NachrichtenKryptoCoinbase-Delisting am 26. August: Zehn Perpetual Futures werden automatisch abgerechnet

Coinbase-Delisting am 26. August: Zehn Perpetual Futures werden automatisch abgerechnet

Autor: CryptoNewsNet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Coinbase beendet am 26. August 2026 den Handel mit zehn Perpetual Futures; offene Positionen werden automatisch abgerechnet.
  • Der Abrechnungswert basiert auf dem durchschnittlichen Indexpreis der letzten 60 Minuten vor der Handelsaussetzung.
  • Coinbase nennt Handelsvolumen, Marktqualität und regulatorische Anforderungen als Grundlage für Delistings.
  • Das Delisting betrifft nur die Derivatekontrakte und nicht die zugrunde liegenden Token auf Spotmärkten oder in Wallets.
  • Im Juni wurden bereits sechs Perpetual-Kontrakte delistet; für den 3. September ist eine weitere Runde mit neun Kontrakten geplant.
Coinbase-Delisting am 26. August: Zehn Perpetual Futures werden automatisch abgerechnet

Coinbase-Delisting am 26. August: Zehn Perpetual Futures werden automatisch abgerechnet

Coinbase nimmt am 26. August 2026 zehn Perpetual Futures vom Handel. Betroffen sind Memecoin ( $MEME ), The Sandbox ( $SAND ), Moonbirds (BIRB), Blur ( $BLUR ), Katana (KAT), SPX6900 ( $SPX ), Zora (ZORA), Axie Infinity ( $AXS ), Gensyn (AI) und LayerZero ( $ZRO ). Wer Positionen offen lässt, verkauft sie nicht selbst: Coinbase rechnet diese Positionen automatisch zu einem Durchschnittspreis ab, der aus der letzten Handelsstunde berechnet wird. Wer selbst schließt, kontrolliert den Ausführungspreis; wer bis zum Delisting wartet, überlässt Coinbase die Abrechnung.

Das Delisting ist Teil einer breiteren Serie. Im Juni beendete Coinbase auf dieselbe Weise sechs Perpetual Futures, und für den 3. September sind neun weitere vorgesehen. Der Vorgang ist damit kein Einzelfall, sondern ein wiederkehrender Teil der Produktpflege der Börse und ein Hinweis darauf, dass auch aktive Derivateprodukte eingestellt werden können, ohne dass der zugrunde liegende Token vom Markt verschwindet.

Coinbase-Delisting am 26. August: Diese zehn Perpetual Futures sind betroffen

Laut der Ankündigung, die von mehreren Branchenmedien übereinstimmend wiedergegeben wird, endet der Handel in zehn Perpetual-Kontrakten. Es handelt sich durchweg um kleinere Assets aus den Segmenten Gaming, NFT, Memecoin und Infrastruktur. Die Kontrakte lauten in der Notation von Coinbase $MEME-PERP, $SAND-PERP, BIRB-PERP, $BLUR-PERP, KAT-PERP, $SPX-PERP, ZORA-PERP, $AXS-PERP, AI-PERP und $ZRO-PERP.

Liquidität als zentrales Kriterium

Gemeinsam ist ihnen die Liquidität. Coinbase begründet solche Schritte mit einer laufenden Prüfung von Handelsvolumen, Marktqualität und regulatorischen Anforderungen. Ein Kontrakt, in dem kaum jemand handelt, ist für eine Börse teuer und für Nutzer riskant: Die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs weitet sich aus, und größere Orders bewegen den Preis gegen den Handelnden.

Wichtig für den Kontext: Das Delisting betrifft den Futures-Kontrakt, nicht den Coin. Was das im Detail bedeutet, wird weiter unten erläutert.

Was ein Perpetual Future ist

Ein Perpetual Future, kurz Perp, ist ein Futures-Kontrakt ohne Ablaufdatum. Er ermöglicht es, auf den Preis eines Basiswerts zu spekulieren, ohne diesen Basiswert zu besitzen. Ein klassischer Future läuft an einem festen Tag aus und wird dann abgerechnet; ein Perp ist grundsätzlich auf unbegrenzte Laufzeit angelegt.

Damit sich der Preis eines dauerhaft laufenden Kontrakts nicht vom Spotmarkt entfernt, gibt es die Funding Rate. Dabei handelt es sich um eine periodische Zahlung zwischen Long- und Short-Seite, die den Kontraktpreis in Richtung des Indexpreises zieht. Liegt der Perp über dem Index, zahlen Long-Positionen an Short-Positionen; liegt er darunter, ist es umgekehrt.

