NachrichtenMakroCPI-Inflationsdaten könnten Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung der Federal Reserve vor September unter 50% halten

CPI-Inflationsdaten könnten Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung der Federal Reserve vor September unter 50% halten

Autor: Yahoo Finance·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der CPI-Bericht des Arbeitsministeriums ist eine der letzten großen Inflationsmessungen, die die Verantwortlichen der Federal Reserve vor ihrer geldpolitischen Sitzung im September berücksichtigen werden.
  • Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung auf der Septembersitzung der Zentralbank liegt knapp unter 50 % und spiegelt die wachsende Marktunsicherheit über den Kurs der Geldpolitik wider.
  • Kürzliche Preiserhöhungen von Apple für Teile seines Hardware-Sortiments könnten zu einer fester als erwartet ausfallenden Inflationsmessung in der Kategorie Unterhaltungselektronik beitragen.
  • Die Federal Reserve hatte ihren maßgeblichen Federal-Funds-Zins im Juli auf eine Spanne von 5,25 %–5,50 % angehoben – den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten – im Rahmen ihrer Bemühungen, die Inflation auf ihr 2 %-Ziel zurückzuführen.
  • Anleger warten zudem auf den Preisindex für persönliche Konsumausgaben und den Beschäftigungsbericht für August, die beide vor der Septembersitzung veröffentlicht werden, als zusätzliche Datenpunkte für die geldpolitischen Erwartungen.
CPI-Inflationsdaten könnten Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung der Federal Reserve vor September unter 50% halten

Die Verbraucherpreisindex-(CPI)-Inflationsdaten, die für die Veröffentlichung um 8:30 Uhr ET geplant sind, könnten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve auf ihrer geldpolitischen Sitzung im September weiter verringern, nachdem am Freitag ein schwächer als erwartet ausgefallener Beschäftigungsbericht für Juli veröffentlicht wurde.

Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinsstraffung auf der nächsten Sitzung der Zentralbank liegt derzeit knapp unter 50 % und spiegelt die wachsende Marktunsicherheit über den Kurs der Geldpolitik wider. Die Fed hatte ihren maßgeblichen Federal-Funds-Zins im Juli auf eine Spanne von 5,25 %–5,50 % angehoben – den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten – im Rahmen ihrer Bemühungen, die Inflation wieder auf ihr 2 %-Ziel zurückzuführen. Der CPI-Bericht des Arbeitsministeriums ist eine der letzten großen Inflationsmessungen, die die Fed-Verantwortlichen vor ihrer Septemberentscheidung berücksichtigen werden.

Zu den Produktkategorien, die zu einer fester als erwartet ausfallenden Inflationsmessung beitragen könnten, gehören technologische Güter, teilweise angetrieben durch kürzliche Preiserhöhungen von Apple (AAPL). Der iPhone-Hersteller hat die Preise für Teile seines Hardware-Sortiments angehoben, was die Komponente für Unterhaltungselektronik im Inflationsmesswert beeinflussen könnte. Wirtschaftswissenschaftler beobachten zudem den Kern-CPI genau, der die volatilen Kosten für Nahrungsmittel und Energie aussortiert und oft als besserer Indikator für zugrunde liegende Inflationstrends gilt.

S&P-500-Futures waren vor der Datenveröffentlichung aktiv, wobei Marktteilnehmer sich auf die potenziellen Auswirkungen auf die Erwartungen hinsichtlich künftiger Zinsentscheidungen positionierten. Über den CPI hinaus blicken Anleger auch auf den Preisindex für persönliche Konsumausgaben – das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß – sowie auf den Beschäftigungsbericht für August, die beide vor der Septembersitzung veröffentlicht werden.

Der am vergangenen Freitag veröffentlichte Beschäftigungsbericht für Juli signalisierte einen abkühlenden Arbeitsmarkt und lieferte weitere Anhaltspunkte, die den Fall der Federal Reserve für eine Pause im Straffungszyklus stützen könnten. Fed-Verantwortliche haben wiederholt betont, dass ihre Entscheidungen datenabhängig bleiben, wobei Inflations- und Beschäftigungskennzahlen als primäre Grundlage für geldpolitische Beratungen dienen.

Quelle: Investor's Business Daily