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Rohölfutures schließen bei 79,26 $ nach Rückgang der geopolitischen Risikoprämie

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • WTI-Rohöl schloss bei 79,26 $, nachdem es im Handel 3,35 $ bzw. 4,06 % verloren hatte.
  • Die Preise bewegten sich zwischen 77,78 $ und 82,43 $, wobei der Verkaufsdruck gegen Handelsschluss zunahm.
  • Händler bauten die geopolitische Risikoprämie ab, da sich die Spannungen zwischen den USA und Iran zu entspannen schienen und die Hoffnungen auf Gespräche zunahmen.
  • Eine wichtige Unterstützungszone liegt zwischen 77,11 $ und 77,93 $; ein Bruch darunter könnte den Weg zum 200-Tage-Durchschnitt bei 75,36 $ öffnen.
  • Der Rückgang wurde auch durch Gewinnmitnahmen ausgelöst, nachdem Rohöl zuvor wegen Konfliktängsten über 93 $ gestiegen war.
Rohölfutures schließen bei 79,26 $ nach Rückgang der geopolitischen Risikoprämie

Rohölfutures schlossen bei 79,26 $, ein Minus von 3,35 $ bzw. 4,06 % an diesem Tag. Die Preise bewegten sich im Verlauf der Sitzung in einer breiten Spanne und erreichten ein Hoch von 82,43 $, bevor der Verkaufsdruck bis zum Handelsschluss zunahm. Der Rückgang drückte WTI auf ein Tief von 77,78 $, wo Käufer auftauchten, nachdem der Markt das obere Ende eines wichtigen Swing-Bereichs zwischen 77,11 $ und 77,93 $ getestet hatte.

Diese Unterstützungszone bleibt ein wichtiger technischer Gradmesser für Händler, die beobachten, ob der Rücksetzer nur eine weitere Korrektur nach einer starken Rally ist oder den Beginn einer tieferen Abwärtsbewegung markiert. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde die bärische Tendenz verstärken und die Aufmerksamkeit auf den 200-Tage-Durchschnitt bei 75,36 $ lenken, der das nächste wichtige Abwärtsziel darstellt. Auf der Oberseite ist das Tageshoch nahe 82,43 $ das erste Niveau, das Verkäufer vermutlich verteidigen werden, falls sich die Preise erholen.

Der Rückgang der Rohölpreise wurde vor allem durch den deutlichen Abbau der geopolitischen Risikoprämie und nicht durch eine plötzliche Veränderung der Angebots- oder Nachfragesituation ausgelöst. Mehrere Entwicklungen trugen dazu bei:

Die Spannungen im Nahen Osten ließen nach. Der Markt preiste die Risikoprämie weiter aus, nachdem die USA zusätzliche Militärschläge gegen den Iran pausiert hatten, was die Hoffnung nährte, dass der Konflikt nicht weiter eskalieren wird.

Der diplomatische Optimismus nahm zu. Präsident Trump sagte, die USA führten „gute“ oder „tiefe“ Gespräche mit Iran, was die Erwartung verstärkte, dass Verhandlungen das Risiko weiterer Angebotsstörungen verringern könnten. Iran bestritt direkte Gespräche, doch Händler konzentrierten sich auf die geringere Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren militärischen Eskalation.

Die Sorge um die Straße von Hormus nahm ab. Oman arbeitet Berichten zufolge mit regionalen Staaten an Vorschlägen zur Verbesserung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Obwohl der Verkehr weiterhin unter dem Normalniveau liegt, belastete die Wahrnehmung, dass diese wichtige Schifffahrtsroute weniger wahrscheinlich gestört wird, die Ölpreise.

Gewinnmitnahmen nach der kriegsgetriebenen Rally. WTI war aus Sorge vor einem längeren Konflikt auf über 93 $ gestiegen. Als diese Sorgen nachließen, nahmen Händler Gewinne mit, was den Rückgang beschleunigte. Analysten stellten fest, dass ein großer Teil der Verkäufe eher den Wegfall der geopolitischen Prämie widerspiegelte als eine Verschlechterung der physischen Marktbedingungen.

Die Märkte blickten zudem auf die Möglichkeit, dass eine breitere Entspannung geopolitischer Spannungen, einschließlich Gesprächen rund um Russland und die Ukraine, die globalen Rohölexporte letztlich erhöhen und damit den bärischen Ton verstärken könnte.

Nicht alle jüngsten Entwicklungen deuteten in dieselbe Richtung. Israels Ministerpräsident Netanyahu war in Washington und traf sich mit Präsident Trump. Er sagte Trump, dass weitere Schläge gegen Irans Nuklearanlagen notwendig seien, da diese „rehabilitiert“ worden seien.