Der Indexpreis ist wiederum ein Referenzpreis für den Basiswert, gebildet aus Daten mehrerer Handelsplätze. Er ist die Brücke zwischen Derivate- und Spotmarkt und, wie sich gleich zeigt, auch die Grundlage für die Abrechnung bei einem Delisting.

Für die Praxis ergeben sich zwei Folgen. Erstens trägt ein Perp Hebelwirkung, und Hebel verstärkt jede Preisbewegung in beide Richtungen. Zweitens hängt das Ergebnis nicht nur vom Preis ab, sondern auch von laufenden Funding-Zahlungen, die über Wochen einen eigenen Kostenblock bilden können.

Zwangsabrechnung statt Verkauf: Wie Coinbase offene Positionen schließt

Wird ein Perpetual Future delistet, gibt es keinen Käufer, an den die Position einfach übergeben werden könnte. Die Börse beendet den Kontrakt und schreibt den Beteiligten den berechneten Wert gut oder belastet ihn. Laut Ankündigung werden alle nach der Aussetzung noch offenen Positionen automatisch abgerechnet.

Der Unterschied zum eigenen Verkauf ist größer, als er klingt. Beim Verkauf wählen Händler Zeitpunkt und Ordertyp selbst; sie können mit Limit arbeiten und abwarten. Bei einer Zwangsabrechnung fallen beide Möglichkeiten weg. Sobald der Handel endet, ist der Preis festgelegt, und erst danach wird das Ergebnis bekannt.

Warum ein offener Limit-Order kein Ersatz für das Schließen ist

Eine nicht ausgeführte Limit-Order schützt nicht. Solange niemand auf der Gegenseite handelt, liegt die Order nur im Orderbuch und läuft am Ende zusammen mit dem Kontrakt aus. Nur eine ausgeführte Order schließt die Position.

In den letzten Stunden vor einem Delisting dünnt die Liquidität typischerweise aus, weil sich auch Market Maker zurückziehen. Ein Limit, das gestern noch realistisch war, kann heute unerreichbar sein.

In früheren Runden behielt sich Coinbase ausdrücklich auch vor, den Handel vorzeitig auszusetzen und den finalen Abrechnungspreis auf einem aus Sicht der Börse angemessenen Niveau festzusetzen. Wer die Frist bis zur letzten Minute ausreizt, verlässt sich also auf einen Zeitpunkt, den die Börse verschieben darf.

Das gleiche Muster kennen wir vom Spotmarkt: Beim Kraken-Delisting mit Zwangsliquidation verwertete die Börse verbliebene Bestände nach Ablauf der Frist von sich aus.

Abrechnungspreis nach Index: Warum die letzten 60 Minuten entscheiden

Der finale Abrechnungspreis ist weder ein Schlusskurs noch der letzte gehandelte Preis. Er ist der durchschnittliche Indexpreis der 60 Minuten unmittelbar vor der Handelsaussetzung.

Diese Konstruktion hat einen guten Grund und einen unangenehmen Nebeneffekt. Der gute Grund: Ein Durchschnitt über eine Stunde ist schwerer zu manipulieren als ein einzelner Preis in einer Sekunde. Gerade bei Kontrakten mit dünnem Orderbuch wäre ein Schlusskurs eine Einladung für alle, die die letzte Kerze in ihre Richtung drücken wollen.

Der Nebeneffekt: Der Durchschnitt glättet auch Bewegungen, die zu Ihren Gunsten wären. Steigt der Basiswert in der letzten halben Stunde stark, bekommen Sie nur einen Teil davon. Deshalb ist das Ergebnis einer Zwangsabrechnung fast nie identisch mit dem Preis, den Sie beim Handelsende auf dem Bildschirm sehen. Ein Auf- oder Abschlag von wenigen Prozent ist in einem gehebelten Kontrakt bereits ein spürbarer Betrag.

Praktisch heißt das: Wer das Ergebnis kontrollieren will, schließt deutlich vor der Frist und nicht in der letzten Stunde. Denn genau in dieser letzten Stunde bildet sich der Preis, zu dem alle anderen abgerechnet werden.

Funding Rate auf null gesetzt: Was die letzte Zahlungsperiode bedeutet

Ein Detail der Ankündigung geht in vielen Zusammenfassungen unter: Die Funding Rate für die letzte Zahlungsperiode wird auf null gesetzt. Für die letzte Periode vor dem Delisting fließen also keine Zahlungen mehr zwischen Long- und Short-Seite.

Das ist eine Entlastung für die Seite, die sonst zuletzt gezahlt hätte, und ein entgangener Zufluss für die andere Seite. Vor allem nimmt es dem Markt aber einen Anreiz: Ohne Funding-Zahlung gibt es in der Schlussphase keinen Grund mehr, den Kontraktpreis in Richtung Index zu handeln. Der Perp kann in den letzten Stunden stärker vom Index abweichen als sonst.

