Gemeldete Schwachstelle in Coldcard-Hardware-Wallet mit Diebstahl von 1.816 BTC im Wert von 116 Millionen US-Dollar in Verbindung gebracht
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein Beitrag auf X führte den Diebstahl von 1.816 BTC im Wert von 116 Millionen US-Dollar auf eine Schwachstelle in Coldcard-Hardware-Wallets zurück.
- •Der Beitrag enthielt keine Angaben dazu, wann der mutmaßliche Diebstahl stattfand, wie die Schwachstelle ausgenutzt wurde oder welche Coldcard-Modelle oder -Versionen betroffen sein könnten.
- •Coldcard ist eine von Coinkite hergestellte Bitcoin-Hardware-Wallet, die einen vollständig air-gapped Betrieb unterstützt, bei dem Transaktionen über eine microSD-Karte übertragen werden.
- •Der Bericht gab keinen Aufschluss darüber, ob die gestohlenen Bitcoin wiedererlangt wurden, ob Behörden ermitteln oder wie viele Nutzer betroffen sind.
- •Große dokumentierte Kryptodiebstähle betrafen in der Regel zentralisierte Plattformen, wie den Angriff auf Bybit im Februar 2025 mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Ether, den das FBI der Lazarus-Gruppe Nordkoreas zuschrieb.

Ein Beitrag auf X hat den berichteten Diebstahl von 1.816 BTC – laut dem Beitrag im Wert von 116.000.000 US-Dollar – auf eine Schwachstelle in Coldcard-Hardware-Wallets zurückgeführt. Der Beitrag bezeichnete die Schwachstelle der Hardware-Wallet als Ursache des Verlusts, lieferte aber keine weiteren technischen Details zur Schwachstelle selbst, zu den Umständen des Vorfalls oder zu den Identitäten der betroffenen Nutzer.
Gemeldeter Sicherheitsvorfall bei Coldcard
Coldcard ist eine Hardware-Wallet, die Offline-Speicherung und Signaturfunktionen für Bitcoin bietet. Solche Geräte dienen im Allgemeinen dazu, private Schlüssel von internetverbundenen Geräten fernzuhalten und so die Anfälligkeit für bestimmte Formen von Online-Angriffen zu verringern. Die Wallet-Produktreihe wird von Coinkite hergestellt und unterstützt vollständig air-gapped Arbeitsabläufe, bei denen Transaktionen über eine microSD-Karte auf das Gerät übertragen und von ihm abgerufen werden, statt über eine direkte Computerverbindung.
Gemäß den auf X geteilten Informationen stand eine Schwachstelle bei Coldcard-Hardware-Wallets im Zusammenhang mit dem Diebstahl von 1.816 BTC, die in dem Beitrag mit 116.000.000 US-Dollar bewertet wurde.
Es wurden keine weiteren Informationen dazu bereitgestellt, wann der mutmaßliche Diebstahl stattfand, wie die Schwachstelle ausgenutzt wurde oder ob ein bestimmtes Coldcard-Modell oder eine bestimmte Version betroffen war. Der Beitrag gab auch nicht an, ob die gemeldete Schwachstelle vom Hersteller identifiziert, offengelegt oder behoben wurde.
Hardware-Wallets verschiedener Hersteller waren über die Jahre Gegenstand unabhängiger Sicherheitsforschung, wobei öffentliche Offenlegungen Schwachstellen in Firmware, Risiken in der Lieferkette sowie physische oder Seitenkanalangriffe behandelten; die Hersteller reagierten in der Regel mit Firmware-Updates oder überarbeiteten Hardware-Designs. Im vorliegenden Fall bedeutet das Fehlen technischer Details, dass der genaue Mechanismus hinter dem gemeldeten Verlust anhand der bereitgestellten Informationen nicht festgestellt werden kann; die verfügbare Aussage beschränkt sich auf den gemeldeten Zusammenhang zwischen einer Coldcard-Schwachstelle und dem Verlust der angegebenen Menge an Bitcoin.
