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Coinbase erhält Abu-Dhabi-Lizenz für tokenisierte Wertpapiere

Autor: CryptoNewsNet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Coinbase hat von der FSRA der ADGM die Financial Services Permission erhalten, um in Abu Dhabi einen Hub für tokenisierte Wertpapiere zu betreiben, getrennt von seinem bestehenden derivativespezifischen Geschäft in Dubai.
  • Die Lizenz erlaubt Coinbase, Geschäfte zu organisieren und digitale Wertpapiere zu verwahren, die zu 100% physisch hinterlegt sein sollen und deren Eigentum über Krypto-Wallets statt über traditionelle Brokerkonten übertragen wird.
  • Für Inhaber tokenisierter Wertpapiere gelten Vesting-Anforderungen vor der Ausübung von Stimm- und Rückgaberechten; Dividenden werden automatisch reinvestiert, und alle Transaktionen unterliegen Sanktionsprüfungen, während Coinbase Vermögenswerte einfrieren kann.
  • Coinbase hat bislang weder den geplanten Startzeitpunkt, die konkret zu tokenisierenden Aktien, die zugrunde liegende Blockchain, Gebühren noch die zulässigen Anlegerjurisdiktionen offengelegt.
  • Die Genehmigung unterstreicht Coinbase' fortgesetzte internationale Expansion in einem Umfeld ungelöster US-Kryptoregulierung und wachsenden institutionellen Interesses an der Tokenisierung von Real World Assets nach dem Start von BlackRocks BUIDL und den On-Chain-Geldmarktangeboten von Franklin Templeton.
Coinbase erhält Abu-Dhabi-Lizenz für tokenisierte Wertpapiere

Coinbase erhält Abu-Dhabi-Lizenz für tokenisierte Wertpapiere

Coinbase hat von der Abu Dhabi Global Market (ADGM) die regulatorische Genehmigung erhalten, um in der ADGM einen internationalen Tokenisierungs-Hub für tokenisierte Wertpapiere aufzubauen, während das Unternehmen seine Bemühungen beschleunigt, traditionelle Wertpapiere on-chain zu bringen. Damit reiht sich Coinbase in eine wachsende Zahl großer Finanzinstitute ein, die eine Tokenisierung von Real World Assets (RWA) verfolgen – ein Segment, das seit der Einführung von BlackRocks tokenisiertem Treasury-Fonds BUIDL auf Ethereum im März 2024 und der Ausweitung der eigenen On-Chain-Geldmarktangebote von Franklin Templeton an Dynamik gewonnen hat.

Die Lizenz ermöglicht Coinbase, Geschäfte zu organisieren und digitale Wertpapiere zu verwahren. Das Unternehmen hat jedoch noch keine Details zu einem Starttermin, den unterstützten tokenisierten Aktien oder den Jurisdiktionen veröffentlicht, aus denen Anleger teilnehmen können. Die Genehmigung markiert zudem einen weiteren Schritt in der internationalen Expansionsstrategie von Coinbase, da die Börse zunehmend Lizenzen außerhalb der Vereinigten Staaten anstrebt, während der regulatorische Rahmen für digitale Vermögenswerte im Inland weiterhin ungeklärt ist.

FSRA erteilt Financial Services Permission

Die Financial Services Regulatory Authority (FSRA) erteilte Coinbase eine Financial Services Permission für das geplante Tokenized-Securities-Geschäft. ADGM, das 2015 als Finanzfreizone mit eigenem unabhängigen zivil- und aufsichtsrechtlichen Rahmen eingerichtet wurde, positioniert sich im Wettbewerb um Tokenisierungs- und Digital-Asset-Geschäft neben Jurisdiktionen wie der Schweiz, Singapur und dem DLT Pilot Regime der Europäischen Union. In ADGM ausgegebene und registrierte Aktien werden zu 100% physisch hinterlegt sein, wobei Eigentumsübertragungen über Krypto-Wallets und nicht über klassische Brokerkonten erfolgen.

Verifizierte Inhaber können berechtigt sein, wirtschaftliche und mitgliedschaftliche Rechte im Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Wertpapieren zu erhalten, wobei diese Rechte an Bedingungen geknüpft sind. Nur Inhaber, die die festgelegten Vesting-Anforderungen erfüllen, können Stimm- und Rückgaberechte ausüben. Dividenden werden automatisch reinvestiert statt direkt ausgeschüttet.

Alle Transaktionen werden auf Sanktionen geprüft, und Coinbase behält sich das Recht vor, Vermögenswerte auf Wallet-Ebene einzufrieren oder zu beschlagnahmen, falls die Umstände dies erfordern.

Brett Tejpaul, Co-CEO von Coinbase Institutional, sagte:

Kein großer Finanzplatz hat bisher einen Rahmen geschaffen, der tokenisierte Aktien gleichzeitig als Wertpapiere, blockchain-native Tokens und mit DeFi kompatible Assets behandelt.

Der Abu-Dhabi-Hub wird sich auf tokenisierte Wertpapiere und On-Chain-Kapitalmärkte konzentrieren. Diese Aktivität ist getrennt von Coinbase' bestehendem Geschäft in Dubai, das sich auf globale Derivate spezialisiert.

Was die Coinbase-Lizenz nicht offenlegt

Mehrere wichtige Details bleiben ungenannt. Coinbase hat weder die konkreten Aktien genannt, die tokenisiert werden sollen, noch die zugrunde liegende Blockchain, den Startzeitpunkt, Gebühren oder die zulässigen Jurisdiktionen.

Auch bei bestimmten Aktionärsrechten knüpfen die Offenlegungen Bedingungen an. Nur Inhaber, die die definierten Vesting-Anforderungen erfüllen, können Stimm- und Rückgaberechte ausüben. Dividenden werden automatisch reinvestiert und nicht direkt ausgeschüttet.

Transaktionen, die ausschließlich digitale Wertpapiere betreffen, benötigen weder ein Broker- noch ein Bankkonto. Teilnehmer, die Anspruch auf Rückzahlungsbeträge haben, müssen jedoch sicherstellen, dass sie über ein geeignetes Konto verfügen.

Hinzu kommt die Frage nach Coinbase' erklärtem Ziel einer Integration mit DeFi-Angeboten. Auch wenn sich Vermögenswerte on-chain tokenisieren lassen, prüft Coinbase DeFi-Strukturen, die regulatorische Kontrollen bei der Übertragung, Sanktionsprüfungen und Prüfungen auf Wallet-Ebene zum Schutz des Protokolls vorsehen. In gewisser Hinsicht weist die Lizenz auf einen zulassungsfreundlichen Markt für tokenisierte Vermögenswerte hin, ohne jedoch zu zeigen, wie offen oder zugänglich dieser Markt in der Praxis tatsächlich sein wird.

Abschließende Zusammenfassung

Die FSRA hat Coinbase autorisiert, in ADGM Geschäfte für tokenisierte Wertpapiere zu organisieren und die Verwahrung zu übernehmen.

Zu Startzeitpunkt, zulässigen Märkten und dem Umfang der DeFi-Integration ist bislang nichts bekannt.