Da die Abrechnung dennoch am Index hängt, handelt in dieser Phase weiterhin jeder gegen einen Preis, der für das Endergebnis überhaupt nicht entscheidend ist. Das ist der zweite Grund, den Ausstieg nicht auf den Schluss zu legen.

13:00 UTC oder 21:00: Warum die Zeitangaben in den Berichten abweichen

Bei der Uhrzeit gehen die Angaben auseinander, und das gehört offen dazu. Einige Berichte nennen „gegen 21:00 Uhr am 26. August“, andere 13:00 UTC. Beide Angaben stammen aus derselben Mitteilung.

Die wahrscheinlichste Erklärung ist eine Zeitzone: 21:00 in Ostasien entspricht 13:00 UTC. Das Muster der benachbarten Runden stützt das. Die Juni-Runde mit sechs Kontrakten endete gegen 13:00 UTC, und auch für die September-Runde wird 13:00 UTC genannt. Beweisen lässt sich das aus den verfügbaren Quellen nicht; dokumentiert ist das Datum, nicht die Minute.

Für Sie hat das eine klare Konsequenz. Maßgeblich sind die Informationen in Ihrem eigenen Konto und die Mitteilung, die der Anbieter direkt sendet. Eine Uhrzeit aus einem Nachrichtenbericht ist ein Hinweis, keine Zusage. Wenn zwei Angaben acht Stunden auseinanderliegen, planen Sie Ihren Ausstieg vor der früheren, nicht vor der späteren Zeit.

Coinbase Futures in Deutschland: Wer diese Kontrakte überhaupt handeln kann

Ohne den europäischen Aspekt wäre das eine Geschichte für US-Konten. Doch der Aspekt existiert: Coinbase erweiterte sein Futures-Angebot im Frühjahr 2026 auf Nutzer von Coinbase Advanced in 26 europäischen Ländern, Deutschland ausdrücklich eingeschlossen. Die Börse kündigte diesen Schritt in einem eigenen Beitrag an („Futures Contracts Now Available on Coinbase in Europe“), und Fachmedien berichteten unabhängig darüber.

MiFID oder MiCA: Welche Aufsicht für Derivate gilt

Das Angebot wird von einer europäischen Gesellschaft getragen, die eine Erlaubnis der zyprischen Wertpapieraufsicht CySEC besitzt, welche über den MiFID-II-Passport im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum wirkt. Das ist der entscheidende rechtliche Punkt dieses Artikels: Solche Kontrakte sind Finanzinstrumente nach MiFID und fallen damit gerade nicht unter die europäische Kryptoregulierung MiCA. Wer Anbieter nach ihrer Erlaubnis sortieren will, findet die Systematik im Hub Best regulated crypto exchanges; klassische Broker-Angebote stehen im Hub Best crypto brokers daneben.

Ob einer der zehn Kontrakte in einem konkreten Konto tatsächlich handelbar war, lässt sich von außen nicht feststellen. Das Produktspektrum unterscheidet sich je nach Land, Kontotyp und Freischaltung. Die verlässliche Antwort steht in der Kontraktliste des eigenen Kontos, nicht in einer Pressemitteilung.

Spot bleibt handelbar: Was das Delisting für $SAND, $AXS und Blur nicht bedeutet

Ein Missverständnis wäre an dieser Stelle teuer. Das Delisting betrifft allein die Perpetual-Kontrakte. Der Coin selbst verschwindet dadurch weder von Coinbase noch von anderen Handelsplätzen, und Bestände im eigenen Wallet sind nicht betroffen.

Wer $SAND, $AXS oder $BLUR im Spotmarkt hält, muss wegen dieses Termins nichts unternehmen. Etwas anderes gilt bei einem Delisting im Spotmarkt, wo tatsächlich Auszahlungsfristen weiterlaufen. Den Unterschied haben wir in Delisting: was passiert, wenn ein Token nicht mehr handelbar ist auseinandergehalten.

Ein zweiter Kontextpunkt, weil beides zeitlich zusammenfällt: The Sandbox hatte im August unabhängig davon einen Vorfall an seiner Cross-Chain-Bridge, woraufhin das Projekt die Brücken zu zwei Netzwerken schloss. Den Fall haben wir in The $SAND bridge exploit at The Sandbox beschrieben. Ein Zusammenhang mit der Coinbase-Entscheidung ist in den verfügbaren Veröffentlichungen nicht dokumentiert, und wir konstruieren hier keinen.

