Krypto-Gruppen drängen die SEC zu maßgeschneiderten Regeln für neuartige ETFs
Wichtige Erkenntnisse
- •Krypto-Gruppen wollen, dass die SEC Zulassungsstandards speziell für Krypto-ETFs festlegt, statt traditionelle Fondsregeln anzuwenden.
- •Die Stellungnahmen wurden über das öffentliche Regelsetzungsverfahren der SEC unter dem Vorgang S7-2026-24 eingereicht.
- •Berichten zu den Einreichungen zufolge gehören Grayscale, a16z und der Crypto Council for Innovation zu den beteiligten Gruppen.
- •Branchenvertreter sagen, dass Krypto-Assets anders als Aktien gehandelt und abgewickelt werden, weshalb herkömmliche ETF-Regeln schlecht passen.
- •Eine Reaktion der SEC könnte beeinflussen, wie schnell neue Krypto-ETFs zugelassen werden und unter welchen Bedingungen.

Krypto-Branchenverbände drängen die U.S. Securities and Exchange Commission, maßgeschneiderte Regeln für neuartige Krypto-ETFs zu schreiben, und argumentieren, dass auf digitalen Vermögenswerten basierende Produkte nicht sauber in die für konventionelle Fonds vorgesehenen Rahmenwerke passen.
Krypto-Gruppen fordern die SEC auf, Regeln speziell für neuartige Krypto-ETFs auszuarbeiten, statt sie in bestehende Kategorien zu zwängen. Der Vorstoß erfolgt über das öffentliche Kommentierungsverfahren der SEC zum Regelungsvorgang S7-2026-24, in dem Marktteilnehmer auf vorgeschlagene Vorschriften reagieren können.
Berichte zu den Einreichungen nennen unter anderem Grayscale, a16z und den Crypto Council for Innovation als Gruppen, die sich laut Crypto Briefing zur Haltung der SEC gegenüber ETF-Beschränkungen äußern. Die Debatte dreht sich darum, wie die Behörde Produkte prüft, die vertrauten Fondsstrukturen nicht ähneln.
„Maßgeschneiderte Regeln“ bedeutet in der Praxis Zulassungskriterien, die auf die spezifische Funktionsweise von Krypto-ETFs zugeschnitten sind, statt auf einen Einheitsstandard. Branchenvertreter argumentieren, dass herkömmliche ETF-Anforderungen für Vermögenswerte, die anders als Aktien gehandelt und abgewickelt werden, ungeeignet sein können. Das Thema ist Teil einer breiteren regulatorischen Diskussion, aus der auch frühere Krypto-Regelvorschläge der SEC hervorgegangen sind.
Warum Krypto-Gruppen wollen, dass die SEC ETF-Regeln anpasst
Kern des Vorstoßes ist die Forderung, dass die SEC eine Regulierung entwickelt, die direkt auf krypto-bezogene börsengehandelte Produkte zugeschnitten ist, anstatt Standards anzuwenden, die für traditionelle Wertpapiere entworfen wurden. Der Antrag wurde über das öffentliche Kommentierungsdossier S7-2026-24 der Behörde eingereicht, in dem Marktteilnehmer auf vorgeschlagene Regelungen reagieren können.
Der Widerstand richtet sich gegen die Art und Weise, wie die SEC Produkte prüft, die konventionellen Fondsstrukturen nicht ähneln. Wie in Berichten zu den Einreichungen dargestellt, gehören Gruppen wie Grayscale, a16z und der Crypto Council for Innovation zu denjenigen, die sich zur Herangehensweise der Behörde bei ETF-Beschränkungen äußern.
Branchenvertreter sagen, Regeln für traditionelle Fonds könnten für krypto-bezogene Produkte schlecht geeignet sein, weil die betreffenden Vermögenswerte anders als Aktien gehandelt und abgewickelt werden. Dieser Unterschied ist mit ein Grund dafür, dass die Gruppen produktspezifische Kriterien statt eines allgemeinen Rahmens verlangen, zumal der Prüfprozess der SEC weiterhin prägt, welche Arten von digitalen Vermögensfonds auf den Markt kommen können.
Warum neuartige Krypto-ETFs schwer in bestehende Regeln passen
Der Begriff „neuartig“ bezieht sich auf Produkte, deren Exposure, Verwahrungsstrukturen oder Marktstruktur sich von konventionellen Fonds unterscheiden. Die Berichterstattung zu den Stellungnahmen stellt den Streit als Frage dar, wie weit die Prüfung neuartiger ETFs durch die SEC reichen sollte, wie crypto.news berichtet.
Produktkomplexität versus regulatorische Komplexität
Auf der Produktseite werfen Krypto-ETFs Fragen dazu auf, wie die zugrunde liegenden Vermögenswerte gehalten und bewertet werden — Fragen, mit denen traditionelle ETF-Modelle selten konfrontiert sind. Auf der regulatorischen Seite besteht die Herausforderung darin, dass bestehende Kategorien nicht mit Blick auf diese Mechaniken geschrieben wurden, was bei Anträgen auf Zulassung zu Reibungen führt.
Die Spannung ähnelt Debatten in anderen Regelsetzungsverfahren, etwa dem Streit um Stablecoin-Regeln vor dem CLARITY Act markup. Das Argument der Gruppen, wie Decrypt berichtet, lautet, dass das Durchzwängen neuartiger Strukturen durch für andere Instrumente geschaffene Rahmenwerke eher zu unpassenden Standards als zu besserem Anlegerschutz führt.
Was maßgeschneiderte SEC-Regeln für den Krypto-ETF-Markt bedeuten könnten
Sollte die SEC Regeln einführen, die für diese Produkte entwickelt wurden, wäre die direkteste Folge, wie schnell und zu welchen Bedingungen neue Krypto-ETFs zugelassen werden. Das Kommentierungsdossier bleibt offen, sodass das Ergebnis davon abhängt, wie die Behörde die Eingaben gewichtet.
Für Emittenten und Anleger könnten klarere Kriterien beeinflussen, welche Produkte eingereicht werden und wie sie um den Zugang für Anleger konkurrieren. Das ist in einem Markt relevant, in dem die Grenze zwischen vertrauten Fondsstrukturen und neueren krypto-bezogenen Produkten derzeit noch in Echtzeit definiert wird. Die regulatorische Entwicklung steht hier neben anderen Veränderungen im US-Regelwerk für digitale Vermögenswerte, darunter der Schritt der CFTC, ihre no-deny settlement rule zu streichen. Bis die SEC auf die Stellungnahmen reagiert, bleiben die Standards für neuartige Krypto-ETFs ungeklärt.
Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptomärkte und Märkte für digitale Vermögenswerte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie immer eigene Recherchen durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.