NachrichtenKryptoCoinShares: KI-Anteil an den Erlösen der Bitcoin-Miner könnte bis Jahresende 70 % erreichen

CoinShares: KI-Anteil an den Erlösen der Bitcoin-Miner könnte bis Jahresende 70 % erreichen

Autor: Blockonomi·

Wichtige Erkenntnisse

  • Bitcoin verzeichnete Zuflüsse von 976 Millionen US-Dollar, während Ethereum 478 Millionen US-Dollar erhielt.
  • Auf die Vereinigten Staaten entfielen 1,5 Milliarden US-Dollar der jüngsten Zuflüsse in Kryptofonds; auch Deutschland und die Schweiz gehörten zu den größten Märkten.
  • Die Zuflüsse in der Kryptobranche kehrten seit Jahresbeginn mit 3,4 Milliarden US-Dollar ins Positive zurück, und das verwaltete Vermögen von Krypto-ETPs stieg auf rund 155 Milliarden US-Dollar.
  • CoinShares erklärte, dass die Leerstandsrate in US-Rechenzentren auf rund 1 % gesunken ist und die Warteschlangen für Netzanschlüsse inzwischen rund 2.060 Gigawatt umfassen.
  • Das Unternehmen schätzt, dass der KI-Anteil an den Erlösen börsennotierter Bitcoin-Miner auf rund 30 % gestiegen ist und bis Jahresende 70 % erreichen könnte.
CoinShares: KI-Anteil an den Erlösen der Bitcoin-Miner könnte bis Jahresende 70 % erreichen

CoinShares verzeichnete in den ersten drei Handelstagen dieser Woche digitale Kapitalzuflüsse in Höhe von 1,65 Milliarden US-Dollar und setzte damit den starken Lauf der Krypto-Investmentsprodukte fort, nachdem in der Vorwoche 2,94 Milliarden US-Dollar zugeflossen waren – der höchste Wochenwert des Jahres.

Bitcoin führte die jüngsten Zugewinne mit Zuflüssen von 976 Millionen US-Dollar an, während Ethereum 478 Millionen US-Dollar anzog. CoinShares erklärte, dass der breitere Kryptomarkt zusätzlich von einer gestiegenen Beteiligung an Altcoins getragen wurde, während sich unterhalb der Zahlen zu den Kapitalflüssen parallel ein struktureller Wandel abzeichnete.

Das insgesamt verwaltete Vermögen der börsengehandelten Kryptoprodukte stieg auf rund 155 Milliarden US-Dollar. Die Zuflüsse seit Jahresbeginn kehrten branchenweit mit 3,4 Milliarden US-Dollar ins Positive zurück. Auf die Vereinigten Staaten entfiel mit 1,5 Milliarden US-Dollar der Großteil der jüngsten Zuflüsse; Deutschland und die Schweiz folgten als nächststärkste Märkte.

Bei den Altcoins zog XRP 80,5 Millionen US-Dollar und Solana 62,9 Millionen US-Dollar an. Hyperliquid-Produkte verzeichneten Zuflüsse von 39 Millionen US-Dollar. CoinShares wies darauf hin, dass diese Zahlen die Zuflüsse aller Emittenten weltweit widerspiegeln und nicht nur die eigenen Produkte des Unternehmens.

Bitcoin schloss am 26. August nahe 78.500 US-Dollar, nachdem der Kurs einen Tag zuvor kurz die Marke von 81.000 US-Dollar berührt hatte. Das Asset eroberte zudem erstmals seit 270 Handelssitzungen seinen 200-Tage-Durchschnitt zurück.

CoinShares führte das erneute Interesse an digitalen Assets unter anderem auf die Unsicherheit rund um die Geldpolitik der Federal Reserve zurück. Die Kernrate der PCE-Inflation stieg im Juli um 0,2 % gegenüber dem Vormonat und um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit jeweils im Einklang mit den Konsensschätzungen.

Ein bevorstehender Mining-Bericht von CoinShares argumentiert, dass ein weniger sichtbarer Engpass die Ökonomie der US-Rechenzentren neu formt: Nicht Kapital, sondern Regulierung und Netzzugang sind inzwischen die wesentlichen Hindernisse. Bitcoin-Miner stehen im Zentrum dieser Verschiebung, da sie bereits über ans Stromnetz angebundene Infrastruktur verfügen, die sich für das KI-Hosting umrüsten lässt. Das macht bestehende Standorte auf einem Markt, auf dem neue Kapazitäten kaum ans Netz gebracht werden können, wertvoller.

Laut CoinShares ist die Leerstandsrate in US-Rechenzentren von 10 % im Jahr 2019 auf heute rund 1 % gesunken; dieser Wert hält sich seit drei aufeinanderfolgenden Jahren weitgehend stabil. Das Unternehmen erklärte, dass Moratorien und Entwicklungsbeschränkungen für neue Einrichtungen landesweit inzwischen ein Rekordniveau erreicht haben.

CoinShares erklärte ferner, dass die Warteschlange für Netzanschlüsse rund 2.060 Gigawatt erreicht hat, verglichen mit einer installierten Erzeugungskapazität in den USA von etwa 1.300 Gigawatt. Die anstehende Warteschlange ist damit rund 1,6-mal so groß wie der gesamte bestehende Kraftwerkspark des Landes. Neue Einrichtungen brauchen laut dem Unternehmen inzwischen etwa fünf Jahre, bis sie an das Stromnetz angeschlossen sind.

Dieser Zeitraum, so CoinShares, verschafft bereits ans Netz angeschlossenen Standorten einen erheblichen Vorteil gegenüber neuen Projekten. Miner verfügen bereits über die nötige Infrastruktur, und zwischen Mining und KI-Hosting steht keine vergleichbare regulatorische Hürde. Das Unternehmen erwartet, dass diese Dynamik die Erlöse der Miner weiter in Richtung von KI-Hosting-Verträgen verschiebt, während die Nachfrage nach Rechenleistung weiterhin mit dem begrenzten Netzzugang konkurriert.

CoinShares schätzt, dass der KI-Anteil an den Erlösen börsennotierter Bitcoin-Miner von rund 30 % gestiegen ist und bis zum Jahresende 70 % erreichen könnte. Das Unternehmen fügte hinzu, dass der Anteil je nachdem, wie schnell zusätzliche Netzkapazitäten verfügbar werden, noch weiter steigen könnte.

Der Bericht erscheint zudem zu einem Zeitpunkt, an dem die Märkte auf Signale von Fed-Chef Kevin Warsh achten, der am Freitag seine erste Grundsatzrede in Jackson Hole halten soll. CoinShares erklärte, dass Anleger Hinweise darauf suchen, wie er die hartnäckige Inflation gegen die schwächelnde Verbraucherzuversicht und die Daten zu Neubauverkäufen von Eigenheimen abwägt.