Derivate und Steuer: Warum in Deutschland § 20 EStG gilt und nicht die Haltefrist

Für deutsche Anleger ist die steuerliche Einordnung der wichtigste Unterschied zwischen einem Perp und einem gekauften Coin, und sie wird regelmäßig verwechselt.

Ein Termingeschäft ist ein Vertrag, bei dem der Gewinn aus einer Barausgleichszahlung oder aus dem Wert eines variablen Bezugsmaßstabs entsteht, nicht aus dem Besitz eines Vermögenswerts. Genau das sagt das Gesetz: Nach § 20 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 Einkommensteuergesetz gehören Gewinne aus Termingeschäften, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen anhand des Wertes eines variablen Bezugsmaßstabs bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt, zu den Einkünften aus Kapitalvermögen.

Daraus folgen drei Dinge. Erstens gilt der gesonderte Tarif für Kapitaleinkünfte nach § 32d statt Ihres persönlichen Steuersatzes. Zweitens gibt es hier keine einjährige Haltefrist: Die Steuerfreiheit nach einem Jahr, die viele von privat gehaltenem Bitcoin und Ethereum kennen, stammt aus einer anderen Vorschrift und gilt nicht für Termingeschäfte. Drittens wird die Zwangsabrechnung steuerlich wie ein Glattstellen behandelt, weil fiskalisch das Ende des Geschäfts zählt, nicht sein Grund.

Anlage KAP: Was ohne inländische auszahlende Stelle zu tun ist

Bei einem Anbieter ohne inländische auszahlende Stelle wird nichts automatisch einbehalten. Die Einkünfte gehören dann in die Anlage KAP der Steuererklärung, und die Nachweispflicht liegt bei Ihnen. Eine saubere Transaktionshistorie ist hier keine Bequemlichkeit, sondern die Grundlage der Erklärung. Welche Tools Derivate-Positionen sauber auswerten, steht im Hub Crypto tax tools and portfolio trackers. Wie ein zwangsweises Ende im Spotmarkt steuerlich wirkt, haben wir in Forced sale on a crypto exchange and tax dargestellt.

Verlustverrechnung bei Termingeschäften: Was unser eigener Blick ins Gesetz heute zeigt

Zwangsabrechnungen treffen überproportional oft Positionen im Minus, weil Positionen im Plus meist freiwillig geschlossen werden. Das macht die Frage wichtig, was mit einem Verlust aus einem Termingeschäft passiert.

cryptoticker.io hat diese Analyse am 26. August 2026 selbst erstellt. Methode: Wir haben den offiziellen Volltext von § 20 Einkommensteuergesetz auf gesetze-im-internet.de abgerufen (HTTP 200) und Absatz 6 Satz für Satz gezählt. Untersucht wurde genau eine Vorschrift, und zwar in der heute veröffentlichten Fassung.

Ergebnis: Absatz 6 enthält fünf Sätze. Satz 1 verbietet die Verrechnung von Verlusten aus Kapitalvermögen mit anderen Einkunftsarten, Satz 2 erlaubt einen Vortrag in spätere Jahre innerhalb der Kapitaleinkünfte, Satz 4 begrenzt Aktienverluste auf Aktiengewinne, Satz 5 verlangt für die Verrechnung eine Verlustbescheinigung. Ein eigener Verrechnungskreis für Termingeschäfte kommt darin nicht mehr vor, und die Zeichenfolge des früheren Deckels findet sich im gesamten Abschnitt nirgends.

Das passt zu der Rechtslage, die Steuerportale seit dem Jahressteuergesetz 2024 beschreiben: Der separate Verlustverrechnungskreis für Termingeschäfte mit seiner Grenze von 20.000 Euro im Jahr wurde rückwirkend und in allen offenen Fällen abgeschafft. Verluste aus einem Perp werden seither allgemein mit Kapitaleinkünften verrechnet, nicht nur mit Gewinnen gleicher Art.

Was diese Analyse nicht zeigt, gehört ebenfalls dazu: Die Zählung sagt nichts darüber aus, wie ein einzelner Anbieter das in der Jahressteuerbescheinigung umsetzt, sie ist eine Momentaufnahme des heutigen Gesetzestextes, und sie ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Geprüft wurde der Gesetzeswortlaut, nicht seine Anwendung auf Ihr Konto.

Nicht die erste Runde: Coinbase hat im Juni sechs Perpetual Futures abgerechnet

Am 24. Juni 2026 beendete Coinbase sechs Perpetual-Kontrakte: Spark (SPK), Zama (ZAMA), Gunz (GUN), Turbo (TURBO), Moo Deng (MOODENG) und Nomina (NOM). Das Verfahren war identisch mit dem jetzigen. Offene Positionen wurden zum Zeitpunkt der Aussetzung automatisch abgerechnet, und der Abrechnungspreis ergab sich aus dem durchschnittlichen Indexpreis der vorherigen 60 Minuten.

