % aufgestockt. Im selben Zeitraum reduzierten die kleinsten Wallets ihre XRP-Bestände um 5,2 %.
Mickle charakterisierte diese Aufspaltung als ein vertrautes Muster auf dem Kryptomarkt: „Privatanleger verkaufen, Wale und Institutionen kaufen." Er argumentierte, dass erfahrenere Anleger häufig dann akkumulieren, wenn die Preise seitwärts tendieren und die Stimmung schwach ist, während kleinere Halter nach gescheiterten Rallies oder anhaltender Volatilität eher zum Verkauf neigen.
Die Analyse stützte sich zudem stark auf den 200-Wachen-einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) von Bitcoin – einen langfristigen technischen Indikator, den viele Analysten als historische Fair-Value-Baseline über mehrere Marktzyklen betrachten. Das Video zeigte Bitcoin kurzzeitig unter diesem Indikator in der Nähe von 59.000 US-Dollar und argumentierte, dass frühere Phasen unter dem 200-Wochen-SMA historisch attraktive langfristige Einstiegspunkte geboten hätten, auch in früheren Bärenmärkten.
XRPs seitwärts gerichteter Handel als Akkumulationszone beschrieben
Mickle wandte dasselbe Konzept auf XRP an und bezeichnete die aktuelle Preisentwicklung als „Akkumulationszone" nach einem starken Rückgang von über 3 US-Dollar. Das Video verglich das Setup mit einer früheren Phase, in der XRP Berichten zufolge etwa anderthalb Jahre seitwärts gehandelt hatte, bevor sich der breitere Markt erholte.
Der Moderator erklärte außerdem, dass das institutionelle Interesse an Krypto über reine Preisspekulation hinausgeht. Er nannte BlackRock, Grayscale, JPMorgan, Mastercard und die Depository Trust & Clearing Corporation als Beispiele für Unternehmen, die Krypto-bezogene Finanzinfrastruktur aufbauen oder darin investieren – darunter tokenisierte Vermögenswerte und Abwicklungssysteme. Diese Bemühungen umfassen Verwahrungs-, Abwicklungs- und Tokenisierungsprojekte, die sich von direkten Käufen am Spotmarkt unterscheiden, aber ein breiteres institutionelles Engagement mit Distributed-Ledger-Technologie signalisieren.
Regulatorische Unsicherheit bleibt ein zentrales Thema, insbesondere für XRP, das seit der SEC-Klage gegen Ripple im Jahr 2020 ein Brennpunkt der US-Wertpapierrechtsdebatte ist. Ein Bundesrichterspruch aus dem Jahr 2023, wonach programmatische XRP-Verkäufe an öffentlichen Börsen keine Anlageverträge darstellen, brachte teilweise Klarheit, doch Fragen zu Berufung und weiterer Regulierung bleiben bestehen. Mickle erklärte, der vorgeschlagene Clarity Act habe „weniger als eine 50-Prozent-Chance", in diesem Jahr verabschiedet zu werden, und warnte davor, dass ein Scheitern des Gesetzes Krypto-Preise kurzfristig weiter drücken könnte. Dennoch hielt er daran fest, dass weitere Schwäche eine weitere Gelegenheit zur Akkumulation bieten würde.
Die Argumentation konzentrierte sich weniger auf die Gewissheit eines unmittelbar bevorstehenden XRP-Rallyes als vielmehr auf die wachsende Bedeutung von Eigentumsverhältnissen, Liquiditätsbedingungen und Regulierung. Wal-Akkumulation kann auf Vertrauen bei größeren Haltern hindeuten, beweist aber nicht, dass die Preise einen dauerhaften Boden erreicht haben.