NachrichtenKryptoCoinbase startet Bitcoin Security Consortium zum Schutz des 2-Billionen-Dollar-Netzwerks vor Quantenbedrohungen

Coinbase startet Bitcoin Security Consortium zum Schutz des 2-Billionen-Dollar-Netzwerks vor Quantenbedrohungen

Autor: Crypto Ninjas·

Wichtige Erkenntnisse

  • Coinbase hat das Bitcoin Security Consortium mit Gründungsmitgliedern wie BlackRock, Fidelity Digital Assets, Block, Blockstream und Strategy gegründet, um die langfristige kryptografische Sicherheit von Bitcoin anzugehen.
  • Das Konsortium soll Bitcoin-Werte von rund 2 Billionen US-Dollar vor potenziellen künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer schützen, die das ECDSA-Signaturverfahren kompromittieren könnten.
  • Coinbase wird Engineering-Ressourcen zur Open-Source-Entwicklung von Bitcoin beitragen, einschließlich Unterstützung für BIP-360, einen Vorschlag zur Einführung quantenresistenter Signaturoptionen im Netzwerk.
  • Coinbase entwickelt PQ-CoreKMS, eine Post-Quanten-Version seines proprietären Schlüsselverwaltungssystems, das derzeit dazu beiträgt, rund 99,9% der verwahrten Vermögenswerte abzusichern.
  • Ein im August gemeinsam mit der Stanford University veranstalteter technischer Workshop markiert den Auftakt einer Reihe kollaborativer Engineering-Sitzungen, die sich auf konkrete Vorbereitungen für Post-Quanten-Sicherheit konzentrieren.
Coinbase startet Bitcoin Security Consortium zum Schutz des 2-Billionen-Dollar-Netzwerks vor Quantenbedrohungen

Coinbase hat die Gründung des Bitcoin Security Consortium bekannt gegeben, einer neuen Branchenallianz, die große Finanz- und Kryptowährungsunternehmen zusammenbringt, um Forschung, Engineering und öffentliche Aufklärung zur langfristigen kryptografischen Sicherheit von Bitcoin zu koordinieren. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Technologiebranche insgesamt ihren Übergang zu quantenresistenten Algorithmen beschleunigt, nachdem das U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST) im Jahr 2024 seine ersten finalisierten Standards für Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht hatte.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören BlackRock, Fidelity Digital Assets, Block, Blockstream, Strategy und weitere Teilnehmer aus dem Krypto-Ökosystem. Das erklärte Ziel des Konsortiums ist es, das Bitcoin-Netzwerk — das derzeit einen Wert von etwa 2 Billionen US-Dollar absichert — auf das mögliche Aufkommen von Quantencomputing-Fähigkeiten vorzubereiten, die bestehende kryptografische Standards bedrohen könnten.

Das Sicherheitsmodell von Bitcoin beruht für Transaktionssignaturen auf dem Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA), einem Verfahren, das ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer mit Shor's algorithm theoretisch kompromittieren könnte. Während Experten weithin davon ausgehen, dass praktische Quantencomputer, die heutige Verschlüsselung brechen können, noch Jahre entfernt sind, betonte Coinbase, dass Upgrades dezentraler Netzwerke kostspielig und zeitaufwendig sind, weshalb eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend sei.

We're proud to announce the launch of the Bitcoin Security Consortium, in partnership with BlackRock, Fidelity, Block, and more. Together we'll support the long-term security of the Bitcoin network. Quantum computing is coming. Crypto needs to be ready. pic.twitter.com/T792xvP7jj

— Coinbase (@coinbase) July 23, 2026

Engineering-Unterstützung und Open-Source-Entwicklung

Das Engagement von Coinbase geht über finanzielle Unterstützung hinaus. Die Börse wird Engineering-Ressourcen direkt zur Open-Source-Entwicklung von Bitcoin und zu quantenresistenten Initiativen beitragen. Dazu gehören Vorschläge, technische Arbeit und Unterstützung für den Übergang von Bitcoin zu Post-Quanten-Kryptografie, etwa BIP-360, ein vorgeschlagener Bitcoin Improvement Proposal, der quantenresistente Signaturoptionen in das Netzwerk einführen soll.

Quantenbereite Infrastruktur: PQ-CoreKMS

Parallel zum Start des Konsortiums gab Coinbase bekannt, dass es PQ-CoreKMS entwickelt, eine Post-Quanten-Version seines proprietären Schlüsselverwaltungssystems. Das bestehende CoreKMS des Unternehmens nutzt Multi-Party-Computation-Technologie (MPC), um rund 99,9% seiner verwahrten Vermögenswerte abzusichern. Die aktualisierte Plattform würde diese Technologien zusammen mit sicheren Enklaven nutzen, um quantensichere Signaturschemata zu erzeugen.

Coinbase sagte außerdem zu, eine umfassende Prüfung der kryptografischen Systeme durchzuführen, die in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens eingesetzt werden. Die Prüfung soll Migrationsprioritäten bestimmen und technische Meilensteine für einen breiteren Übergang festlegen, sobald Quantentechnologie bestimmte Fähigkeitsschwellen erreicht.

Stanford-Workshop stößt Zusammenarbeit an

Bitcoin auf Post-Quanten-Sicherheit vorzubereiten, erfordert Konsens im gesamten dezentralen Ökosystem und nicht das Handeln eines einzelnen Unternehmens — jede Protokolländerung hängt letztlich von der Übernahme durch Miner, Entwickler und Node-Betreiber des Netzwerks ab. Um diese Koordination zu fördern, wird Coinbase im August gemeinsam mit der Stanford University einen technischen Workshop abhalten. Die Börse beschrieb die Veranstaltung als erste einer Reihe, die sich auf konkrete Engineering-Fragen statt auf Spekulationen konzentrieren soll.

Coinbase erklärte, dass Quantencomputing die digitale Sicherheit im gesamten Internet neu prägen werde, einschließlich Blockchain-Netzwerken. Durch interne Infrastrukturverbesserungen und Open-Source-Zusammenarbeit über das Bitcoin Security Consortium will das Unternehmen dem Bitcoin-Ökosystem helfen, sich lange im Voraus darauf vorzubereiten, dass Quantencomputing zu einer konkreten Sicherheitsbedrohung wird.