Die Wiederholung ist die eigentliche Nachricht für Anleger. Ein Verfahren, das eine Börse zweimal pro Quartal anwendet, ist Routine, und Routine kann man vorbereiten. Wer Perpetual Futures auf kleinere Assets hält, sollte daher jederzeit mit einem Delisting rechnen und die Positionsgröße entsprechend wählen.

Nächste Runde am 3. September: Kaspa, $POPCAT und sieben weitere Kontrakte

Der nächste Termin steht bereits fest. Am 3. September 2026 um 13:00 UTC, so die verfügbaren Berichte, nimmt Coinbase neun weitere Perpetual Futures vom Handel: Espresso (ESP), DoubleZero (2Z), RedStone (RED), Aevo (AEVO), Aethir (ATH), Kaspa (KAS), Sky (SKY), Popcat ( $POPCAT ) und Brett (BRETT).

Wer in einem dieser Kontrakte exponiert ist, hat also noch eine gute Woche und sollte diese nutzen, statt auf die Frist zuzusteuern. Auch hier gilt der Punkt aus dem Abschnitt zur Uhrzeit: Die Angabe im eigenen Konto ist wichtiger als jeder Bericht.

Ein Delisting richtig lesen: So erkennt man eine harte Frist

Delisting-Mitteilungen sehen ähnlich aus und bedeuten Unterschiedliches. Vier Punkte trennen die harmlose Ankündigung von der teuren.

Erstens die Art des Endes. Endet nur der Handel, oder endet auch die Möglichkeit, den Vermögenswert abzuheben? Bei einem Derivat wie hier gibt es nichts abzuheben, die Position wird in Geld abgerechnet. Bei einem Spot-Delisting läuft dagegen oft eine separate Auszahlungsfrist weiter, wie zuletzt beim Bitfinex-Delisting mit Auszahlungsfrist.

Zweitens die Zwischenschritte. Viele Börsen schalten vor dem Ende in einen Modus, in dem Positionen nur noch reduziert werden können. Wer das verpasst, steht plötzlich in einem Konto, in dem kein Hedge mehr aufgebaut werden kann.

Drittens die Preisregel. Gibt die Mitteilung ein Durchschnittsfenster, einen Schlusskurs oder ein Ermessen der Börse beim finalen Preis an? Das entscheidet darüber, wie viel Kontrolle überhaupt noch bleibt.

Viertens der Umfang. Trifft die Maßnahme den Coin oder nur ein Produkt darauf? Dieser Unterschied geht in Schlagzeilen fast immer verloren. Wie unterschiedlich das ausfallen kann, zeigen zwei aktuelle Fälle im Spotmarkt: das OKX-Delisting von MAJOR und J sowie das Binance-Delisting von ICX, SCRT und STORJ.

Coinbase-Delisting prüfen: Ihre wichtigsten Punkte

Schauen Sie heute in die Kontraktliste, nicht auf die Schlagzeile. Öffnen Sie Ihr Derivatekonto und prüfen Sie, ob eine der zehn Positionen offen ist. Wenn dort etwas liegt, schließen Sie es deutlich vor der Frist, denn der Abrechnungspreis bildet sich in der letzten Stunde. Wenn Sie ohnehin über Ihren Handelsplatz nachdenken, hilft der Marktvergleich im Hub Best crypto exchanges.

Prüfen Sie die Erlaubnis Ihres Anbieters. Bei europäischen Anbietern laufen Derivate unter einer Wertpapiererlaubnis nach MiFID, der Spothandel dagegen unter MiCA. Das sind unterschiedliche Regime mit unterschiedlicher Aufsicht. Welcher Anbieter unter welcher Erlaubnis operiert, steht im Hub Best regulated crypto exchanges.

Sichern Sie die Abrechnungsunterlagen für Ihre Steuererklärung. Laden Sie die Abrechnungsdokumente und den Kontoauszug herunter, solange der Kontrakt noch im Konto auffindbar ist. Gewinne und Verluste aus Termingeschäften gehören in die Anlage KAP, und ohne Unterlagen werden sie zur Schätzung. Geeignete Auswertungstools finden Sie im Hub Crypto tax tools and portfolio trackers.

(Stand: 26. August 2026. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Preise und Gebührenstrukturen ändern sich; prüfen Sie vor dem Kauf die Bedingungen beim Anbieter.)