Coldcard veröffentlicht Firmware 5.6.1 und ruft betroffene Nutzer auf, ihr Bitcoin zu verlagern
Wichtige Erkenntnisse
- •Coldcard hat die Firmware 5.6.1 als Reaktion auf ein konkretes Sicherheitsproblem veröffentlicht – nicht als routinemäßige Wartung.
- •Die Warnung bezieht sich auf das ältere Coldcard-Mk3-Modell und gilt für eine Teilgruppe betroffener Nutzer.
- •Coldcard hat betroffene Nutzer aufgefordert, ihr Bitcoin zu verlagern, da ein Firmware-Update die Zufälligkeit eines bereits vorhandenen Seeds nicht reparieren kann.
- •Das Unternehmen rät Nutzern, Firmware ausschließlich über die offizielle Upgrade-Dokumentation zu installieren und Updates über offizielle Kanäle zu verifizieren.
- •Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig Vertrauen in die Firmware und die Integrität des Geräts für Bitcoin-Nutzer mit Self-Custody sind.

Coldcard hat die Firmware 5.6.1 veröffentlicht und ruft betroffene Nutzer auf, ihr Bitcoin zu verlagern. Das Update steht im Zusammenhang mit einem konkreten Sicherheitsproblem und ist kein routinemäßiges Wartungs-Release. Der Rollout geht mit einer direkten Warnung an die Gerätebesitzer einher.
Was Coldcard mit der Firmware 5.6.1 geändert hat
Das Release wird als Schritt zur Risikominderung eingeordnet und nicht als gewöhnliches Changelog-Update. Coldcard ist eine ausschließlich für Bitcoin entwickelte Hardware-Wallet-Reihe des Herstellers Coinkite, und der Mk3, der im Mittelpunkt der Warnung steht, ist ein älteres Modell dieser Reihe – ein Kontext, der erklärt, warum sich die Warnung an einen Teil der Geräte und nicht an alle Besitzer richtet. Coinkite hat in seiner Mk3-Warnung zur Seed-Generierung Hinweise veröffentlicht, die das Update mit einem Problem bei der Seed-Generierung verknüpfen.
Nutzer können das Update über die offizielle Coldcard-Dokumentation für Upgrades einspielen, die den Firmware-Installationsprozess für die Hardware-Wallet Schritt für Schritt erläutert. Coldcard-Geräte überprüfen die Signatur einer Firmware kryptografisch, bevor sie installiert wird – einer der Gründe, warum Updates ausschließlich über die offiziellen Kanäle des Herstellers bezogen werden sollten.
Welche Nutzer betroffen sind und warum Coldcard zur Verlagerung von Bitcoin aufruft
Das Unternehmen hat betroffene Nutzer aufgefordert, ihr Bitcoin zu verlagern. Das signalisiert, dass es eine Teilgruppe von Haltern mit erhöhtem Risiko identifiziert hat, anstatt eine pauschale Warnung an alle Besitzer auszusprechen. Die Anleitung deckt sich mit früherer Berichterstattung, wonach Coldcard Mk3-Nutzer aufforderte, Guthaben zu verlagern – und zwar im Rahmen einer Untersuchung von Guthabenabflüssen, bei der rund 594 BTC verfolgt wurden.
Die Anweisung, Guthaben zu verlagern, spiegelt die Überlegung wider, dass auf betroffenen Geräten die Integrität bereits erzeugter Schlüssel möglicherweise nicht garantiert werden kann. Ein Firmware-Patch kann die Zufälligkeit, die bei der Erstellung in einen Seed eingeflossen ist, nicht nachträglich ändern. Die Behebung konzentriert sich daher darauf, Guthaben auf eine Wallet zu übertragen, die frisch auf einem aktualisierten, nicht betroffenen Gerät erzeugt wurde – nicht allein auf das Update. Berichterstattung über den aktiven Wallet-Exploit stellte fest, dass Coldcard Nutzer aufforderte, Bitcoin zu verlagern, solange die Situation andauerte.
Was dies für Bitcoin-Nutzer mit Self-Custody bedeutet
Für Halter, die ihr Bitcoin in Self-Custody verwahren, unterstreicht der Vorfall, warum Vertrauen in die Firmware und die Integrität des Geräts zentral für die Sicherheit der Schlüssel sind – ein kompromittierter Generierungsprozess kann eine ansonsten sichere Konfiguration untergraben. Eine Analyse des Vorfalls von TRM Labs, die den Fall als den größten Hardware-Wallet-Exploit des Jahres 2026 beschrieb und die Verluste auf rund 116 Millionen US-Dollar bezifferte, lieferte eine detaillierte Schilderung der Ereignisse.
Wenn ein Hersteller von Hardware-Wallets eine Warnung herausgibt, Guthaben zu verlagern, ist die praktische Reaktion, den Hinweis als zeitkritisch zu behandeln und die Anweisungen vor dem Handeln mit den offiziellen Kanälen des Herstellers abzugleichen. Coldcard betreibt eine offizielle Sicherheitsstatus-Seite für Nutzer, die die Situation und ihre weitere Entwicklung verfolgen.
Die übergreifende Lehre ist die Erinnerung daran, dass umsichtiges Handeln bei der Aufbewahrung von Bitcoin zählt: Leser, die ihren eigenen Ansatz abwägen, können sich ansehen, wie Persönlichkeiten wie David Schwartz Cold-Storage-Pläne aufgebaut haben, um ähnliche Custody-Risiken zu steuern.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Die Märkte für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie vor Entscheidungen immer eigene Recherchen durch.