Hafen von Buenaventura nimmt Kaffeeausfuhren nach Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien teilweise wieder auf
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Hafen von Buenaventura hat am 12. August, zwei Tage nach einem Erdbeben der Stärke 7,4 in der Region, den Kaffeeexportbetrieb teilweise wieder aufgenommen.
- •Das Erdbeben hat mindestens 273 Menschenleben gefordert, was es zum schwersten seismischen Ereignis in diesem Gebiet seit Jahrzehnten macht.
- •An den Anlagen zur Kaffeeverarbeitung und -vermahlung gab es keine nennenswerten Schäden, sodass Exporteure mit dem Versand beginnen konnten.
- •Exporteure werden ermutigt, Fracht über Karibikhäfen wie Cartagena, Santa Marta und Puerto Antioquia umzuleiten, um die Belastung von Buenaventura zu verringern.
- •Kolumbien ist der drittgrößte Kaffeeproduzent der Welt und der weltweit führende Exporteur von gewaschenen Arabicabohnen.

Bloomberg hat berichtet, dass der Hafen von Buenaventura, Kolumbiens wichtigster Hafen am Pazifischen Ozean, die Kaffeeausfuhren nach einem Erdbeben der Stärke 7,4, das sich am Montag, den 10. August, ereignete, teilweise wieder aufgenommen hat.
Gustavo Goméz, geschäftsführender Präsident des kolumbianischen Kaffeeexporteur-Verbandes (Asoexport), erklärte, dass der Schwerverkehr am Mittwoch, den 12. August, die Bewegungen durch den Hafen wieder aufgenommen habe, auch wenn der Verkehr noch selten und eingeschränkt bleibe.
Exporteure begannen am Mittwoch ebenfalls mit dem Versand von Waren und meldeten keine nennenswerten Schäden an den Anlagen zur Kaffeeverarbeitung und -vermahlung. Um die Belastung des Betriebs in Buenaventura zu verringern, werden Exporteure ermutigt, Sendungen an alternative Häfen in der Region umzuleiten, darunter Cartagena, Santa Marta und Puerto Antioquia – alle an der Karibikküste Kolumbiens gelegen, was längere Landwege aus den im Landesinneren gelegenen Kaffeeanbaugebieten erfordert.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung deuten Berichte darauf hin, dass das Erdbeben mindestens 273 Menschenleben gefordert hat, was es zum schwersten Erdbeben in dieser Region seit Jahrzehnten macht. Das Epizentrum befand sich in der Provinz Chocó; Erschütterungen waren bis nach Panama und El Salvador zu spüren.
Kolumbien ist nach Brasilien und Vietnam die drittgrößte kaffeeproduzierende Nation der Welt und der weltweit führende Exporteur von gewaschenen Arabicabohnen, weshalb anhaltende Unterbrechungen in seinem wichtigsten Pazifikhafen ein wesentlicher Faktor für die internationalen Kaffeehandelsströme sind. Buenaventura dient als kritisches Handelsportal an der Pazifikküste des Landes. Neben Kaffee wickelt der Hafen einen beträchtlichen Teil der kolumbianischen Ausfuhren von Zucker, Baumwolle, Schnittholz, Gold und Platin ab.
Quelle: Global Coffee Report