Coinsbuy soll bei Krypto-Diebstahl in Höhe von 7,9 Millionen US-Dollar betroffen sein, während Angreifer Gelder über mehrere Netzwerke verschieben
Wichtige Erkenntnisse
- •Coinsbuy soll rund 7,9 Millionen US-Dollar an digitalen Vermögenswerten verloren haben, nachdem Angreifer Wallets auf den Ethereum- und TRON-Netzwerken kompromittierten; ungewöhnliche Transfers wurden erstmals am 9. August erkannt.
- •Die gestohlenen Gelder wurden über mehrere Plattformen wie ChangeNOW, FixedFloat und BingX geleitet, und einige Vermögenswerte wurden nach Warnmeldungen zu verdächtigen Transaktionen eingefroren.
- •Der Angreifer wandelte einen Teil der Erlöse in Monero um, eine auf Privatsphäre ausgerichtete Kryptowährung, deren Transaktionsdetails schwer nachzuverfolgen sind, was die Wiederbeschaffung erschwert.
- •Die genaue Angriffsmethode ist weiterhin unbekannt, und Coinsbuy hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung öffentlich noch nicht erklärt, wie die Wallets kompromittiert wurden.
- •Der Vorfall ist Teil eines breiteren Trends hochkarätiger Krypto-Diebstähle im Jahr 2024, wobei die kumulierten Verluste durch Hacks und Exploits sowohl bei DeFi-Protokollen als auch bei zentralisierten Dienstleistern hoch geblieben sind.

Coinsbuy, eine Plattform für Kryptozahlungen, soll einen Sicherheitsvorfall erlitten haben, bei dem digitale Vermögenswerte im Wert von mehr als 7,9 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Betroffen waren Wallets, die dem Unternehmen sowohl im Ethereum- als auch im TRON-Netzwerk zugeordnet sind.
On-chain-Überwachung erkannte am 9. August ungewöhnliche Transfers von mehreren mit Coinsbuy verbundenen Wallets. Blockchain-Sicherheitsforscher schätzten die gestohlenen Vermögenswerte anschließend auf rund 7,9 Millionen US-Dollar. Die genaue Angriffsmethode ist weiterhin unbekannt, und Coinsbuy hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht öffentlich erläutert, wie die Wallets kompromittiert wurden.
Gelder über mehrere Krypto-Dienste verfolgt
Ermittler haben Teile der gestohlenen Kryptowährungen verfolgt, während sie über mehrere Börsen und Tauschdienste bewegt wurden. Das Muster der Transfers deutet darauf hin, dass der Angreifer versuchte, die Erlöse zu zersplittern und zu verschleiern, bevor ein Teil der Vermögenswerte in Monero umgewandelt wurde, eine auf Privatsphäre ausgerichtete Kryptowährung, deren Transaktionsdetails schwer nachzuverfolgen sind, was Wiederbeschaffungsmaßnahmen erschwert, sobald Gelder dieses Netzwerk erreichen.
Die gestohlenen Mittel sollen über Plattformen wie ChangeNOW, FixedFloat und BingX geflossen sein. Einige Vermögenswerte wurden Berichten zufolge eingefroren, nachdem die Börsen Warnungen zu den verdächtigen Transaktionen erhalten hatten. Die Nutzung mehrerer Tauschdienste über unterschiedliche Blockchains hinweg entspricht einer verbreiteten Geldwäschetechnik aus früheren Krypto-Diebstählen, bei der Angreifer nicht-verwahrte Börsen und Cross-Chain-Brücken ausnutzen, um Vermögenswerte schnell zwischen Netzwerken zu verschieben, bevor forensische Teams Sperren koordinieren können.
Der Vorfall verdeutlicht eine anhaltende Herausforderung für Krypto-Unternehmen. Öffentliche Blockchains ermöglichen es Ermittlern zwar, Transaktionen nachzuverfolgen, doch Angreifer können die Wiederbeschaffung dennoch erschweren, indem sie Gelder rasch über Netzwerke und Dienste bewegen.
Breitere Sicherheitsbedenken
Coinsbuy stellt Infrastruktur für die Verarbeitung von Kryptowährungen für Unternehmen, Händler und Börsen bereit. Die Plattform umfasst Sicherheitskontrollen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, Adress-Whitelists, Auszahlungslimits und Transaktionsüberwachung.
Dennoch können Sicherheitsmaßnahmen das Risiko kompromittierter Wallets oder unbefugten Zugriffs nicht vollständig ausschließen. Der gemeldete Diebstahl verstärkt die wachsenden Sorgen über die Sicherheit von Kryptowährungen, da Angreifer weiterhin Plattformen ins Visier nehmen, die erhebliche Bestände an digitalen Vermögenswerten verwalten. Der Vorfall ist einer in einer Reihe viel beachteter Krypto-Diebstähle, die 2024 gemeldet wurden, einem Jahr, in dem die kumulierten Verluste durch Hacks und Exploits sowohl bei dezentralen Finanzprotokollen als auch bei zentralisierten Dienstleistern auf einem hohen Niveau geblieben sind.
Für betroffene Nutzer und den breiteren Markt ist die zentrale Frage nun, ob Ermittler und Börsen weitere gestohlene Gelder zurückerlangen können. Der Vorfall unterstreicht zudem die Notwendigkeit für Krypto-Unternehmen, Wallet-Kontrollen zu verschärfen, ungewöhnliche Abhebungen zu überwachen und bei verdächtigen Aktivitäten schnelle Reaktionsverfahren aufrechtzuerhalten.