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Krypto-Hacks übersteigen 1 Milliarde Dollar im rekordbrechenden ersten Halbjahr 2026, berichtet Blockaid

Autor: Cryptofrontnews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Sicherheitsverletzungen im Kryptowährungsbereich überstiegen im ersten Halbjahr 2026 bei 212 überprüften Vorfällen 1 Milliarde Dollar, was die höchste jemals verzeichnete Halbjahressumme laut Blockaid markiert.
  • Die mit Ethereum verbundenen Verluste von etwa 332 Millionen Dollar resultierten hauptsächlich aus Code-Schwachstellen, während die 326 Millionen Dollar an Verlusten bei Solana überwiegend durch kompromittierte Schlüssel und Signaturinfrastruktur und nicht durch Fehler in Smart Contracts angetrieben wurden.
  • Die Ausnutzung des KelpDAO Bridge-Vertrags führte zu Verlusten von rund 292 Millionen Dollar und stellt den bedeutendsten Einzelvorfall im Berichtszeitraum dar.
  • Fehler in der operativen Sicherheit verursachten 74 % des gesamten gestohlenen Wertes, und eine mit Nordkorea verbundene Angriffsgruppe war für 55 % der verzeichneten Gesamtverluste verantwortlich.
  • Mehrere betroffene Projekte verfolgen Wiederherstellungsbemühungen, wobei KelpDAO seine Wiederherstellungsoperationen am 25. Mai abschloss und Drift Protocol einen Wiederherstellungspool vorschlug, der durch Einnahmen von Börsen, Tether und strategischen Partnern gestützt wird.
Krypto-Hacks übersteigen 1 Milliarde Dollar im rekordbrechenden ersten Halbjahr 2026, berichtet Blockaid

Die Sicherheitsverletzungen im Kryptowährungsbereich überstiegen im ersten Halbjahr 2026 nach einer Reihe von Angriffen auf Projekte über mehrere Blockchains hinweg eine Milliarde Dollar, wie die On-Chain-Sicherheitsfirma Blockaid mitteilte. Das Unternehmen verzeichnete bis Juni 212 überprüfte Sicherheitsvorfälle, was die höchste jemals verzeichnete Halbjahressumme markiert. Die Zahl setzt ein Muster erheblicher Verluste fort, das in der Krypto-Branche trotz reiferer Sicherheitspraktiken fortbesteht, wobei Cross-Chain-Bridges und DeFi-Protokolle weiterhin häufige Ziele sind. Auf Ethereum und Solana basierende Projekte meldeten die höchsten finanziellen Verluste, wobei das Dezentrale-Finanz-Protokoll KelpDAO die bedeutendste Einzelausbeutung verzeichnete.

Ethereum und Solana sehen sich unterschiedlichen Angriffsvektoren gegenüber

Laut dem H1 2026 Onchain-Sicherheitsbericht von Blockaid verloren mit Ethereum verbundene Projekte in diesem Zeitraum etwa 332 Millionen Dollar. Der Großteil dieser Verluste resultierte aus Code-Schwachstellen. Allein KelpDAO machte nach einem erfolgreichen Angriff auf einen Bridge-Vertrag ungefähr 292 Millionen Dollar des Gesamtbetrags aus. Bridge-Protokolle waren auch in den Vorjahren ein wiederkehrendes Ziel für Angreifer, wobei mehrere der größten Exploits in der Krypto-Geschichte Cross-Chain-Infrastruktur betrafen.

Inzwischen erlebten mit Solana verbundene Projekte Verluste in Höhe von etwa 326 Millionen Dollar. Blockaid stellte jedoch fest, dass mehr als 98 % der auf Solana gestohlenen Gelder aus kompromittierten Schlüsseln und kompromittierter Signaturinfrastruktur und nicht aus Fehlern in Smart Contracts resultierten. Der Bericht identifizierte Drift Protocol und Step Finance als die größten Verursacher der Gesamtverluste auf Solana. Kleinere codebezogene Vorfälle betrafen im selben Zeitraum auch Raydium und Volo.

Betriebssicherheit treibt die Mehrheit der Verluste an

Blockaid führte detailliert aus, dass Fehler in der operativen Sicherheit für 74 % des gestohlenen Gesamtwertes über alle Vorfälle hinweg verantwortlich waren. Darüber hinaus entfiilen auf einen mit Nordkorea verbundenen Angriffscluster 55 % aller verzeichneten Verluste im ersten Halbjahr des Jahres. DPRK-verbundene Akteure wurden in den letzten Jahren von US-Behörden und privaten Sicherheitsfirmen für eine Reihe großer Kryptowährungsdiebstähle verantwortlich gemacht, was staatlich assoziierte Bedrohungsgruppen zu einer anhaltenden Sorge für die Branche macht.

Der Bericht deutete darauf hin, dass Angreifer zunehmend physische Geräte, private Schlüssel, privilegierte Anmeldeinformationen und Signatursysteme ins Visier nehmen. Da eine kompromittierte Infrastruktur Transaktionen erzeugt, die von autorisierten Anmeldeinformationen genehmigt werden, erscheinen diese für das Netzwerk völlig legitim. Das Unternehmen erklärte, dass traditionelle Smart-Contract-Audits nicht verhindern können, dass autorisierte Administratoren bösartige Transaktionen genehmigen, sobald ihre persönlichen Systeme kompromittiert wurden.

Wiederherstellungsbemühungen und zukünftige Sicherheitsmaßnahmen

Mehrere von den Sicherheitsverletzungen betroffene Projekte haben ihre Wiederherstellungsmaßnahmen fortgesetzt. KelpDAO schloss am 25. Mai die operative Phase seines Wiederherstellungsplans ab, was die Übertragung der letzten Tranche von rsETH in seinen Bridge-Adapter beinhaltete.

Drift schlug die Einrichtung eines Wiederherstellungspools vor, der durch Einnahmen von Börsen, Tether und anderen strategischen Partnern gestützt wird. Das Protokoll stellte außerdem neue Sicherheitsmaßnahmen vor, die vor dem Neustart des Betriebs implementiert werden sollen, darunter dedizierte Signaturgeräte, Zeitschaltungen (Timelocks), neu gestaltete Multisig-Kontrollen und zusätzliche umfassende Audits.

Da die Ermittlungen zu mehreren größeren Vorfällen noch andauern, geht Blockaid davon aus, dass Infrastrukturteams verstärkt transaktionsüberwachung, isolierte Signaturgeräte, strikte Schlüsseltrennung und verbesserte Bridge-Sicherheit übernehmen werden.