Selbstverwahrung verlagert die Sicherheitsverantwortung auf den Nutzer
Die Selbstverwahrung von Kryptowährungen ermöglicht es Nutzern, ihre digitalen Vermögenswerte direkt zu verwalten, anstatt sich auf eine zentralisierte Börse oder einen anderen verwahrenden Drittanbieter zu verlassen. Diese Struktur kann eine größere Kontrolle über private Schlüssel bieten, legt aber auch die Sicherheitsverantwortung in die Hände des Vermögensinhabers.
Hardware-Wallets wurden entwickelt, um einige der Risiken der Speicherung privater Schlüssel auf internetverbundenen Computern und Smartphones zu mindern. Transaktionen werden in der Regel auf dem Hardware-Gerät signiert, während das sensible Schlüsselmaterial vom angeschlossenen Computer isoliert bleibt.
Eine auf Hardware basierende Verwahrung beseitigt jedoch nicht alle Sicherheitsrisiken. Schwachstellen können potenziell aus Gerätesoftware, Firmware, physischem Zugriff, Transaktionssignaturprozessen oder Wechselwirkungen mit anderen Systemen entstehen, wobei die konkreten Risiken von der Art der jeweiligen Schwachstelle abhängen.
Der gemeldete Coldcard-Vorfall unterstreicht, wie wichtig es ist zu verstehen, wie Verwahrungssysteme private Schlüssel schützen und wie sich Sicherheitsschwächen auf digitale Vermögenswerte auswirken können, wenn Nutzer die direkte Kontrolle über ihre Gelder behalten.
Bitcoin-Diebstahl verdeutlicht das Ausmaß potenzieller Verluste
Der gemeldete Verlust von 1.816 BTC verdeutlicht die finanziellen Folgen, die ein Sicherheitsversagen bei einem großen Kryptowährungsguthaben nach sich ziehen kann. Zum in dem X-Beitrag genannten Bewertungskurs waren die gestohlenen Bitcoin 116.000.000 US-Dollar wert. Öffentlich gemeldete Diebstähle dieser Größenordnung, die einer Schwachstelle einer persönlichen Hardware-Wallet zugeschrieben werden, sind seltener als Angriffe auf zentralisierte Plattformen: Die größten dokumentierten Kryptodiebstähle betrafen in der Regel Börsen und Verwahrer, allen voran der Angriff auf die Bybit-Börse im Februar 2025, bei dem rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Ether gestohlen und vom FBI der Lazarus-Gruppe Nordkoreas zugeschrieben wurden.
Bitcoin-Transaktionen sind grundsätzlich so konzipiert, dass sie nach Bestätigung im Netzwerk unumkehrbar sind. Die Wiedererlangung von Vermögenswerten nach einer unbefugten Überweisung kann daher schwierig sein, insbesondere wenn Identität oder Aufenthaltsort des Empfängers unbekannt sind.
Der Bericht enthielt keine Angaben dazu, ob ein Teil der 1.816 BTC wiedererlangt wurde oder ob Behörden oder andere Parteien den mutmaßlichen Diebstahl untersuchen, und er lieferte keine Informationen zur Zahl der betroffenen Nutzer.
Für Bitcoin-Besitzer, die Selbstverwahrungslösungen nutzen, ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass die Sicherung privater Schlüssel Risiken birgt, die über das bloße Offline-Halten eines Geräts hinausgehen. Um die weiterreichenden Auswirkungen für Coldcard-Nutzer zu bestimmen, wären die technischen Details der gemeldeten Schwachstelle – ihre Ursache und ihr Ausmaß – erforderlich, die nicht offengelegt wurden. Zu den wichtigsten offenen Fragen gehören, ob Coinkite den Bericht bestätigt oder bestreitet, ob eine Firmware- oder Hardware-Behebung folgt und ob On-Chain-Analysen oder Aktivitäten von Strafverfolgungsbehörden den Verlust öffentlich bestätigen.
Quelle: Hokanews