Jim Cramer hebt Keel Infrastructures KI-Stromstrategie hervor, während Hedgefonds Anteil ausbaut
Wichtige Erkenntnisse
- •Situational Awareness LP erhöhte seine KEEL-Bestände im ersten Quartal 2026 um 188% auf nahezu 20 Millionen Aktien.
- •BTIG nahm die Berichterstattung über Keel Infrastructure mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von $8 auf, was gegenüber dem Schlusskurs von $4.65 ein Aufwärtspotenzial von etwa 72% impliziert.
- •Keel Infrastructure ist der umbenannte Nachfolger von Bitfarms und schloss im April den Wechsel vom Bitcoin-Mining zur KI-Infrastruktur ab.
- •Das Unternehmen kontrolliert eine Strompipeline von 2,2 Gigawatt in Pennsylvania, Washington und Quebec, hat jedoch noch keinen Hyperscale-Colocation-Vertrag gesichert.
- •Keel weist ein Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital von über 140%, negativen freien Cashflow und eine volatile 52-Wochen-Aktienspanne von $0.98 bis $7.37 auf.

Jim Cramer nutzte die Ausgabe von Mad Money vom 22. Juli, um die Aufmerksamkeit auf Keel Infrastructure (KEEL) zu lenken, einen früheren Bitcoin-Miner, der sich als Entwickler von Infrastruktur für KI-Rechenzentren neu positioniert hat. Cramer verwies auf eine wachsende Hedgefonds-Position als wichtigen Grund, warum das Unternehmen Beachtung verdient.
Was Cramer hervorhob
Cramer nannte Situational Awareness LP, den von KI-Forscher Leopold Aschenbrenner geführten Fonds, als bedeutenden Halter von KEEL-Aktien. Regulatorische Einreichungen zeigen, dass der Fonds seine Position im ersten Quartal 2026 um 188% erhöhte. Der Bestand liegt nun bei nahezu 20 Millionen Aktien, verglichen mit zuvor rund 6,9 Millionen Aktien.
Neue Analystenabdeckung kam ebenfalls am 22. Juli hinzu. BTIG nahm die Berichterstattung über Keel Infrastructure mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von $8 auf. Auf Basis des Schlusskurses der Aktie von $4.65 implizierte dieses Ziel ein Aufwärtspotenzial von rund 72%. Das Unternehmen nannte Keels Stromportfolio als zentralen Vermögenswert.
Dieser Fokus spiegelt eine breitere Einschränkung in der KI-Infrastruktur wider: Große Rechenzentren benötigen Zugang zu erheblicher, zuverlässiger Stromkapazität, bevor Kunden Workloads zusagen können. BTIG verwies außerdem auf eine breitere Aktivität im Sektor und erklärte, Hyperscaler und Unternehmenskunden aus dem KI-Bereich hätten in diesem Jahr branchenweit rund 10 Colocation-Verträge mit insgesamt etwa 2 Gigawatt unterzeichnet.
Das Unternehmen hinter KEEL
Keel Infrastructure ist der umbenannte Nachfolger von Bitfarms. Das Unternehmen schloss im April seinen Übergang von einem kanadischen Bitcoin-Mining-Geschäft zu einem in Delaware ansässigen Entwickler von KI-Infrastruktur ab.
Keel kontrolliert nun eine Strompipeline von 2,2 Gigawatt, die Pennsylvania, Washington und Quebec umfasst. Allerdings hat das Unternehmen seinen ersten Hyperscale-Colocation-Vertrag noch nicht gesichert, einen Meilenstein, den BTIG und andere Analysten als möglichen Katalysator beobachten. Für ein Unternehmen, das vom Mining zum Hosting von KI-Workloads wechselt, würde eine unterzeichnete Colocation-Vereinbarung dazu beitragen zu zeigen, ob seine Stromanlagen in langfristige Rechenzentrumserlöse umgewandelt werden können.
Das Unternehmen weist zudem ein Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital von über 140% auf und hat einen negativen freien Cashflow. Diese Kennzahlen halten das Umsetzungsrisiko im Fokus, auch wenn seine Strompipeline positive Analystenaufmerksamkeit auf sich zieht.
Die 52-Wochen-Handelsspanne von KEEL von $0.98 bis $7.37 unterstreicht die Volatilität rund um KI-Infrastrukturwerte, die noch keinen unterzeichneten Kundenvertrag bekannt gegeben haben.
Cramers Bilanz und die Keel-Einschätzung
Cramers Äußerungen zu Keel folgen auf eine schwierigere Phase bei einigen seiner anderen technologiebezogenen Einschätzungen. BeInCrypto hat während der aktuellen Berichtssaison das sogenannte Inverse-Cramer-Muster verfolgt, darunter den Rückgang von Intel wenige Stunden, nachdem Cramer die Aktie als seinen Favoriten bezeichnet hatte.
Dieser Hintergrund gibt KEEL-Unterstützern neben der positiven Aufmerksamkeit einen Grund zur Vorsicht. Dennoch wurde die Position von Situational Awareness LP mehr als ein Quartal vor Cramers Empfehlung aufgebaut.
Das Kursziel von BTIG ist zudem an einen konkreten Katalysator geknüpft, den Analysten beobachten, und nicht an eine breite Begeisterung für den Wechsel von Krypto zu KI. Dieser Trend hat ebenfalls Rückschläge hervorgebracht, darunter die Stagnation von American Bitcoin nach dem Börsengang.
Ob Keel eine Vereinbarung mit einem Hyperscaler abschließt, wird letztlich bestimmen, wie die Neupositionierung des Unternehmens bewertet wird — nicht allein Cramers Fernsehpräsenz.