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Coreum XRPL Bridge durch Einzahlungsverifizierungs-Exploit um fast 200.000 XRP geleert

Autor: BitcoinKE·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Coreum XRPL Bridge verlor am 9. August 2026 rund 200.000 XRP über 94 Transaktionen in etwa 97 Minuten.
  • Der Angreifer nutzte eine Schwachstelle in der Relayer-Software der Bridge aus, indem er an interne Token-Überweisungen gefälschte Metadaten anhängte, sodass diese als gültige XRP-Einzahlungen erschienen.
  • Das XRP Ledger selbst wurde nicht kompromittiert, und die Bridge wurde unmittelbar nach Entdeckung des Angriffs angehalten.
  • Die gestohlenen Gelder wurden nach dem Exploit auf ihrem Weg durch mehrere Wallets verfolgt.
  • Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines breiteren Marktdrucks auf XRP, das am 11. August 2026 erstmals seit Ende 2024 kurz unter 1 $ fiel.
Coreum XRPL Bridge durch Einzahlungsverifizierungs-Exploit um fast 200.000 XRP geleert

Eine mit dem XRP Ledger verbundene Cross-Chain-Bridge wurde am 9. August 2026 um knapp 200.000 US-Dollar an XRP geleert, nachdem ein Angreifer eine Schwachstelle in ihrer Einzahlungsverifizierungs-Software ausgenutzt hatte. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsprobleme in Infrastrukturen, die verschiedene Blockchain-Netzwerke miteinander verbinden – eine Kategorie, die in den letzten Jahren zu den größten Verlusten im Krypto-Sektor geführt hat.

Die Coreum XRPL Bridge verlor rund 200.000 XRP über 94 Transaktionen, die in etwa 97 Minuten ausgeführt wurden, laut Blockchain-Daten, die in Berichten zitiert werden. Vor dem Angriff hielt die Bridge etwa 200.410 XRP. Ihr Saldo sank anschließend auf rund 493,5 XRP.

Der Angreifer zahlte kein echtes XRP in die Bridge ein. Stattdessen übertrug er den eigenen Token der Bridge zwischen Wallets und fügte Metadaten hinzu, die bewirkten, dass die Transaktionen als legitime XRP-Einzahlungen erschienen. Die Relayer-Software der Bridge interpretierte diese Überweisungen fälschlicherweise als gültige eingehende XRP und schrieb dem Angreifer Gelder gut, die nie tatsächlich eingezahlt worden waren. Der Angreifer konnte dann echtes XRP von der Bridge abheben. Diese Art von Schwachstelle – die Manipulation von Transaktions-Metadaten oder Ereignisprotokollen, um die Verifizierungslogik einer Bridge zu täuschen – ist bereits aus früheren Bridge-Exploits in anderen Ökosystemen dokumentiert.

Blockchain-Verfolgungsdaten deuten darauf hin, dass die gestohlenen Gelder anschließend durch mehrere Wallets verschoben wurden.

Der Exploit beruhte auf einem Fehler in der Relayer-Software der Bridge, nicht auf einer Kompromittierung des XRP Ledger selbst. Das XRP Ledger blieb während des gesamten Vorfalls sicher. Die Bridge wurde nach dem Angriff angehalten.

Der Vorfall unterstreicht eine anhaltende Schwachstelle in der Cross-Chain-Infrastruktur: Bridges müssen unabhängig verifizieren, dass Vermögenswerte tatsächlich eingezahlt wurden, bevor sie Gelder auf einem anderen Netzwerk freigeben. Ein Versagen dieser Verifizierungsschicht ermöglicht es Angreifern, künstliche Guthaben zu erzeugen, ohne die zugrunde liegende Blockchain kompromittieren zu müssen. Bekannt gewordene Bridge-Zwischenfälle der vergangenen Jahre, darunter die Exploits beim Ronin Network und Wormhole, führten insgesamt zu Verlusten von über einer Milliarde US-Dollar und lösten eine verstärkte Überprüfung von Bridge-Architekturen und Audit-Praktiken in der gesamten Branche aus.

Der Exploit ereignete sich vor dem Hintergrund eines breiteren Marktdrucks auf XRP. Am 11. August 2026 fiel der Token kurz unter 1 $, zum ersten Mal seit Ende 2024, wobei der Bridge-Exploit zur negativen Stimmung rund um den Vermögenswert beitrug.

Der Angriff deutet nicht darauf hin, dass XRP selbst kompromittiert wurde. Vielmehr zeigt er, wie Schwachstellen in Anwendungen und Infrastrukturen, die um große Blockchain-Netzwerke herum aufgebaut sind, Nutzer und Liquidität Verlusten aussetzen können – selbst dann, wenn das zugrunde liegende Ledger voll funktionsfähig bleibt.