Krypto-Manager Manpreet Kohli verliert Rechtsmittel gegen Auslieferung aus dem Vereinigten Königreich und steht vor US-Anklagen wegen des Saitama-Tokens
Wichtige Erkenntnisse
- •Manpreet Kohli hat seine gerichtliche Anfechtung der Auslieferung aus dem Vereinigten Königreich verloren.
- •Die US-Behörden planen, ihn wegen Betrugs und Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Saitama-Token anzuklagen.
- •Das US-Justizministerium hatte die Anklagen erstmals 2024 bekannt gegeben.
- •Saitama war ein Meme-Token mit Hundemotiv, das während der Kryptowährungsrallye 2021 Privatanleger anzog, bevor der Preis fiel.
- •Nach britischem Verfahren benötigt die Auslieferung weiterhin die Zustimmung des Innenministers, bevor sie vollzogen werden kann.

Manpreet Kohli, ein Manager aus der Kryptobranche, hat seine juristische Anfechtung der Auslieferung aus dem Vereinigten Königreich verloren. Damit ist der Weg für seine Überstellung in die Vereinigten Staaten frei.
Laut Reuters wird Kohli mit Anklagen wegen Betrugs und Marktmanipulation konfrontiert, die von den US-Behörden erhoben wurden. Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Saitama-Token, einem Kryptowährungsprojekt, das bereits Gegenstand behördlicher Prüfungen war. Saitama war ein „Meme“-Token mit Hundemotiv, der während der Rallye tierthemenbezogener Kryptowährungen im Jahr 2021 eine Welle von Privatanlegern anzog, bevor sein Kurs einbrach. Die US-Anklagen gegen Kohli wurden erstmals 2024 vom US-Justizministerium bekannt gegeben.
Das am 27. August 2026 berichtete Urteil markiert eine bedeutende Entwicklung bei der grenzüberschreitenden Durchsetzung von Verfahren im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten unterhalten ein lang bestehendes Auslieferungsabkommen, auf dessen Grundlage solche Überstellungen erfolgen. Nach britischem Verfahrensrecht bedarf eine Überstellung nach gescheiterter gerichtlicher Anfechtung zudem weiterhin der Zustimmung des Innenministers (Home Secretary), bevor sie vollzogen werden kann.
Vorwürfe von Betrug und Marktmanipulation
US-Strafverfolger werfen Kohli vor, in Betrug und Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Saitama-Token verwickelt gewesen zu sein. Nach der Entscheidung des britischen Gerichts werden die Anklagen nun durch das US-Justizsystem behandelt, wo es sich weiterhin um Vorwürfe handelt, die vor Gericht bewiesen werden müssen.
Kohli hatte sich gegen die Auslieferung gewehrt, doch die jüngste Entscheidung beseitigt ein zentrales rechtliches Hindernis für seine Überstellung. Der Ausgang unterstreicht die zunehmende internationale Zusammenarbeit zwischen Behörden, die mutmaßliches Fehlverhalten im Sektor der digitalen Vermögenswerte untersuchen.
Cointelegraph berichtete die Entscheidung am 27. August 2026 auf X (Beitrag):
LATEST: Crypto exec Manpreet Kohli loses his fight against extradition from the UK, set to face US fraud and market manipulation charges over the Saitama token, per Reuters. pic.twitter.com/629I5vZ9s8 — Cointelegraph (@Cointelegraph) August 27, 2026