Gericht setzt Minnesotas Verbot von Kalshi und Polymarket vorläufig aus
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein Richter hat Minnesota vorübergehend daran gehindert, seine Beschränkung gegen Kalshi und Polymarket durchzusetzen.
- •Die Entscheidung erhält den Zugang zu den Plattformen in Minnesota aufrecht, während die rechtliche Anfechtung weiterläuft.
- •Die Anordnung klärt nicht, ob der Bundesstaat befugt ist, Prognosemarktdienste zu verbieten.
- •Kalshis Klage wurde vor einem Bundesgericht gegen den Generalstaatsanwalt von Minnesota eingereicht.
- •Der Fall verstärkt die breitere rechtliche Prüfung regulierter und krypto-naher Prognosemärkte.

Ein Gericht hat Minnesotas Verbot von Kalshi und Polymarket vorübergehend blockiert und den Betreibern von Prognosemärkten damit einen vorläufigen juristischen Erfolg verschafft, während der umfassendere Streit über ereignisbasierte Handelsgeschäfte in dem Bundesstaat weitergeht.
Die Anordnung hindert Minnesota vorerst daran, seine Beschränkung gegen die Plattformen durchzusetzen. Die Entscheidung ist vorläufig und klärt nicht, ob der Bundesstaat Kalshi, Polymarket oder ähnliche Prognosemarktdienste letztlich vom Betrieb innerhalb Minnesotas ausschließen darf.
Minnesotas Verbot ausgesetzt, während das Verfahren weiterläuft
Ein Richter blockierte Minnesotas Versuch, Prognosemärkte zu untersagen, wie Courthouse News berichtete. Die Entscheidung sorgt dafür, dass Kalshi und Polymarket im Bundesstaat verfügbar bleiben, während der Fall voranschreitet.
Der Streit geht auf eine in diesem Jahr erlassene Maßnahme Minnesotas zurück, die als Chapter 118 der Sitzungsgesetze von 2026 verzeichnet ist. Kalshi und Polymarket fochten die Beschränkung an, statt sich aus dem Markt in Minnesota zurückzuziehen.
Die gerichtliche Entlastung setzt lediglich die Durchsetzung aus. Sie entscheidet weder über die Begründetheit der rechtlichen Anfechtung noch darüber, ob Minnesota befugt ist, den Zugang zu den Plattformen zu beschränken. Vorläufige gerichtliche Anordnungen dieser Art wahren den Status quo, während das Verfahren läuft, und lassen die endgültigen Rechtsfragen späteren Verfahrensschritten vorbehalten.
Kalshis Klage wurde gegen den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates eingereicht, wie aus dem Bundesgerichtsregister in KalshiEX LLC v. Ellison hervorgeht. Das Büro des Generalstaatsanwalts von Minnesota hatte Prognosemärkte zuvor in einer Erklärung im Juni behandelt.
Fall rückt den Zugang zu Prognosemärkten in den Fokus
Sowohl Kalshi als auch Polymarket wurden in der rechtlichen Maßnahme genannt, wodurch der Streit laut Berichterstattung von Courthouse News als breitere Frage des Zugangs zu Prognosemärkten und nicht als Fall um nur ein einzelnes Unternehmen dargestellt wird.
Polymarket wird weithin mit kryptobasiertem Ereignishandel in Verbindung gebracht, wodurch der Streit um den Zugang in Minnesota für Teilnehmer an Märkten für digitale Vermögenswerte relevant ist. Dieselben beiden Unternehmen wurden auch im Zusammenhang mit Berichten erwähnt, wonach Meta eine Konkurrenzplattform für Prognosen zu Polymarket und Kalshi aufbaue.
Die vorläufige Aussetzung unterstreicht die anhaltende rechtliche Unsicherheit für sowohl regulierte als auch krypto-nahe Prognoseplattformen. Kalshi unterliegt der bundesrechtlichen Aufsicht über Derivate, und die Commodity Futures Trading Commission bleibt eine zentrale Regulierungsbehörde für die Steuerung dieser Handelsplätze, unter anderem durch Maßnahmen der Behörde wie eine Pressemitteilung der CFTC zu dem Sektor. Der Fall in Minnesota ist daher Teil einer umfassenderen Debatte darüber, wie Ereigniskontrakte behandelt werden sollten, wenn staatliche Verbraucher- oder Glücksspielbedenken auf bundesrechtlich regulierte Märkte und krypto-nahe Plattformen treffen.
Prognosemarktplattformen standen auch über Beschränkungen auf Bundesstaatenebene hinaus unter Beobachtung, unter anderem in einem Fall, in dem das DOJ einen Google-Ingenieur wegen mutmaßlichen Insiderhandels bei Polymarket anklagte. Die Entscheidung in Minnesota eröffnet eine weitere ungeklärte juristische Front, wobei erwartet wird, dass der zugrunde liegende Fall in weiteren Verfahrensschritten fortgesetzt wird.