Coldcard-Dieb leitet rund 10 % des gestohlenen Bitcoins über THORChain und erschwert die On-Chain-Verfolgung
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein Angreifer aus einem Coldcard-bezogenen Diebstahl soll rund 10 % des gestohlenen Bitcoins über THORChain geleitet haben.
- •THORChain ermöglicht Cross-Chain-Tausch ohne verwahrende Zwischeninstanz, sodass gestohlene Gelder zentralisierte Börsen umgehen können, die sie einfrieren würden.
- •Der Vorfall folgt auf frühere Coldcard-bezogene Verluste, darunter eine vermutete vierte Angriffswelle mit etwa 388,9 BTC.
- •Analysten sehen in der teilweisen Übertragung einen möglichen Waschtest, um Liquidität, Slippage und Überwachung auszutesten, bevor die restlichen Gelder bewegt werden.
- •Der Bericht ist teilweise unbestätigt; die Verfolgung läuft weiter, da Erlöse als nachvollziehbare native Assets auf den Ziel-Chains auftauchen.

Ein Angreifer, der mit einem Coldcard-bezogenen Bitcoin-Diebstahl in Verbindung steht, soll etwa 10 % der gestohlenen BTC über THORChain bewegt haben, ein Cross-Chain-Liquiditätsprotokoll. Dieser Schritt erschwert die On-Chain-Verfolgung und hat die Prüfung erneuert, wie Self-Custody-Gelder gewaschen werden, sobald sie eine Hardware-Wallet verlassen.
Die Wahl dieser Route ist bedeutend, denn THORChain ermöglicht es Nutzern, native Assets ohne verwahrende Zwischeninstanz über Blockchains hinweg zu tauschen. Gestohlener Bitcoin kann so in andere Token umgewandelt werden, ohne jemals eine zentralisierte Börse zu durchlaufen, die die Gelder einfrieren könnte. Genau dieser Mechanismus sorgt dafür, dass das Protokoll immer wieder in Fällen der Geldverfolgung im Zusammenhang mit Self-Custody-Verletzungen auftaucht. Kriminalität dieser Art über Chain-Grenzen hinweg ist zu einem branchenweiten Problem geworden: Blockchain-Analysefirmen wie Chainalysis haben in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge an gestohlenen Geldern verfolgt, die über Cross-Chain-Bridges und Tauschprotokolle flossen, und On-Chain-Ermittler wie ZachXBT haben die Nutzung von THORChain zuvor mit prominenten Diebstählen in Verbindung gebracht, die der nordkoreanischen Lazarus-Group zugeschrieben werden. Zum themenbezogenen Hintergrund siehe Bitcoin erreicht 82.000 USD nach rabiaten Fed-Signalen – Ethereum, XRP, Dogecoin steigen.
Kernpunkte
- Ein Angreifer aus einem Coldcard-bezogenen Diebstahl soll etwa 10 % des gestohlenen Bitcoins über THORChain bewegt haben.
- THORChains Cross-Chain-Tausch ermöglicht es, Wert in andere Assets zu überführen, ohne eine verwahrende Schlüsselstelle – das erschwert die Verfolgung der Gelder.
- Der Bericht ist teilweise unbestätigt, und bislang wurde nur ein Bruchteil der gestohlenen BTC über das Protokoll nachverfolgt.
Der Vorfall reiht sich in frühere Berichte über Coldcard-bezogene Verluste ein. AICryptoCore berichtete zuvor, wie Coldcard eine vermutete vierte Angriffswelle mit etwa 388,9 BTC erlebte, Teil eines breiteren Musters, bei dem Hardware-Wallet-Nutzer über Supply-Chain- oder Seed-Kompromittierungen ins Visier gerieten. Dieses Muster fügt sich in einen größeren Trend ein, in dem gestohlene Kryptowährungen laut Branchen-Incident-Trackern jährliche Rekordwerte erreichen, was sowohl Gerätehersteller als auch Ermittler unter Druck setzt. Zum themenbezogenen Hintergrund siehe Bitcoin-Miner verlässt Standort für KI-Deal im Wert von bis zu 1,2 Milliarden USD.
Warum die Übertragung nur eines Teils der gestohlenen BTC dennoch wichtig ist
Auch eine teilweise Übertragung hat für Ermittler Gewicht. Das erstmalige Tauschen eines kleinen Anteils ist ein üblicher Waschtest: So kann ein Angreifer einschätzen, ob Liquidität, Slippage und Überwachungsreaktionen die Übertragung des Rests erlauben, ohne Einfrierungen oder Alarme auszulösen. Zum themenbezogenen Hintergrund siehe Bitcoin wieder über 77.500 USD – XRP führt die Majors bei sinkenden Fed-Zinserhöhungsquoten an.
Da THORChain in native Assets auf den Ziel-Chains abwickelt, können Teile der Erlöse als Ethereum-basierte Token landen, deren Bewegungen auf öffentlichen Explorern wie Ethereum-Blockchain-Aufzeichnungen sichtbar bleiben. Diese Sichtbarkeit ist die Kehrseite der Cross-Chain-Tausche: Sie verschleiern die direkte BTC-Spur, hinterlassen aber eine neue, nachvollziehbare Spur auf der empfangenden Chain.
Was dies für Wallet-Sicherheit und Verfolgung bedeutet
Für Self-Custody-Nutzer ist die Erkenntnis operativ, nicht theoretisch. Sobald ein Seed oder ein Signaturgerät kompromittiert ist, begünstigt die On-Chain-Geschwindigkeit den Angreifer, und Cross-Chain-Routing verkleinert das Zeitfenster für Eingriffe von Börsen oder Strafverfolgungsbehörden. Dieselbe KI-gestützte Überwachung, die heute dem Schutz von Wallets dient, wird zunehmend zur Verfolgung von Waschtransaktionen über Chains hinweg eingesetzt.
Diese Konvergenz zeigt sich auch an anderer Stelle im Sicherheitsbereich. AICryptoCore berichtete, wie ein Bitcoin-Red-Team Kimi AI zur Suche nach potenziellen Schwachstellen nutzte – ein Beispiel dafür, dass maschinengestützte Analyse sowohl in der Offensive als auch in der Defensive der Bitcoin-Infrastruktur eingesetzt wird.
Die Details dieses Falls sind teilweise unbestätigt, und der Anteil der über das Protokoll geleiteten gestohlenen Gelder kann sich verschieben, je weiter die Spur kartiert wird. Für Teams aus dezentraler KI und On-Chain-Analytik werden solche Vorfälle zum primären Maßstab für Cross-Chain-Forensik-Tools – ein Wettstreit, der zunehmend Modell gegen Mixer statt Analyst gegen Transaktion ist.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Asset-Märkte bergen erhebliche Risiken. Treffen Sie Entscheidungen erst nach eigener Recherche.